Accounting und Controlling

Ist Karriere planbar oder doch alles nur Zufall? Teil 1/2

24. April 2013

Ratgeber für erfolgreiche Karriereplanung gibt es unzählige. Internetdienste bieten Unterstützung für die optimale Laufbahn an. An Hilfen und Tipps zur idealen Karrieregestaltung mangelt es nicht. Wie kommt es also, dass im Coaching von Führungskräften und engagierten Berufsleuten immer wieder Aussagen wie diese vorkommen?

  • „Eigentlich hatte ich beruflich ganz andere Pläne, doch dann bot sich mir die Chance …“.
  • „Kaum habe ich an meiner neuen Stelle begonnen, wurde unsere Abteilung mit einer anderen fusioniert.“
  •  „Lange habe ich nach einer Stelle als Marketingleiter gesucht, dann hat mir eine Kollegin dieses Stelleninserat weitergeleitet – und jetzt bin ich hier gelandet.“

Die Aussagen könnten nach Belieben weitergeführt werden. Ihnen gemeinsam ist der Wunsch, sich Ziele zu setzen und die eigenen beruflichen Schritte zu planen. Zum Ausdruck kommt aber auch die Tatsache, dass aller Planung zum Trotz Zufälle und Unvorhergesehenes die eigene Karriere mitbestimmen.

Bei einer Umfrage von LinkedIn haben in der DACH-Region rund 1‘400 Menschen teilgenommen (LinkedIn.com, publiziert am 12.4.2012). 68% der Antwortenden sind der Meinung, dass Karriere nicht planbar sei.

Bedeutet das, Karriere ist nicht planbar? Soll man die eigene Karriere also ganz dem Zufall überlassen? Ich plädiere dafür, beides zu tun! Damit wir Zufälle für unsere Karriere nutzen können, braucht es Planung!

4 Schritte, die sich in der Karriereplanung bewährt haben

Werden die 4 Schritte berücksichtigt, ist sichergestellt, dass

  • vergangene Erfahrungen einbezogen
  • aktuelles Wissen gewichtet
  • Interessen gebündelt
  • passende Entwicklungsfelder definiert
  • notwendige Schritte benannt werden.

In der Evaluation dieser 4 Schritte steckt einiges an Arbeit und lange nicht alles, was aufgedeckt wird, ist erfreulich. Am Ende einer SWOT-Analyse steht vielleicht nicht das Erhoffte auf dem Papier. Und doch oder gerade deshalb ist die vertiefte Auseinandersetzung mit diesen 4 Schritte wichtig, denn sie

  • hilft Klarheit über die eigenen Möglichkeiten zu schaffen
  • liefert Argumente für die nächste Herausforderung
  • zeigt auf, wo der eigene berufliche Weg hingehen könnte und
  • welche Defizite dazu noch behoben werden sollten.

Themen und Inhalte der vier Schritte für die Karriereplanung

Ideal ist es, wenn sich Berufstätige mit diesen vier Schritten regelmässig auseinander setzten. Unsere Empfehlung ist, sich mindestens einmal jährlich mit diesem Thema

zu befassen und die eigenen Überlegungen schriftlich festzuhalten. Dieses Vorgehen erhöht die Verbindlichkeit sich selber gegenüber und macht die angestrebten Veränderungen sowie späteren Entscheidungsgrundlagen nachvollziehbarer.

So vorbereitet kann der Zufall jederzeit anklopfen. Wie sich die Karriere mit dem Zufall gestalten lässt, erfahren Sie in Teil 2.

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