Accounting und Controlling

Steuererklärung 2015 für natürliche Personen

13. März 2015

Wie jeden Frühling steht auch dieses Jahr wieder die Steuererklärung ins Haus. Dabei sind die Bürger bestrebt, die steuerbaren Einkünfte und Vermögen möglichst tief zu halten. Die Deklaration ist aber lediglich ein Nachvollzug der wirtschaftlichen Tätigkeit des Vorjahres. Deshalb gilt:

Einige einfache Massnahmen können dazu führen, die Steuerbelastung zu minimieren. Der Ansatzpunkt ist die Reduktion des steuerbaren Einkommens.

Säule 3a

Nehmen Sie Einzahlungen in die gebundene Selbstvorsorge (Säule 3a) bereits zum Jahresbeginn vor. Sie erhalten dann auf Ihrem steuerbaren Konto weniger (ohnehin schon bescheidenen) Zins. Zudem wird die gebundene Vorsorge höher verzinst, und sie ist bis zum Bezug steuerfrei. Achten Sie zudem darauf, beim Erreichen eines Kontostandes von rund CHF 50 000 ein neues Konto zu eröffnen. Säule 3a-Konten können nämlich nicht partiell bezogen werden. Mit einem gestaffelten Bezug lässt sich die Progression auch für Kapitalzahlungen reduzieren.

Ausgaben für Liegenschaften

Falls Sie über ein Eigenheim verfügen, sind die laufenden Unterhaltskosten abzugsfähig. Allerdings sind zwei Arten von Liegenschaftsausgaben zu unterscheiden:

  • Unterhaltskosten
  • Wertvermehrende Aufwendungen (Investitionen)

Unterhaltskosten sind bis zur Einkommenshöhe steuerlich abzugsfähig. Dabei handelt es sich um Reparaturen sowie Ersatz von Maschinen (Waschmaschine, Geschirrspüler, etc.) und Gebäudeteilen (Fenster, Türen, Wände, Dach, etc.). Vor allem Renovationen sind zu planen und beispielsweise auf zwei Jahre zu verteilen, um den Progressionsbruch zu verteilen. Wer also bei einem Nettolohn von CHF 100 000 die Renovationskosten von CHF 120 000 in einem Jahr anfallen lässt, verliert einen Teil des Abzugs. Besser wäre es, die Renovation auf zwei Jahre zu verteilen, womit sich die steuerbaren Einkünfte auf CHF 40 000’ reduzieren würden, was die Steuerbelastung in zwei Jahren massiv senken dürfte.

Wertvermehrende Auslagen sind bei der Einkommenssteuer nicht abzugsfähig. Trotzdem sind die Belege aufzubewahren, können diese Kosten doch im Falle eines Liegenschaftsverkaufes bei der Grundstückgewinnsteuer als Anlagekosten geltend gemacht werden.

Deckungslücken bei beruflicher Vorsorge beachten

Verdienen Sie einen Bonus oder werden Ihnen Überzeitentschädigungen ausbezahlt? Dies erhöht Ihre Steuerbelastung unter Umständen enorm. Falls Sie über Deckungslücken in der beruflichen Vorsorge verfügen (das Einkaufspotenzial entnehmen Sie ihrem BVG-Ausweis), verwenden Sie die überschüssigen Einkünfte zur Leistungsverbesserung. Einkaufsummen sind vollumfänglich abzugsfähig und erst beim Bezug von Rente oder Kapital steuerbar.

Von höheren Zinsen profitieren

Und wenn schliesslich noch steuerbares Einkommen verbleibt, empfiehlt es sich, die Steuern möglichst früh zu bezahlen. Die meisten Kantone verzinsen Steuervorauszahlungen höher als die Banken und in gewissen Fällen bleibt der Zins steuerfrei.

Wichtig: Steuerplanung ein Jahr im Voraus

Steuern sparen beginnt im Frühjahr. Und zwar bereits im Frühjahr der massgebenden Steuerperiode und nicht erst, wenn man die Steuererklärung für das vergangene Jahr ausfüllen muss. Deshalb gilt: Schon jetzt an das nächste Steuerjahr zu denken!

 

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