Banking und Finance

Fünf wichtige Technologie-Trends 2019 (2/2)

20. März 2019

Im ersten Teil dieser Blogreihe lag der Fokus auf künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen und cloudbasierten Sicherheitslösungen. Zudem werden auch die bisherigen Innovationstreiber in Zukunft nicht stillstehen. In diesem Kontext und anknüpfend an den ersten Teil, befasst sich der heutige Beitrag einerseits mit der Etablierung von kundenspezifischen Anwendungen und andererseits mit dem Aufstieg des Datenwerts zur zentralen Grösse.

Survival of the Fittest

Technologie-Trends 2019 (Symbolbild)

Intelligentere und kundenspezifischere Anwendungen

Software-Lösungen sind in der Lage, sehr genau themenspezifische Informationen über deren Nutzer zu erheben und immer effektiver zu verarbeiten. Demnächst wird es Anwendungen geben, die auf Basis dieser Daten automatisch Veränderungen an ihrer eigenen Funktionalität vornehmen und das Nutzererlebnis so entscheidend verbessern. Dies bietet einerseits Mehrwert auf Seiten der Kundschaft, andererseits wird dank künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen die Produktivität der Mitarbeitenden entscheidend gesteigert. Hierbei geht es nicht primär darum, den Menschen zu ersetzen, sondern Arbeitsabläufe mittels Einsatz von KI zu vereinfachen.

Aufstieg des Datenwerts zur zentralen Grösse

Bereits seit einigen Jahren gelten Daten als wichtigster Rohstoff im Zeitalter der digitalen Transformation. Im kommenden Jahr wird die Bedeutung von Daten noch weiter steigen. Durch sie und den darauf basierenden neuen Geschäftsmodellen lassen sich neue Einnahmequellen generieren. Dies geht weit über den Gedanken des „Cross-Sellings“ hinaus, zumal auf Basis dieser Daten strategische Kooperationen entstehen können.

Um den Wert dieser Daten jedoch zu heben, sind weitere Anstrengungen zur Generierung, Anreicherung und Auswertung derselben nötig. Auch die Informationsarchitekturen werden sich verändern. Die Optimierung des Datenmanagements wird deswegen in den nächsten Jahren ein wichtiger Bereich für Investitionen von Unternehmen werden.

Survival of the Fittest

Es gibt diverse Themen, deren Tod vorschnell verkündet wurde. Bargeld, Geldautomaten und auch Bankfilialen gehören dazu. Obschon sie allesamt noch existent sind, durchläuft die Finanzindustrie eine grundlegende und dringend benötigte Transformation. Darwins Theorie lässt sich daher bestens auf die Digitalisierung von Unternehmen übertragen, denn der Kampf ums Überleben spielt sich insbesondere auch dort ab.

Der Stärkere ist derjenige, der es schafft, schnell auf technologische Veränderungen zu reagieren, sein Geschäftsmodell an die Erwartungen der Kundschaft anzupassen und Erkenntnisse gewinnbringen für sich zu nutzen. So scheint der Erfolgsfaktor also in der Schnelligkeit der eigenen Digitalisierung zu liegen.

Fazit

Die voranschreitende Digitalisierung fordert einen strukturellen, vor allem aber auch strategischen und kulturellen Wandel, hin zum agilen und evolutionären Unternehmen. Evolutionär meint hier die Anpassung an Neuerungen. Technologie wird zum stetigen Begleiter in allen Belangen und dies weit über Firmen- beziehungsweise Branchengrenzen hinaus.

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