HR und Leadership

Berufliche Integration von beeinträchtigten Personen: Hier finden die Beteiligten Unterstützung

17. Dezember 2014

Laut der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2012 hat der Anteil der Personen, welche psychischen und physischen Risiken am Arbeitsplatz ausgesetzt sind, in den vergangenen Jahren zugenommen. Dies hat auch Folgen für Arbeitgeber: Fehlzeiten, Leistungseinbussen, Fluktuationen – die negativen Auswirkungen sind kostspielig.

Wenn die Arbeitnehmenden allerdings ganz aus dem Arbeitsprozess fallen, wird es erst richtig teuer. Einerseits kann dies zu einem bedeutenden Know-how-Verlust führen, andererseits ist damit auch ein Aufwand für die Personalsuche und Einarbeitung eines neuen Mitarbeitenden verbunden. Arbeitgeber sollten folglich ein Interesse daran haben, die Arbeitsmarktfähigkeit der Mitarbeitenden zu erhalten. Doch wie gelingt das?

Antworten auf diese Frage sind auf dem Informationsportal Compasso zu finden. Dieses informiert gebündelt, praxisnah und zielgruppengerecht zu Themen der beruflichen Eingliederung und unterstützt Arbeitgeber bei der gesundheitlichen Früherkennung und der (Re-)Integration von beeinträchtigten Personen. Anhand verschiedener betrieblicher Situationen zeigt die schweizweite Informationsplattform auf, wie ein Unternehmen konkret handeln kann. Fallbeispiele aus verschiedenen Branchen und Regionen illustrieren zudem, wie die berufliche Eingliederung von Menschen mit einer Beeinträchtigung gelingen kann. Dank des Zusammenschlusses von drei bisher eigenständigen in der beruflichen Eingliederung tätigen Organisationen ConCerto-pro, FER und Compasso haben Arbeitgeber über die Plattform zukünftig auch Zugang zu innovativen und praxiserprobten Instrumenten für eine erfolgreiche berufliche Integration (weitere Informationen dazu finden Sie in der Medienmitteilung).

Gelingt eine Eingliederung bzw. der Erhalt der Arbeitsmarktfähigkeit, ist dies nämlich ein Gewinn für alle Beteiligten: Ein Arbeitsumfeld, das Platz für Individualität bietet, steigert die Zufriedenheit und Bindung der Mitarbeitenden, was zu niedrigerer Fluktuationsrate und guter Positionierung im Arbeitsmarkt führt. Zudem bleiben das Know-how und die Kundenbeziehungen des Mitarbeitenden erhalten. Vor allem grössere Unternehmen verfügen über interne Fachleute, welche den Vorgesetzten wie auch den Mitarbeitenden in heiklen Situationen zur Seite stehen. Wenn diese interne Ansprechperson jedoch fehlt, können und sollen Vorgesetzte externe Hilfe in Anspruch nehmen. So bietet beispielsweise die Invalidenversicherung (IV) spezifische Unterstützung für Arbeitgeber an.

Nebst Beratungsdienstleistungen bietet die IV den Arbeitgebern auch finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten während bestimmter Eingliederungsmassnahmen an. Daneben existieren weitere Unterstützungsangebote der IV wie z. B. die Schutzfrist bei einer erneuten Arbeitsunfähigkeit, die Entschädigungen für Beitragserhöhungen der beruflichen Vorsorge und der Krankentaggeldversicherung oder die Finanzierung sogenannter Arbeitsversuche. Sowohl die IV wie auch die anderen Sozialversicherungspartner und verschiedene Institutionen haben unterschiedliche Leistungen zur Unterstützung der Arbeitgeber entwickelt. Diese geben Unternehmen unter anderem auch eine finanzielle Sicherheit bei der Integration einer beeinträchtigten Person.

Verwandte Artikel