HR und Leadership

Führung: Ein Thema, zwei Fokusse – lässt sich daraus eine Meinung bilden?

23. September 2013

Was passiert, wenn zwei Personen aus dem gleichen Arbeitsumfeld, an derselben Veranstaltung über ein und dasselbe Thema – nämlich Führung - aus kontroversen Perspektiven referieren und keine Ahnung haben, was der andere sagen wird?

Als kleinen Vorgeschmack auf den VSKP-Event: Hand auf’s Herz: Was taugen Führungsgrundsätze wirklich? vom 23. Oktober 2013 haben Beatrice Lorenzoni und ich Ihnen zwei Kurz-Statements vorbereitet. Starten wir mit einem Thema, das mir unter den Nägeln brennt:

„Es gibt eine Kompetenz, die ich in Stellenanzeigen und „Job-Descriptions“ für Führungspositionen häufig lese, aber für irrelevant halte. Wissen Sie welche? Die viel gepriesene Sozialkompetenz! Ein Modewort, mit unscharfer Definition einerseits und andererseits für Führungskräfte auf höherem Level eine sekundäre Kompetenz. Ich bin davon überzeugt: die erfolgreichen Top-Manager unserer Zeit zeichnen sich nicht durch Sozialkompetenz aus! Im Gegenteil, ich glaube, einige Führungskräfte scheitern, weil sie gerade die eigene Sozialkompetenz davon abhält, den nächsten (Karriere-)Schritt zu machen. Folglich kann eine zu hohe Sozialkompetenz Ihrer Karriere schaden!“

Beatrice Lorenzoni, Marketing & Events bei Lee Hecht Harrison und mir direkt unterstellt, sagt: „Führungstechnisch trat mich ein Pferd – bildlich und wörtlich! - Gibt es Parallelen zwischen Mensch und Tier? Vielleicht. Mit Sicherheit habe ich als Mensch – egal ob ranghoch (als Pferde-Trainerin) oder rangtief (als Mitarbeiterin) – für mich einige Erkenntnisse gewonnen. Mir wurde zum Beispiel bewusst wie irrelevant in der Führung Worte sind. Damit will ich nicht sagen, dass der Chef Mitarbeitende nicht bestmöglich informieren soll, denn Informationen bilden ja zwingend das Fundament der Zusammenarbeit. Doch ich möchte nicht das Teilen der (Informations-)Macht mit Führung verwechseln. Führen ist nicht reden, Führung basiert auf dem Sein gekoppelt mit Begreifen und zeigt sich im Tun. Und darin liegt die grosse Schwierigkeit: Handlungen können nicht schön geredet werden – Tricks werden durchschaut! Das ist wohl der wahre Grund, warum in der Führungsetage so viel palavert wird. Oder gilt dieser Grundsatz bloss für dumme Pferde?“

Ob wir uns wirklich einig werden? Die Antwort erhalten Sie am 23. Oktober von uns. Wir freuen uns auf spannende Diskussionen mit Ihnen.

Co-Autorin

Beatrice Lorenzoni Drevenstedt arbeitet seit 2007 für Lee Hecht Harrison; nach einer Einführung im Sales und ein paar Jahren in der Beratung übernahm sie Ende 2011 die Verantwortung fürs Marketing der Firma in der Schweiz. Sie studierte an der HWV in Basel und bildet sich seither in diversen Bereichen, wie z. B. HRM (Eidg. dipl. HR-Fachfrau), Marketing und Kommunikation stetig weiter.

 

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