Banking und Finance

Data Governance

25. März 2019

IT kann zwar nicht der Treiber von Data Governance sein, spielt in diesem Kontext jedoch klar eine Schlüsselrolle. Schliesslich müssen hier riesige Datenmengen in den Banken völlig neu organisiert werden. Hier schlummern erhebliche IT-Risiken, zumal Data Governance insbesondere die Digitalisierung und Zentralisierung von Daten beinhaltet.

Data Governance 

„Data Governance“ – Daten- und IT-Sicherheit (Symbolbild)

Vertrauen ist essenziell – vor allem für Banken 

Gemäss einer Studie zum Thema Data Governance des Beratungsunternehmens Accenture ist für Banken in Bezug auf Datensicherheit Vertrauen essenziell. 83 Prozent der befragten Unternehmen stimmen der Aussage zu, dass Vertrauen der Eckpfeiler der digitalen Wirtschaft ist. Für Banken gilt dies im besonderen Masse, denn schliesslich wird sich ihr Geschäft in den kommenden Jahren weiter stark digitalisieren. Das Vertrauen ihrer Kunden, der Regulatoren oder auch von Drittsystemen ist daher von enormer Wichtigkeit.

IT-Risiken erhöhen sich

Gleichzeitig gehen 82 Prozent der befragten Unternehmen davon aus, dass sich die IT-Risiken ihrer Organisation angesichts der wachsenden Bedeutung von Daten weiter erhöhen wird. Bei Banken ist dies besonders auffällig. Abgesehen von versehentlichen Datenpannen wächst auch die Gefahr durch Angriffe weiter an. Die Befragten Unternehmen geben jedoch zugleich an, dass die Kontrollen innerhalb ihrer Organisation derzeit nicht die eigentlich notwendigen Sicherheitsanforderungen erfüllen. Vielmehr liegt der Fokus bisher nahezu ausschliesslich auf der Sicherheit der persönlichen Daten.

Benötigt wird eine digitale Ethik

Ohne umfassende und abschliessende Richtlinien, intensives Training der Mitarbeitenden und die stetige Weiterentwicklung der Daten- und digitalen-Standards werden die Risiken stetig weiter steigen. Abseits der hierfür erforderlichen Gegenmassnahmen muss auch das Vertrauen in die „digitalen Fähigkeiten“ einer Bank gewährleistet werden, und zwar in zwei Stossrichtungen:

  • Zum einen geht es um die tatsächliche Daten- bzw. IT-Sicherheit – also zum Beispiel sichere Datenbanken, Anwendungen und Infrastruktur, konkrete Sicherheits- und Datenschutzverfahren oder Governance- und Compliance-Regeln, aber auch das Cyber Defense Management.
  • Zum anderen müssen sich alle Beteiligten bereits heute Gedanken über eine neue digitale Ethik machen. Wir müssen uns gemeinsam darüber einig werden, welche Verhaltens- und Verfahrensvorgaben zur Handhabung von Daten notwendig sind.

Fazit

Grundsätzlich erfordert der künftige Umgang mit Daten eine klare Definition, wie mit diesen und dem übergeordnet mit den Erkenntnissen aus der Analyse von Daten umgegangen werden darf und soll. Gerade für Banken, die sich im Wettbewerb zunehmend gegen kleine, aber schlagkräftige neue Spieler durchsetzen und ein Stück weit auch verlorenes Vertrauen zurückgewinnen müssen, sind überzeugende Antworten auf diese Fragen von entscheidender Bedeutung.

Themen: Banking und Finance, Digitalisierung

Autor: Kevin Schneebeli

Datum: 25. März 2019

Schlagworte: Digitalisierung, Bank-IT

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