Unternehmensführung

Industrie 4.0 muss sicher sein

13. Mai 2019

Industrie 4.0 ist für 82 Prozent der Schweizer Firmen eine strategisch wichtige Initiative. Ihr grösstes Potenzial wird in der Erhöhung der Produktionsflexibilität gesehen, aber auch bei der Reduktion von Reaktionszeiten und einer besseren Kundenunterstützung. Während in der Schweiz 36 Prozent der Firmen Industrie 4.0-Lösungen einsetzen, sind es in Deutschland bereits 47 Prozent, zeigt eine Erhebung der Unternehmensberatung Ernst & Young.

Grafik Prioritäten bei Industrie 4.0 für Schweizer Unternehmen

In der Schweiz und Deutschland setzen Unternehmen die gleichen Prioritäten bei Industrie 4.0 (Grafik: Ernst & Young, Bitkom Research).

Sicherheit und Maschinenvernetzung für Industrie 4.0

Die wichtigsten Trends sind in beiden Ländern die IT-Sicherheit und die Machine-to-Machine-Kommunikation, gefolgt vom Cloud Computing. Sowohl in Deutschland als auch der Schweiz stellt der Investitionsbedarf das grösste Hindernis für die Einführung von Industrie 4.0-Anwendungen dar. Zu wenig qualifiziertes Personal ist in Deutschland eine grössere Herausforderung als in der Schweiz.

Industrie 4.0 mit unternehmensweiter Strategie verfolgen

Allerdings gehen Firmen oft uneinheitlich an das Thema heran: So bemängelt Chris Schibler, EY-Partner und Sektorleiter Industrie Deutschland, Schweiz und Österreich, dass die Firmen ihre Digitalisierungsprojekte oft sehr heterogen umsetzen. „Eine Abteilung plant dieses, die andere jenes Projekt“, weiss er. Damit Unternehmen aber wirklich tiefere Kosten oder mehr Effizienz realisieren können, sei eine Gesamtstrategie mit einem klaren Ziel notwendig.

Für diese Untersuchung hat Ernst & Young durch Bitkom Research mehr als 100 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes in der Schweiz und über 550 Unternehmen in Deutschland befragen lassen.

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