Banking und Finance

Voice Banking – und das Konto folgt aufs Wort

18. November 2013

„Meine Stimme ist mein Passwort“; mit diesem einfachen Satz in das Handy gesprochen legitimiert sich der Nutzer bei seiner Bank. Ganz ohne das Eintippen einer PIN ist man direkt mit dem Mobile Banking Service verbunden. „Bitte überweise 500 Franken auf das Konto meiner Frau“ und schon ist die Überweisung ohne weitere Eingaben erledigt.
Auf Youtube zeigt das ein anschauliches Video:

Falls Sie das Video nicht sehen können, klicken Sie hier.
Was fast wie Science-Fiction klingt, ist bei einigen US-amerikanischen Banken schon Wirklichkeit. Die Lösung mit dem Namen „Nina“ stammt von der Softwarefirma Nuance, welche bereits weitere Spracherkennungslösungen in anderen Branchen erfolgreich umgesetzt hat. BMW setzt beispielsweise diese Software ein, um dem Fahrer das Diktieren von Mails und SMS während der Fahrt zu ermöglichen.
Die vom iPhone bekannte Siri-ähnliche Sprachsteuerung kann Sprachbefehle des Nutzers verstehen und umsetzen. Grundsätzlich sind nahezu alle Banktransaktionen wie Adressänderungen, Konto- und Umsatzabfragen oder die Weiterleitung an einen persönlichen Berater möglich. One-Touch-Apps entwickeln sich weiter zu sprachgesteuerten, smarten Apps. Apps werden über ihre Ursprungsgeräte dem Handy hinauswachsen und „die Welt bevölkern“.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis eine Autobank Voice Banking im Auto anbietet. Es ist anzunehmen, dass sprachgesteuerte Apps eine Art ästhetisches Grundraster für alle zukünftigen digitalen Nutzungen aller Art bilden werden. Der Geldautomat, der Kontoauszugsdrucker oder die Türöffnung des SB-Bereichs werden ohne zusätzliche Karte oder zusätzliche Legitimation, nur mit der persönlichen Stimme bedient.

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