Accounting und Controlling

Der richtige Weg durch die Bildungslandschaft

25. Juni 2013

Das Berufsbild des Buchhalters oder der Buchhalterin hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Keiner denkt heute noch an die Erbsenzähler mit den Ärmelschonern. Die mit der Buchführung betraute Abteilung ist das Herzstück des Rechnungswesens. Und da leistet der Buchhalter oder die Buchhalterin neben der klassischen Funktion des Ordnens einen wichtigen Beitrag zur Steuerung und Lenkung des Unternehmens. Die Zahlen aus der Buchhaltungsabteilung sind in einem komplexen Umfeld Voraussetzung für vielfältige Planungsaktivitäten und Entscheidungen des Managements. Die Erschliessung neuer Tätigkeitsfelder im Rechnungswesen ist für Buchhalterinnen und Buchhalter somit der logische Schritt in der Karriere – mit einer entsprechenden Aus- und Weiterbildung notabene.

Das schweizerische Bildungssystem hat mit der Vielzahl von Weiterbildungsmöglichkeiten europaweit eine gewisse Einzigartigkeit. In Angleichung an das Bildungsangebot des benachbarten europäischen Auslands erfolgte in der Schweiz die Schaffung der Fachhochschulen, was für Talente jeglicher Art viele neue Möglichkeiten in der beruflichen Zukunftsgestaltung bietet. Ein paar Zahlen: Im Jahr 2000 erwarben rund 10 bis 12 Prozent der Bevölkerung einen Hochschulabschluss, im Jahr 2011 waren es bereits rund 28 Prozent. Die Szenarien des Bundesamtes für Statistik gehen davon aus, dass im Jahr 2020 bereits mehr als ein Drittel der Bevölkerung über einen Hochschulabschluss verfügen wird. Aufgrund der Durchlässigkeit des  schweizerischen Bildungssystems – letztlich von gesamtgesellschaftlichem Interesse - eröffnen sich zudem für Lernwillige weitere Optionen.

Das Angebot ermöglicht eine Weiterbildung nach individuellen Bedürfnissen. Früher waren die Ausbildungswege begrenzt. Oft beschritt man den Karriereweg in einer einzigen Firma. Die Globalisierung oder Innovationsschübe etwa führten zu höherer Dynamik im Wirtschaftsleben, so dass sich die Grundbedingungen im Berufsleben stark verändert haben. Neue Bedürfnisse von Konsumentinnen und Konsumenten bescheren Branchen hohes Wachstum, andere Wirtschaftszweige dagegen haben im Gefolge veränderter Konsumgewohnheiten eher schlechtere Zukunftschancen. Die Dynamik erfordert von den Arbeitstätigen, dass sie sich ständig den neuen Gegebenheiten anpassen. Sind heute Spezialisten gesucht, könnten morgen schon wieder Generalistinnen im Vorteil sein. Das komplexere Umfeld führt zudem dazu, dass die Halbwertszeit von Wissen in den letzten Jahrzehnten kürzer geworden ist. Diese veränderten Voraussetzungen sind für das gesamte Erwerbsleben gegeben, was insbesondere bei der Aus- und Weiterbildung an alle neue Anforderungen stellt. Die Stichworte dazu: Lebenslange Neugier. Wollen wir in einer Arbeitsgemeinschaft funktionieren, sollten wir unsere Fähigkeiten ständig auf dem aktuellsten Stand halten, allenfalls sogar erweitern. Wie dies geschieht, spielt keine Rolle. Praktisch on the job oder theoretisch während einer Ausbildung. Am besten geschieht dies auf beide Arten, wobei es abzuschätzen gilt, was die eigenen Bedürfnisse sind und wie sich diese ideal erfüllen lassen.

Aufgrund der vielfältigen Ansprüche in den Unternehmen, stellen sich deshalb heutzutage viele ihr eigenes Bildungsportfolio zusammen. Dies ermöglicht einerseits ein bedarfsgerechtes Angebot der eigenen Fähigkeiten auf dem Arbeitsmarkt, andererseits auch eine gewisse Flexibilität, sich Tätigkeiten zu widmen, die den eigenen Wünschen und Neigungen entsprechen. Doch mit den vielfältigeren Möglichkeiten in der Aus- und Weiterbildung sind auch die persönlichen Ansprüche an die Zukunftsgestaltung stark gestiegen. Wenn immer mehr Menschen ein bestimmtes Bildungsniveau erreichen, erhält das eigene, selbst definierte ‚Profil‘ einen entsprechend höheren Stellenwert. Doch Wissen kann noch mehr sein. Es ist Spass an der eigenen Zukunftsgestaltung – mit gesellschaftlicher Nachhaltigkeit wohlgemerkt.

Für die eigene berufliche Zukunft stellen sich im Umfeld der Aus- und Weiterbildung diverse Fragen: Wie soll man bei all diesen Möglichkeiten in der Aus- und Weiterbildung den Überblick behalten? Welcher Weg ist der richtige? Wie soll ich mich in diesem Dschungel von Zertifikaten und Diplomen zurecht finden? Welche Grundlagen sind für die Entscheidung wichtig? Heisst Berufsbildung zukünftig zwingend Hochschulbildung? Was unterscheidet die Bereiche Berufs- und Hochschulbildung und was taugen die einzelnen Abschlüsse? Welche Kompetenzen stehen für mich persönlich im Vordergrund? Wie viel Zeit will ich in die Weiterbildung investieren? Wo sehe ich weitere Entwicklungsmöglichkeiten und was eröffnet mir später welche Art von Chancen? Vor dem Hintergrund der Selbstverwirklichung gibt es auf diese Fragen nur Antworten, die jeder und jede für sich finden muss. Sich Wissen aneignen bedeutet, Neues entdecken, in der Weiterbildung den richtigen Weg finden. Lernen. Ein Leben lang. Verschaffen Sie sich den Überblick über die verschiedenen  Möglichkeiten im Bereich der Weiterbildung. Es lohnt sich im wahrsten Sinne des Worts - insbesondere für Buchhalterinnen und Buchhalter mit einem Fachausweis.

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