Banking und Finance

Kernmerkmale von agilen Organisationen (2/3)

30. Januar 2019

Im ersten Beitrag dieser Blogreihe wurde das alte Paradigma, welches Unternehmen im wirtschaftlichen Kontext als Maschinerien beschreibt, sowie der stattfindende Paradigmenwechsel skizziert. Der Weg in die „neue Welt“ im Sinne einer Transformation beinhaltet jedoch wesentliche Aspekte, welche über eine strategische Neuausrichtung hinaus gehen. Der heutige Beitrag beleuchtet das „neue Paradigma“ kontextuell bezogen auf den Wandel, welcher aufgrund der anhaltenden Digitalisierung und der wachsenden Vernetzung mit stetigem Blick in die Zukunft stattfindet.

Kernmerkmale von agilen Organisationen

Organisationen als lebende Organismen (Symbolbild).

Das neue Paradigma – Organisationen als lebende Organismen

Aktuelle Trends verändern die Arbeitsweisen von Unternehmen und Mitarbeitenden drastisch. Dabei stellt sich die Frage, wie Unternehmen künftig Themen wie Stabilität und Dynamik in Einklang bringen.

Ein Merkmal von wirklich agilen Organisationen ist es, dass sie es verstanden haben, die Disziplinen Stabilität und Dynamik im plakativen Sinne greifbar zu machen. Sie entwerfen einerseits stabile „Backbone-Elemente“, welche sich langsam und dynamisch entwickeln. Andererseits schaffen sie es, sich neuen Situationen schnell anzupassen und somit neue Herausforderungen rasch zu meistern. 

Eine hilfreiche Analogie können wir hierbei anhand des Smartphones herstellen. Das physische Gerät fungiert als stabile Plattform für unzählige dynamische Anwendungen und dient der Nutzerin/dem Nutzer als Werkzeug. Genauso lassen sich agile Unternehmen beschreiben. Sie agieren ohne grosse Vorlaufzeit, operieren in kurzen Zyklen und handeln schnell aufgrund kurzer Entscheidungswege. Zusammengefasst reagieren sie wie ein lebender Organismus.

Robust unter Druck

Agile Organisationen agieren unter Druck tatsächlich robuster, solange dieser nicht künstlich erzeugt wird. Gemäss einem Studienbericht des Beratungsunternehmens McKinsey & Company erhöht sich die Chance für wirtschaftlichen Erfolg durch den Einsatz von agilen Methoden um rund 70 %. Agilität ermöglicht diesen Unternehmen zudem, die Kundenorientierung massiv zu steigern, die „Time-to-Market“ spürbar zu senken und bei niedrigerer Kostenbelastung ein höheres Umsatzwachstum zu erzielen.

Entwicklung steckt noch in den Kinderschuhen

Der oben erwähnte Studienbericht zeigt aber ebenfalls auf, dass es bislang nur wenigen Organisationen gelungen ist, Agilität unternehmensweit zu etablieren. Obschon eine Mehrheit besagter Unternehmen dem Thema Agilität besondere Aufmerksamkeit zuspricht, scheint eine organisationsübergreifende Transformation in weiter Ferne.

Fazit

Weg vom Silodenken: Die Entwicklung und Umsetzung von neuen Arbeits- und Denkweisen ist ein hoch interdisziplinärer Akt und betrifft nahezu alle Unternehmensbereiche. Erfolgsfaktor für Innovation ist die engagierte Mitwirkung aller beteiligten Einheiten und somit ein gemeinsames Verständnis am jeweiligen Thema. Dies erfordert Transparenz und Kommunikation. Agile und somit kundenorientierte Organisationen planen ihre Prozesse, Produkte und Leistungen iterativ. Dies ermöglicht einerseits eine Verringerung des Zeitaufwandes für Planung und Konzeption, andererseits erhalten Kunden schneller Zugang zu Produkten und Leistungen.

Lesen Sie im abschliessenden Teil dieser Blogserie, welche 5 Hauptmerkmale das Thema Agilität besonders prägen.

Lesen Sie auch die weiteren Beiträge dieser Blogserie:
Kernmerkmale von agilen Organisationen (1/3)
Kernmerkmale von agilen Organisationen (3/3)

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