Banking und Finance

Spezialisten – Die Key Player der Zukunft

11. März 2019

Getrieben durch Digitalisierung und Automatisierung werden sich die klassischen Kompetenzen innerhalb der Finanzbranche, nach einer Studie des Beratungsunternehmens Deloitte, fundamental verändern. Zwischen 1990 und 2013 sind im digitalen Bereich von Banken rund 200'000 neue Stellen entstanden. Es ist davon auszugehen, dass die Digitalisierung auch in den nächsten Jahren mehr Stellen schaffen als ersetzen wird. Darüber hinaus dürften sich die Transformation und die Verschiebung von Stellen innerhalb und zwischen den Branchen weiter beschleunigen.

Spezialisten – Die Key Player der Zukunft 

Spezialisten – Die Key Player der Zukunft (Symbolbild)

Digitalisierung löst Kompetenzparadigma auf

Die fortschreitende Transformation stellt uns auf der Metaebene vor neue Herausforderungen. Insbesondere im Hinblick auf die digitalen Schlüsseltechnologien steigt die Nachfrage nach Spezialisten stetig. Unternehmen müssen daher künftig auch solche Mitarbeitenden weiterbilden, deren Aufgaben in absehbarer Zeit obsolet werden.

Primär klingt das nach einer guten Nachricht. Das Problem ist jedoch, dass es vor allem einfache Jobs sind, die wegfallen, im Gegenzug aber hoch qualifizierte Jobs entstehen. Längst nicht alle vom Stellenverlust bedrohten Arbeitnehmenden werden deshalb eine Umschulung erhalten. Zumindest lässt sich aber erkennen, dass sich die Branche der Dringlichkeit bewusst ist und Mitarbeitende in gross angelegten Programmen weiterqualifiziert werden.

Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet

Hinter dem Vordergrund, dass die Beschäftigung auch mittel- bis langfristig und vor allem trotz vermehrtem Einsatz neuer Technologien in unzähligen Wirtschaftsbereichen weiter steigen wird, haben sich anfängliche Befürchtungen, es würden von heute auf morgen zig Stellen gestrichen, nicht bewahrheitet.

Ökonomische Effekte erklären Paradoxon

Es handelt sich hierbei um ein scheinbares Paradoxon, mit dem sich die ökonomische Forschung seit langem auseinandersetzt. Erklären lässt es sich mit den unterschiedlichen ökonomischen Effekten der Automatisierung, wobei unter Automatisierung die Gesamtheit technologischer Erneuerungen verstanden wird, welche zuvor manuell ausgeführte einzelne Arbeitsschritte ersetzen.

Einerseits kann der Einsatz von neuen Technologien dazu führen, dass eine Arbeitskraft ersetzt wird. In diesem Fall spricht man vom Substitutionseffekt. Andererseits kann Automatisierung aber auch komplementär wirken und dadurch neue Stellen schaffen. Denn erstens lässt zunehmende Automatisierung die Güterpreise sinken und zweitens steigt durch das Zusammenspiel von Mensch und Maschine die Produktivität der Mitarbeitenden.

Fazit

Die Schweiz ist grundsätzlich in Sachen Ausbildung im internationalen Vergleich sehr gut aufgestellt. Das auf den beiden Säulen Berufslehre und akademische Ausbildung aufgebaute System sorgt für eine breitflächige Arbeitsmarkteingliederung sowie eine berufsnahe Ausbildung und Spezialisierung.

Mit dem CAS FH in Digital Banking oder dem CAS FH in Digital Insurance bietet die Kalaidos FH eine ideale Basis, um sich künftig relevantes Know-How anzueignen.

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