HR und Leadership

Vielfalt beginnt im Kopf

03. März 2014

Es besteht kein Zweifel darüber; unsere Welt ist bunter geworden!
Dank technologischen, (Stichworte Internet und Mobilität) politischen und insbesondere wirtschaftspolitischen Entwicklungen (Stichworte Migration und Internationalisierung), aber auch aufgrund gesellschaftlicher Strömungen (Stichworte demographischer Wandel und Gleichstellung) gestalten sich die Gesellschaft und die heutige Arbeitswelt vielfältiger und komplexer.
Es gibt kaum eine Unternehmung, die nicht von einem Aspekt Vielfalt betroffen ist:

  • die Belegschaft  setzt sich aus Menschen verschiedener Kulturen und/oder unterschiedlichen Altersgruppen zusammen
  • die Unternehmung will sich einen Wettbewerbsvorteil durch die Rekrutierung auf dem internationalen Arbeitsmarkt oder durch
  • Gleichstellung, insbesondere Frauenförderung, schaffen (siehe auch SFR Arena vom 15.11.13: Frauenquote: „Cherchez la femme“).

Wir mögen Vielfalt als Segen oder Fluch erleben. Tatsache ist: kaum eine Unternehmung ist monokulturell unterwegs; weder in Bezug auf die Märkte und Kunden, noch in Bezug auf die Mitarbeitenden. Die Unternehmen und insbesondere die Human Resources Abteilungen, sind gefordert, Antworten auf drängende Fragen zu finden, die sich aufgrund der damit einhergehenden Veränderungen ergeben: Wie können Synergien aus der Vielfalt für das Unternehmen aktiv genutzt werden? Wie können allfällige Kooperationsschwierigkeiten angegangen werden? Wie kann das Unternehmen gestaltet werden, um den unterschiedlichen Bedürfnisse der Mitarbeitenden gerecht zu werden? Braucht es neue Strukturen und Prozesse? Wie kann Chancengleichheit erreicht werden?
Es wurde bereits viel getan, um das Thema Diversity Management in Unternehmen konkreter anzugehen. Warum aber tun sich dennoch einige Unternehmen noch schwer damit, die richtige Strategie im Umgang mit und die gezielte Nutzung der Vielfalt zu finden? Weil Diversity im Kopf beginnt und ein in sich höchst komplexes Thema mit vielen Schattierungen ist, das nicht einfach zu greifen ist.
Der Eisberg hat bekannter Weise immer das grössere Volumen unter dem Wasserspiegel als darüber. Diese verborgene Masse darf selbst bei guten Konzepten, Instrumenten und Prozessen nicht ausser Acht gelassen werden. Was unter der Wasseroberfläche liegt, sind nämlich unter anderem unsere

  • mentalen Modelle
  • Denkmuster
  • Überzeugungen und
  • Normen

Wenn wir auf andere und anderes stossen, kann das zu Irritation und Verunsicherung führen, die Art der Zusammenarbeit muss allenfalls neu ausgehandelt werden.  Dieser Schritt bedingt, sich selber gut zu kennen und sich der eigenen Denkmuster, Werte und Verhaltensmuster bewusst zu sein.
Am Anfang jeder Diversity-Massnahme sollte deshalb die Sensibilisierung für das Thema als solches stehen. So lässt sich die Zusammenarbeit in einem diversen Arbeitsumfeld optimal gestalten und Vielfalt als unternehmerischen Wettbewerbsvorteil nutzen.

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