Unternehmensführung

Digitale Trends in der Chefetage

14. Februar 2018

Künstliche Intelligenz, freie Mitarbeitende, Plattformen: Das sind einige Trends, welche Schweizer Führungskräfte beschäftigen. Das Beratungsunternehmen Accenture hat für die „Accenture Swiss Technology Vision“ 256 Führungskräfte aus Schweizer Unternehmen befragt und Technologietrends für die Jahre bis 2020 ermittelt.

Grafik-Disruption-in-der-Industrie

Schweizer Führungskräfte erleben eine starke Disruption ihrer Industrie, mehr als im weltweiten Durchschnitt (Grafik: Accenture)

Einige Aussagen der Untersuchung stellen wir hier kurz vor.

1. Digitale Disruption: 86 Prozent der befragten Schweizer Führungskräfte nehmen eine mässige oder vollständige Disruption in ihrer jeweiligen Industrie wahr. Das ist mehr als das globale Niveau (75 Prozent). Die meisten Schweizer Führungskräfte bestätigen aber auch, dass ihr Unternehmen nur in ausgewählten Geschäftsbereichen in die Digitalisierung investiert.

2. Künstliche Intelligenz (KI): 41 Prozent der befragten Experten sind der Ansicht, dass KI die Art und Weise, wie ihr Unternehmen neue Erkenntnisse über Kunden gewinnt und mit ihnen interagiert, radikal verändern wird.

3. Plattformen und Bots: Neun von zehn Führungskräften glauben, dass es sehr wichtig ist, Produkte und Dienstleistungen durch zentralisierte Plattformen, Assistenten oder Message Bots anzubieten. Swisscom zum Beispiel verwendet KI, um die Kunden besser zu betreuen, indem sie das Call Center mit dem KI-Assistenten „Best Solution“ ausstattet, der für Kunden eine schnelle und effektive Lösung findet und somit ein optimales Kundenerlebnis ermöglicht.

4. Digitale Ökosysteme: 86 Prozent der Führungskräfte glaubt, dass digitale Ökosysteme die Wertschöpfung in ihrem Unternehmen von Grund auf verändern. Immer mehr Unternehmen integrieren ihre Kerngeschäftsfunktionalitäten in Plattformen von Drittanbietern. Fast drei Viertel (73 Prozent) der Unternehmen planen erste Schritte, um einen Teil des digitalen Ökosystems zu werden.

5. Freie Mitarbeitende: 94 Prozent der Schweizer Führungskräfte wollen stärker auf freie Mitarbeitende in ihrem Unternehmen setzen. Die Zahl der Online-Plattformen, in denen freie Mitarbeiter ihre Unterstützung anbieten, hat stark zugenommen. Gleichzeitig sind kollaborative Tools zur ortsunabhängigen Zusammenarbeit von Mitarbeitern heute allgegenwärtig. Diese Entwicklungen führen dazu, dass immer mehr Unternehmen ihre traditionellen Hierarchien auflösen und durch Online-Marktplätze für freie Mitarbeiter ersetzen.

Die Studie soll eine Anleitung sein, wie sich Unternehmen anpassen und entwickeln sollten. Um erfolgreich zu sein, reicht es nicht, nur neue Technologien zu integrieren. Entscheidend ist den Angaben zu Folge, dass auch die menschlichen Fähigkeiten effektiv ergänzt und erweitert werden.

Wie besonders erfolgreiche Schweizer Firmen die Digitalisierung meistern.

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