HR und Leadership

Standortbestimmung: 3 zentrale Fragen

14. Dezember 2015

Ende Jahr ist eine gute Zeit für eine Standortbestimmung. So können Sie zielgerichtet und motiviert ins neue Jahr starten. Mit einer Standortbestimmung klären Sie für sich, wo Ihre Stärken und Schwächen liegen. Es empfiehlt sich, auch andere Persönlichkeitsanteile wie Motive, Interessen und Werte gut zu kennen. Das eröffnet Ihnen Marktchancen und in wichtigen Situationen wie etwa Vorstellungsgesprächen ein sicheres, überzeugendes Auftreten.

Das Eisbergmodell verdeutlicht den Sinn einer Standortbestimmung sehr anschaulich. Was wir sehen, ist das Verhalten einer Person. Nicht jedoch Ihre Einstellungen, Ansichten und Wertvorstellungen. Diese sind uns auf den ersten Blick verborgen. Den grössten Teil einer Person machen jedoch ihre Persönlichkeitsanteile aus, also das, was unterhalb der Wasseroberfläche liegt. Also ist es wichtig, dass Sie sich gut kennen und wissen wohin Sie wollen. In bestimmten Situationen ist es zudem sinnvoll, dass Sie anderen gut darlegen können, welche Ziele und Wünsche Sie haben.

Versuchen Sie folgende drei zentrale Fragen für eine Standortbestimmung für sich zu beantworten:

  1. Wer bin ich?
  2. Was kann ich?
  3. Was will ich?

Beim ersten Lesen empfinden Sie diese Fragen vielleicht als ziemlich simpel. Lässt man sie sich jedoch durch den Kopf gehen, stellen Sie fest, dass sie gar nicht so einfach sind. Was bedeutet „wer bin ich“ überhaupt? Hängen diese drei Fragen nicht miteinander zusammen? Sie merken: Diese simpel anmutenden Fragen sind gar nicht so schnell zu beantworten.

Wer bin ich?

Hier können Sie sich unter anderem auf Ihre Interessen fokussieren, auf das, was Sie besonders motiviert und auf das, was Sie gerne tun. Sie können sich aber auch überlegen: Über welche Themen rede/lese ich gerne? Bei welchen Aufgaben/Tätigkeiten vergesse ich die Zeit? Denken Sie hier auch an Ihre bisherigen (Karriere)-Erfolge!

Was kann ich?

Diese Frage eignet sich gut, um Ihre Stärken zusammenzutragen, Ihre (Fach)Kompetenzen, Ihre Fähigkeiten und Ihre Schlüsselqualifikationen. Ihre soft skills und hard facts (wie z. B. Ausbildung)gehören ebenfalls hierher.

Was will ich?

Diese Frage zielt auf Ihre Wertvorstellungen ab. Auf das, was Sie zufrieden macht und was Sie gerne bewahren wollen. Auch das Verhältnis zwischen Privatleben und Beruf sollten Sie hier überdenken. Und: Was bedeutet für Sie überhaupt Karriere? Welche Schritte könnten Sie unternehmen, um Ihre Ziele zu erreichen?

Konzentrieren Sie sich in einer Standortbestimmung auf die Vergangenheit und auf die Gegenwart. Aber vor allem auf die Zukunft! Also: Was habe ich bisher gemacht? Wo stehe ich jetzt? Wo will ich hin? Wo sehe ich mich in 5 Jahren? Wo in 10 und wo evtl. sogar in 15? Welches sind meine Ziele für mein (Arbeits-)Leben?

Nehmen Sie sich Zeit für eine Standortbestimmung. Es lohnt sich!

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