Unternehmensführung

Wo die Autobranche auf Blockchain setzt

10. April 2019

Die Blockchain-Technologie dürfte in der Auto- und Zulieferbranche für erheblichen Umbruch sorgen. Davon sind laut einer von IBM vorgelegten Studie insgesamt 62 Prozent der befragten Führungskräfte überzeugt. Für die Studie „Vorreiter sein: Wie Autopioniere den Sprung in die Blockchain wagen“ wurden von IBM und Oxford Economics 1.314 Führungskräfte von Automobilherstellern und Zulieferern weltweit befragt.

Grafik Disruptionspotenzial Blockchain Automobilbranche

Mit Blockchain will die Autoindustrie in die Zukunft (Grafik: IBM).

Potenzial für Blockchain-Anwendungen sieht man vor allem in den Bereichen Supply Chain, Finanzen und Mobilitätsdienstleistungen. Den After-Sales-Markt sehen insbesondere Hersteller aus Deutschland, China und Mexico als vielversprechend. Derzeit ist die Rückverfolgbarkeit aller in einem Wagen verbauten Teile nur begrenzt. In manchen Ländern werden minderwertige gefälschte Ersatzteile eingebaut – das führt zu Sicherheitsrisiken und Produktrückrufen. Ein Blockchain-basiertes Supply-Chain-Management könnte das ändern.

Blockchain erleichtert Finanztransaktionen und Kundenidentifikation

Mit Blick auf die Finanzen würde die Blockchain Finanztransaktionen zwischen Mitgliedern des Auto-Ökosystems effizienter machen. Ausserdem könnte das Kundenerlebnis – vom Authentifizierungsvorgang am Fahrzeug bis hin zum Loyality-Programm – anders gestaltet werden. Mindestens 50 Prozent der OEM-Führungskräfte glauben zudem, dass Blockchain-Lösungen einen hohen Einfluss auf Flottenmanagement-Services gewinnen.

Allerdings arbeiten derzeit erst 15 Prozent der Befragten mit Blockchain. Viele davon wollen die Technologie in den kommenden drei Jahren in ein Business-Netzwerk implementieren und skalieren.

Thema: Unternehmensführung

Autor: Alexander Saheb

Datum: 10. April 2019

Schlagworte: Unternehmensstrategie, Digitalisierung

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