HR und Leadership

Welche Vorteile bringt Offshoring?

08. Januar 2014

Für Unternehmen ergeben sich viele Vorteile, wenn Sie mit Offshore-Personal arbeiten. Wie stark diese  sich diese auf das jeweilige Unternehmen auswirken, ist abhängig davon, ob Unternehmen sich entscheiden ein eigenes Offshore-Büro aufzubauen, mit Lieferanten nach Fixpreis / SLA zu arbeiten; engagierte Personen eines Lieferanten einzustellen oder die Zusammenarbeit mit Freelancern in Betracht ziehen. Zusammenfassend sind die grössten Vorteile, die sich durch Offshoring für Unternehmen ergeben können, die folgenden:

  • Die Möglichkeit, die talentiertesten Personen zu rekrutieren und Zugang zu einem grossen Bestand an Arbeitskräften zu haben
  • Flexibler Einsatz von Stellenprozenten ohne unbefristete Arbeitsverträge
  • Schnelleres Wachstum des Unternehmens
  • Flexiblere Kostenstrukturen
  • Fokus auf Kernaktivitäten ist stärker gewährleistet

Die Stellenmärkte in Westeuropa und den USA haben sich aktuell leicht entspannt und es steht wieder mehr IT-Personal zur Verfügung. Trotzdem haben einige Unternehmen Mühe, die richtigen Mitarbeitenden zu finden. Zudem werden die Märkte mit jedem Konjunkturaufschwung angespannter.

Gemäss Schätzungen wird die EU bis 2015 einen Mangel an ca. 700‘000 Fachkräften in der IT-Branche aufweisen. Im speziellen diese Branche wächst rasant, da Unternehmen für eine erfolgreiche Prozessentwicklung auf gut funktionierende IT-Systeme angewiesen sind. 90% aller Stellen werden zukünftig per se IT-Komponenten enthalten.

Die Hackett Gruppe veröffentlichte eine interessante Untersuchung über die Zukunft des Offshorings. Sie untersuchte 4700 Unternehmen mit 1 Milliarde Umsatz oder mehr. Forscher sagen voraus, dass bis im Jahr 2016, 2.3 Millionen Arbeitsstellen von der USA und Europa in andere Länder ausgelagert sein werden. Das sind 1/3 aller Stellen in der IT - und Finanzbranche sowie im Beschaffungs- und Personalwesen. Ganze 40% davon gehen nach Indien.

Die Welt hat sich in den letzten Jahren wesentlich verändert. Wir leben immer stärker in einer Ära der Globalisierung. Viele Menschen haben immer noch eine Abwehrhaltung gegenüber einer flacheren Welt wie wir bei jedem einzelnen G7 Gipfel sehen können. Doch mittlerweile gibt es keinen Weg mehr zurück; die Volkswirtschaften auf der ganzen Welt wurden in diesen Prozess stark eingebunden:

  • eine Krise in den USA hat Auswirkungen über den gesamten Globus.
  • der Niedergang von Griechenland betrifft jedes Land in Europa.
  • eine Finanzspritze durch die US-Regierung führt zu Bewegungen im Nahen Osten.
  • die fortgeschrittenen Wirtschaftsmärkte kämpfen, während Entwicklungsländer weiter wachsen.
  • Indien und China haben die letzten 10 Jahre eine massive Weiterentwicklung gezeigt.
  • viele Länder in Afrika weisen Entwicklungsprozente aus von denen Europa nur träumen kann.

Unternehmen müssen nicht nur immer globaler denken, sondern noch globaler werden in Sachen weltweiter Belegschaft sowie in Markteinführungen. Die Mittelklassegesellschaft wird sich in den nächsten 10 Jahren weltweit verdoppeln,  dann werden ihr 1.2 Mrd. Menschen angehören. Ich denke, Unternehmen tun gut daran, darüber nachzudenken wie sie in den nächsten 10 – 20 Jahren in diesen gewaltigen, neuen Markt eintreten wollen.

Unsere Denkweise über Organisation muss sich ändern: es spielt keine Rolle an welchem Standort meine Mitarbeitenden stationiert sind. Das Allerwichtigste ist, dass es die qualifiziertesten zum besten Preis sind. Offensichtlich ist, dass diese Haltung eine Veränderung der Gewohnheiten fordert. Es scheint für viele noch immer einfacher zu sein, Menschen im eigenen Land anzustellen, die in Büroräumlichkeiten gleich um die Ecke sitzen, die gleiche Sprache sprechen und den gleichen kulturellen Hintergrund haben. Meine Erfahrung zeigt: mit Menschen aus anderen Ländern zu arbeiten funktioniert und ist unglaublich inspirierend.

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