Unternehmensführung

In der Romandie führen Frauen

09. Mai 2018

Auf den Führungsetagen nicht börsenkotierter Schweizer Firmen steigt der Frauenanteil nur langsam an. Durchschnittlich ist fast ein Fünftel (19 Prozent) der Geschäftsleistungsmitglieder dieser Unternehmen weiblich, hat das Beratungsunternehmen Ernst & Young in einer Umfrage bei 700 Schweizer KMU ermittelt. Dabei geht der Trend in die richtige Richtung, denn vor zwei Jahren lag die Quote erst bei 17,5 Prozent. Zudem ist die Menge rein männlich besetzter Chefetagen gesunken: Es sind heute noch 33 nach 38 Prozent vor zwei Jahren.

Grafik-Frauenanteil-Fuehrungsetage

In der Romandie findet man deutlich mehr Frauen in Führungspositionen als im Mittelland, Zürich und Schaffhausen (Grafik: Ernst & Young).

In der Schweiz bestehen dabei deutliche regionale Unterschiede. Die Westschweiz ist mit einem Frauenanteil in Geschäftsleitungen von durchschnittlich 24 Prozent der Spitzenreiter. In der Deutschschweiz sind es lediglich zwischen 14 Prozent (Region Zürich/Schaffhausen) und 20 Prozent (Region Innerschweiz). Deutliche Differenzen gibt es auch zwischen Branchen. Dienstleistungsbetriebe weisen 27 Prozent Frauen in Führungspositionen auf, Life Sciences noch 22 Prozent. Doch in der Branche Bau/Energie sind es nur 11 Prozent.

Hoher Frauenanteil in Geschäftsleitungen bringt Unternehmen Marktvorteile

Die Experten von Ernst & Young streichen heraus, dass gemischte Teams wichtig sind, um Herausforderungen wie beispielsweise die Digitalisierung zu meistern. Die Erfahrungen in der Beratung zeigen demnach deutlich, dass Unternehmen mit mehr Frauen in Führungspositionen Vorteile auf dem Markt haben. „Ihre Mitarbeitenden sind engagierter, ihre Unternehmenskultur wird offener, und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit steigt“, stellt Robin Errico fest, Chief Risk Officer und Leiterin für Diversity & Inclusiveness bei Ernst & Young in der Schweiz.

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