Unternehmensführung

Pharma digitalisiert besonders gut

15. November 2017

Die Digitalisierung wird von Schweizer Unternehmen mit unterschiedlichen Tempi durchlaufen. Für die Studie „Digital Index Switzerland 2017“ hat die Unternehmensberatung Accenture 100 Firmen in drei digitale Profilniveaus eingestuft: Digital Followers, Digital Maintainers und Digital Trendsetters.

Digital Index Switzerland Accenture

Viele 2016er Nachzügler sind 2017 aufgestiegen, viele Trendsetter zurückgefallen (Grafik: Digital Index Switzerland 2017, Accenture).

Die Digital Followers (aktuell 34 Prozent aller Firmen) haben ihren digitalen Weg begonnen, sind aber noch nicht vollständig bereit für eine Transformation. Sie haben angefangen ihre Standardprodukte und -dienstleistungen über digitale Plattformen zu verkaufen. Rund 43 Prozent der Digital Follower aus dem Jahr 2016 bleiben im laufenden Jahr in der gleichen Kategorie. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) konnte zum Digital Maintainer aufsteigen. Als Digital Maintainers bewertet Accenture 35 Prozent der Firmen. Sie fokussieren sich auf digitale Monetarisierung, haben aber noch keine kontinuierliche Innovations-Pipeline.

Trendsetter wachsen besonders stark

Die Digital Trendsetters (aktuell 31 Prozent der Firmen) fokussieren auf digitalgestützte Innovation und haben als einzige die Fähigkeit, neue Trends, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Gemäss der Top500-Studie von Accenture sind die heutigen Trendsetter in den vergangenen Jahren am schnellsten gewachsen. Fast die Hälfte der Trendsetter von 2016 (48 Prozent) ist 2017 allerdings nur noch ein Digital Maintainer.

Insgesamt ist der Digitalisierungsgrad der Unternehmen gestiegen. Die Mehrheit hat ihre Innovationsprozesse verbessert und erzielt deshalb eine stärkere Monetarisierung digitaler Produkte und Dienstleistungen. Firmen aus den Sektoren Pharma & Healthcare sowie Communications, Media & Technology führen das Feld an, Finanzdienstleister und Einzelhandel bilden das Mittelfeld und bei Chemie- und Rohstofffirmen ist der Digitalisierungsgrad am tiefsten.

Investitionen in künstliche Intelligenz

Die Studienautoren raten den Firmen zu zahlreichen Massnahmen, um sich weiter auf die Digitalisierung einzulassen. Sie sollten ihre Organisation anpassen, um für die Adaption digitaler Trends fit zu werden. Unternehmen sollten in einfache und intelligente Interaktionen, wie zum Beispiel die künstliche Intelligenz, investieren. Ausserdem ist ein starkes Engagement der Unternehmensführung nötig, um den Fokus des Unternehmens auf die Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen auszurichten.

Die Digitalisierung verändert nicht nur Unternehmen, sondern auch die Anforderungsprofile an Mitarbeitende, schreibt Katja Schwedhelm auf diesem Blog. Erfahren Sie, welche Branchen die Digitalisierung stark verändert, lesen Sie mehr über die Eigenschaften eines digitalen Unternehmens und finden Sie heraus, was die Digitalisierung von Mitarbeitenden verlangt.

Themen: Unternehmensführung, Accounting und Controlling

Autor: Alexander Saheb

Datum: 15. November 2017

Schlagworte: Digitalisierung

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