Accounting und Controlling

Schlaglicht aufs Rechnungslegungsrecht: Vergleich von alter und neuer Struktur

27. Mai 2013

Seit dem 1.1.2013 ist das neue Rechnungslegungsrecht (nRLR) (auch: neues Rechnungslegungsgesetz nRLG) in Kraft. Es gilt eine zweijährige Übergangsfrist für Einzelabschlüsse (bis 1.1.2015) und eine dreijährige für Konzernabschlüsse (bis 1.1.2016). Welche Änderungen ergeben sich?
In diesem Schlaglicht geht es um eine Kurzinformation zu Änderungen bei der Struktur der Vorschriften.
Im Obligationenrecht (OR) war das bisherige Rechnungslegungsrecht in zwei Bereiche gegliedert:

  • Allgemeine Bestimmungen: alt OR 957 ff.
  • Aktienrechtliche Bestimmungen: alt OR 662 ff.

Insgesamt umfasste das bisherige Rechnungslegungsrecht 25 OR-Artikel (6 allgemeine und 19 aktienrechtliche).
Das neue Rechnungslegungsrecht ist rechtformunabhängig und präsentiert sich in fünf Abschnitten am Platz der früheren allgemeinen Bestimmungen (OR-Artikelnummern 957 ff.) wie folgt:

Das neue Rechnungslegungsrecht umfasst 29 OR-Artikel.
Von den aktienrechtlichen Bestimmungen im Bereich OR-Artikelnummern 662 bis 670 bleiben mit geänderten Randtitel weiterhin gültig: OR 663b bis, OR 663c (beide zu zusätzlichen Angaben im Geschäftsbericht von Gesellschaften mit kotierten Aktien) und OR 670 (Aufwertungen). Ebenso behalten die anschliessenden Vorschriften zur Reservebildung (OR 671, OR 671a und 671b) ihre Gültigkeit.
Sowohl unter dem bisherigen als auch unter dem neuen Rechnungslegungsrecht des OR bleiben spezialrechtliche Bestimmungen zur Rechnungslegung vorbehalten, z.B. für Banken und Versicherungen. In diesen spezialrechtlichen Bestimmungen wurden notwendige Anpassungen im Hinblick auf das neue Rechnungslegungsrecht des OR vorgenommen und ebenfalls auf den 1.1.2013 in Kraft gesetzt.
Die folgende Abbildung stellt die Struktur des neuen und des bisherigen Rechnungslegungsrechts gegenüber (Artikel und Randtitel):

Bildquelle: Das neue Rechnungslegungsrecht: Übersicht und ausgewählte Schwerpunkte.

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