Banking und Finance

Familienunternehmen in der digitalen Transformation

25. April 2019

Viele der grossen Familienunternehmen sind als sogenannte „Hidden Champions“ globale Marktführer in hochspezialisierten Nischen. Sie schultern hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung, um ihren technologischen Vorsprung auch in Zeiten der digitalen Transformation zu sichern. Wesentliche Herausforderungen dabei sind der Fachkräftemangel, wie auch die Weiterentwicklung des eigenen Geschäftsmodells und damit einhergehend, die Weiterentwicklung einer kulturellen Basis mit historischem Erbe.

Familienunternehmen in der digitalen Transformation

Familienunternehmen in der digitalen Transformation (Symbolbild).

Fachkräftemangel – ein wesentliches Problem

Der demografische Wandel verringert das Angebot an Fachkräften. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach Fachleuten, die für die digitale Transformation notwendig sind. Viele Familienunternehmen stellt dies vor essentielle Herausforderungen. Sie sind zwar in ihren jeweiligen Nischen oft als „Hidden Champions“ globale Marktführer, ihre Namen sind allerdings in vielen Fällen nur wenigen bekannt. Zudem sind sie häufig abseits der Metropolen beheimatet. Um Fachkräfteengpässen entgegenzuwirken, ist eine strategische Personalarbeit von zentraler Bedeutung. Die grossen Familienunternehmen haben dies bereits für sich erkannt.

Employer Branding stärken

Um in der Konkurrenz zwischen den unterschiedlichen Markteilnehmern, Branchen und Regionen zu bestehen, müssen Unternehmen heute als attraktive Arbeitgeber gelten. Dies erfordert besonderes Augenmerk in Bezug auf den Aufbau, die Pflege und die Stärkung der eigenen Marke. Dazu gehört zum einen die Erhöhung der Sichtbarkeit, zum anderen aber auch die kritische Reflexion des eigenen Status quo und die beständige Weiterentwicklung. Genauso wie Familienunternehmen ihre Produkte häufig zu Marktführerschaft und weltweiter Bekanntheit führen, sollten sie auch im Employer Branding an diese Erfolge anknüpfen.

Digital braucht eine neue Kultur

In der Führung von Familienunternehmen wird immer besser verstanden, was sich in der eigenen Unternehmung abspielt – die digitale Transformation schreitet voran. Familienunternehmen entwickeln jedoch nicht nur ihr Geschäftsmodell weiter, sondern ebenfalls eine Kultur mit historischem Erbe. Insofern stehen sie also vor der Herausforderung, einerseits im wirtschaftlichen Kontext, die eigene Konkurrenzfähigkeit sicherzustellen, andererseits ihre Historie und die Ursprünge auf den dauerhaften Sinn hinter der Unternehmung abzuklopfen, um daraus die Kultur entscheidend weiterzuentwickeln.

Fazit

Digitalisierung bedeutet selbstverständlich auch für Familienunternehmen, technologisches Verständnis und Wissen aufzubauen und darüber hinaus, Daten langfristig für die eigene Kundschaft gewinnbringend zu nutzen. Um sich kontinuierlich zu verbessern und innovativ zu bleiben, müssen Familienunternehmen ihren Status quo dauerhaft hinterfragen. Dafür benötigen sie eine neue Kultur und darüber hinaus, Persönlichkeiten, die der Veränderung ein prägendes Gesicht geben.

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