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Kernmerkmale von agilen Organisationen (1/3)

28. Januar 2019

Agile Unternehmen weisen unabhängig von Unternehmensgrösse und Branche 5 Hauptmerkmale auf. Diese Merkmale beziehen sich übergeordnet auf die Ebenen Struktur, Strategie und Kultur. Hinzu kommt hierbei der technologische Aspekt, welcher jedoch nicht nur prozessoral unterstützt, sondern in sämtliche genannten Ebenen mit einfliesst.

Kernmerkmale von agilen Organisationen

Kernmerkmale von agilen Organisationen (Symbolbild).

Was ist eine agile Organisation?

„Das alte Paradigma“ – in den Anfängen des 20. Jahrhunderts war die Ford Motor Company einer von vielen kleinen Automobilherstellern. Ein Jahrzehnt später betrug der globale Marktanteil von Ford rund 60 Prozent. Dieses Wachstum konnte aufgrund dessen erzielt werden, dass Ford die Montagezeit pro Fahrzeug von 12 Stunden auf 90 Minuten reduzierte und in Folge dessen den Fahrzeugpreis seinerseits von 850 auf 300 Dollar.

Fords Ideen, welche massgeblich durch seinen Zeitgenossen Frederick Taylor geprägt wurden, führten zur bahnbrechenden Erkenntnis, dass die Arbeitsproduktivität unter Beizug von wissenschaftlichen Methoden einschneidend verbessert werden konnten. Diese zum damaligen Zeitpunkt innovativen Neuerungen prägen die Disziplinen Qualitätskontrolle wie auch Projektmanagement bis heute.

Der Britische Organisationstheoretiker Gareth Morgan bezeichnet diese Organisationen ihrer hierarchischer und spezialisierten Strukturen in wirtschaftlicher Hinsicht als Maschinerien.

Disruptive Trends stellen das alte Paradigma in Frage

Heute stellen wir fest, dass sich das „alte Paradigma“ angesichts der organisatorischen Herausforderung zum einen durch die „digitale Revolution“ und zum anderen durch die zunehmende Vernetzung auflöst. Dies schlägt sich in vier aktuellen Trends nieder.

  • Sich rasant entwickelnde Umgebung
    Die Bedürfnisse interner wie auch externer Stakeholder entwickeln sich rasant. Kunden, Partner und Regulierungsbehörden stellen Unternehmen stetig vor neue Herausforderungen. Investoren fordern Wachstum, was zu Übernahmen und Umstrukturierungen führt und der Wettbewerb fordert Massnahmen, um den sich stetig ändernden Prioritäten gerecht zu werden.
  • Stetige Einführung disruptiver Technologien
    Etablierte Unternehmen und Branchen werden durch die fortschreitende Digitalisierung, die biowissenschaftlichen Fortschritte, den innovativen Einsatz neuer Kompetenzmodelle wie auch durch prozessorale Automatismen kommerzialisiert oder gar ersetzt. Beispiele hierfür sind aktuelle Entwicklungen wie Machine Learning, das Internet der Dinge und die Robotik.
  • Beschleunigung der Digitalisierung und Demokratisierung von Informationen
    Die zunehmende Masse an Informationen und deren Transparenz wie auch Distribution erfordert schnelle und multidirektionale Kommunikation.
  • Stetiger Kampf um „Talente“
    Zumal kreative Kompetenzen und „Soft Skills“ immer wichtiger werden, benötigen Unternehmen ein ausgeprägtes Leistungsversprechen, um vielfältige „Talente“ zu gewinnen und diese auch zu halten.

Fazit

Klassische Organisationsstrukturen sind entweder prozess- oder projektorientiert. Vor dem Hintergrund des heutigen turbulenten und unbeständigen Umfelds, können diese Organisationen aufgrund ihrer Hierarchie nur sehr träge und erschwert mit dem Wandel mithalten. Für Unternehmen bedeutet Agilität die Fähigkeit, in einer Wettbewerbsumgebung, welche charakterisiert ist durch stetigen Wandel, gewinnbringend zu operieren.

Lesen Sie mehr zum Thema und vor allem über die benannten fünf Hauptmerkmale im nächsten Beitrag.

Lesen Sie auch die weiteren Beiträge dieser Blogserie:
Kernmerkmale von agilen Organisationen (2/3)
Kernmerkmale von agilen Organisationen (3/3)

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