Banking und Finance

Insight Obwaldner Kantonalbank: Beatrice Sidler führt 40 Mitarbeitende

14. November 2014

Béatrice Sidler-Gisler ist als Leiterin des Segments Marktsupport im Rang einer stellvertretenden Direktorin auch Geschäftsleitungsmitglied der Obwaldner Kantonalbank. Führen, entscheiden und koordinieren bestimmt ihren Arbeitstag.

Was ist Ihre Job Description?

Als Mitglied der Geschäftsleitung bin ich verantwortlich für das Segment Marktsupport. Mein Segment mit rund 40 Mitarbeitenden in sieben Abteilungen unterstützt die Vertriebseinheiten fachlich und administrativ und stellt damit den reibungslosen Betrieb und Support sicher. Serviceorientierung, Effizienz und bewusstes Kostenmanagement stehen dabei an oberster Stelle.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Zu meinem Arbeitsalltag gehören Besprechungen mit den Abteilungsleitern zur Klärung von führungsspezifischen und fachlichen Fragen. Weiter nehmen die Aufsicht und Leitung verschiedener Projekte, die Mitwirkung in externen Gremien sowie in zunehmendem Masse die Sicherstellung von regulatorischen Anforderungen einen Grossteil meiner Arbeitszeit in Anspruch.

Auf welche drei Tätigkeiten verteilt sich Ihre Arbeitszeit vor allem? 

Meine wichtigsten drei Tätigkeiten würde ich so beschreiben: Führen und dabei gut hinhören, fokussieren und entscheiden sowie vorantreiben und koordinieren.

Was ist ein guter Tag bei der Arbeit für Sie?

Ein guter Tag ist, wenn es mir gelungen ist, Menschen für ihre Aufgaben zu begeistern, mit ihnen gute Entscheide gefällt und so Aufgaben vorangetrieben habe. Und wenn ich abends das Gefühl habe, viel erledigt zu haben, das Vertrauen der Mitarbeitenden gespürt habe und dabei bei mir geblieben bin.

An welchem Ort können Sie am besten arbeiten, und warum?

Das kommt ganz auf die Tageszeit an, aber grundsätzlich überall, wo ich mich wohl fühle. Dies kann im Büro oder zu Hause sein. Da mir die Nähe zu meinen Mitarbeitenden jedoch sehr wichtig ist, bevorzuge ich meinen Arbeitsplatz im Büro.

Wie viele E-Mails beantworten Sie pro Woche am Desktop und am Handy?

Die Leistung einer Führungsperson sollte nicht an der Anzahl E-Mails sondern an den persönlichen Kontakten zu den Mitarbeitenden gemessen werden. Deshalb ist es mein Ziel, nur diejenigen E-Mails zu beantworten, die ohne eine Antwort nicht auskommen und messe mich an der Anzahl persönlich geführter Gespräche.

Worüber ärgern Sie sich im beruflichen Alltag und was tun Sie dagegen?

Ärgern tue ich mich meistens dann, wenn ich zu wenig sportlichen Ehrgeiz spüre, wenn Dinge zu einseitig angesehen werden oder es an Flexibilität mangelt. Wenn immer möglich versuche ich, solche Situationen offen anzusprechen und angemessen Feedback zu geben.

Aus welchem Misserfolg haben Sie am meisten gelernt?

Man hat im Leben wohl ab und zu das Gefühl, nicht ganz erfolgreich gewesen zu sein. Aus diesen Momenten habe ich bisher gelernt, dass dabei eigentlich nur die Erwartungen – eigene oder die von anderen – nicht erfüllt wurden, man aber eventuell doch einiges erreicht oder zumindest etwas gelernt hat. Deshalb kommt es für mich darauf an, Erwartungen jeweils zu Beginn zu klären und auch fähig zu sein, diese an die jeweilige Situation laufend anzupassen.

Was tun Sie, um vom Alltag zu entspannen?

Gut abschalten kann ich, wenn ich mit meiner Familie zusammen bin und meine Kinder mir aufzeigen, dass man die Welt auch mit ganz anderen Augen sehen kann. Zudem betreibe ich viel Sport wie Joggen, Fitness, Tennis oder Skifahren oder tauche in ein spannendes Buch ein.

Welches sind Ihrer Ansicht nach die drei wichtigsten Gründe für Erfolg im Leben?

Bei sich selbst und authentisch sein, sein Bestes geben und aus allem das Beste machen, das grosse Ganze nie aus den Augen verlieren, sich aber dennoch fokussieren und committen können und damit begeisterungsfähig bleiben.

Was war Ihre letzte Weiterbildung und wie haben Sie davon profitiert?

Das war der Master in Banking & Finance an der Kalaidos Fachhochschule: Das Vermitteln von Selbst- und Methodenkompetenz ist ein echter USP dieses Masterstudiums. Aus meiner Sicht werden diese Kompetenzen in der Praxis immer wichtiger.

Wir danken Béatrice Sidler-Gisler für das Interview.

Verwandte Artikel