Unternehmensführung

Innovation – mit mehr Erfolg

09. Oktober 2017

Als die Waschmittelmarke Tide von Procter & Gamble nicht mehr die besten Wachstumsaussichten hatte, ging das Unternehmen neue Wege. Immerhin hatte Tide rund 50 Jahre den Markt dominiert. Mit einem gezielten Innovationsprogramm gelang es jedoch, binnen zehn Jahren die Umsätze zu verdoppeln, die Marke in Emerging Markets zu etablieren, eine Reihe neuer Produkte einzuführen und weitere Geschäftsfelder zu erschliessen. Ein Beispiel ist eine Franchising-Kette von Wasch- und Reinigungssalons.

Frau beim Zähneputzen

Die Zahnpastamarke konnte erfolgreich mit weiteren Produkten ergänzt werden (Symbobild)

Innvation als Wachstumsmotor

„Werbung lässt unsere Quartale gut aussehen, Innovation aber Dekaden“, zitert die Harvard Business Review den CEO von P&G, Bob McDonald. Der Bericht mit dem Titel „How P&G tripled its innovation success rate“ schildert, wie das Management erkannte, dass nur echte Innovationen die ehrgeizigen Wachstumsziele erfüllen würden. Damit gelänge die Errschliessung neuer Märkte.
Basierend auf den Theorien zur disruptiven Innovation von Clayton M. Christensen rief man eine New-Growth Factory ins Leben. Beratend wirkte die von Christensen mitgegründete Beratungsfirma Innosight mit. Die New-Growth Factory fokussierte sich rasch auf weniger, dafür aber grössere Projekte. Angestrebt wurden transformative Innovationen. Dabei werden existierende Produkte mit wichtigen neuen Eigenschaften versehen.

Produktportfolio sinnvoll erweitern

Das Produktportfolio der Zahnpastamarke Crest wurde beispielsweise um „Whitestrips“ erweitert, mit denen sich Zähne auch zu Hause aufhellen lassen. Dann erschien „Crest Pro-Health“, eine Pasta, die gebündelt gegen Löcher, Zahnbelag, Zahnfleischentzündung und schlechten Atem wirkte. Der Marke Crest gelang es, in mehreren Bereichen zum Marktführer aufzusteigen.

Prof. Dr. Ugo Merkli, Studiengangsleiter an der Kalaidos FH, hat sich ebenfalls mit dem Konzept der "Disruptiven Innovation" auseinandergesetzt.

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Zu diesem Text:

Dieser Text ist ein Beitrag der Kalaidos Fachhochschule zum Swiss Economic Forum 2017, welches Anfang Juni in Interlaken stattfand. Die Kalaidos Fachhochschule liefert regelmässig Content mit aktuellem Fachwissen rund um die Hauptthemen und Referentinnen des Forums für die App des Swiss Economic Forums. Die Kalaidos Fachhochschule ist Netzwerkpartnerin des Swiss Economic Forums, der Organisation hinter der führenden Wirtschaftskonferenz der Schweiz.

Themen: Unternehmensführung, Accounting und Controlling

Autor: Alexander Saheb

Datum: 09. Oktober 2017

Schlagworte: Innovation

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