HR und Leadership

5 Sommertipps für Personalentwicklende

05. August 2013

Schätzen auch Sie das befreiende Gefühl, das die meetingarme Agenda und die überschaubare Inbox während der Sommerpause mit sich bringt? Nutzen Sie dieses Gefühl, um jetzt Ihrer Rolle als Personalentwicklende noch mehr gerecht zu werden. Hier finden Sie einige Ideen, wie Sie die stressbefreite Sommerferienzeit sinnvoll nutzen können. Dabei entwickeln Sie sich selber weiter.

Sommertipp 1: Denken Sie an sich selber.

Wer sich das ganze Jahr zur Verfügung stellt, zurück nimmt und mit viel Herzblut Personalentwicklung voranbringt, darf freiere Stunden mit gutem Gewissen auch für die eigene Regeneration und Entwicklung nutzen.

Richten Sie für sich selbst Mini-Retreats ein. Beispiele: Verbringen Sie einen Nachmittag am See, und schreiben Sie Ihre Ideen und konkreten Vorhaben auf. Oder fahren Sie mit einem Berufskollegen spontan in die Berge und essen Sie mit Aussicht auf Gipfel und Wälder gemeinsam über Mittag. Auf dem Weg hin und zurück tauschen Sie sich fachlich aus, geben sich Feedback, entwickeln zusammen Ideen und bestärken sich in ihrer gemeinsamen Aufgabe.

Nun ganz konkret: Wann nehmen Sie sich Zeit für sich?

Sommertipp 2: Schaffen Sie Ballast weg.

Wenn es heiss ist im Office am Nachmittag und die Konzentration nachlässt, fahren Sie den Computer runter. Nun heisst es ran an den Ballast! Öffnen Sie Schubladen und Schränke ihres Büros. Trennen Sie sich von Stapeln von Unterlagen. So geht das: In die Tischmitte setzen Sie den triagierenden Stapel. Auf einen neuen Stapel links legen Sie alles, was Sie während dem Sommerloch verwenden möchten. Rechts entsteht ein Stapel zum Archivieren. Unter dem Tisch steht eine Box, in die kommt alles was vernichtet werden kann. Wer unsicher ist, was noch gebraucht wird, kann den Trick mit der Bananenbox ausprobieren. In maximal einer Stunde ist die Triage vollzogen. Alles auf dem linken Stapel wird terminiert, alles auf dem rechten kommt ins Archiv – direkt, oder via eine Archivbox, deren Bearbeitung Sie terminieren. Geniessen Sie danach das aufgeräumte Gefühl, das Raum für neue Ideen schafft. Zur Feier des Tages gönnen Sie sich nach vollzogener Ballast-Triage einen frühen Feierabend.

Nun ganz konkret: Welche Stapel nehmen Sie sich zuerst vor?

Sommertipp 3: Nutzen Sie anwesende Stakeholders

Auch die nicht verreisten KollegInnen, KundInnen und Führungskräfte haben weniger auf dem Ticker als sonst während dem Jahr. Schreiben Sie 5 Namen von Stakeholdern auf, mit denen Sie sich austauschen möchten. Versuchen Sie Gesprächstermine beim Kaffee, über Mittag oder in einer Randstunde festzulegen. Finden Sie einen schönen Arbeitstitel für diese Treffen, und freuen Sie sich auch wirklich auf diese Austauschgelegenheiten.

Nun ganz konkret: Mit wem vereinbaren Sie gleich jetzt einen ersten Termin?

Sommertipp 4: Pflegen Sie den Austausch über Firmengrenzen hinweg.

Nehmen Sie sich Zeit, bestehende Fachnetzwerke zu pflegen oder zu etablieren. Sind Sie bereits Mitglied in einem Personalentwickler-Verband? Welche Plattformen finden Sie im Internet? Oder welche BerufskollegInnen in anderen Firmen könnten Sie zu einem kleinen Round Table treffen, um mal zu erfahren, wie andere ihre Alltags-Herausforder-ungen anpacken?

Nun ganz konkret: Welche Frage möchten Sie mit einer BerufskollegIn bald klären?

Sommertipp 5: Schärfen Sie Ihre Säge, bilden Sie sich weiter.

Sicher gibt es immer wieder Weiterbildungsthemen, die Sie ansprechen. Doch welche Weiterbildung ist für Sie im Moment sinnvoll? Vielleicht haben Sie Lust auf eine Führungsausbildung. Oder Sie möchten mehr über Coaching erfahren durch eine eigene Coachingausbildung. Welches Personalentwicklungsthema ist Ihnen kürzlich begegnet, und Sie möchten mehr darüber erfahren?

Die Weiterbildungslandschaft ist sehr heterogen und es ist anspruchsvoll, die richtige Massnahme festzulegen. Besonders wenn es um die eigene Weiterbildung geht, kann die Vielfalt der Angebote nebulös wirken. Hier sind Beispiele als Denkanstösse für Klarheit in diesem Nebel: Lesen Sie ein Fachbuch, das Sie interessiert gekauft, aber bisher noch nicht bearbeitet haben. Legen Sie Ihre Weiterbildungsziele fest – schriftlich. Holen Sie bei BerufskollegInnen Ideen und Referenzen ein.

Nun ganz konkret: Was ist Ihr nächster Schritt in der Weiterbildungslandschaft?

Welcher dieser Sommertipps hat Sie angesprochen? Sicher haben Sie selber weitere Tipps für BerufskollegInnen, die Sie hier im Blog als Kommentar mitteilen mögen. Wir freuen uns auf Ihren Beitrag.

Und nun ganz konkret: Schauen Sie nochmals auf ihre Agenda, die hoffentlich weniger voll ist als sonst im Jahr. Wann packen Sie welchen der Tipps an?

Dieser Text ist auch auf mindmove.ch erschienen.

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