HR und Leadership

Subcontractor – Haben Sie Ihre externen Mitarbeiter „im Griff“?

06. März 2013

Seit dem 1. Januar 2013 ist das Bundesgesetz über die Anpassung der flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit in Kraft. Darin sind auch Änderungen betreffend Entsendegesetz enthalten. Der Hauptauftraggeber (General-, Totalunternehmer, usw.) soll dabei in die Verantwortung in Bezug auf die Einhaltung der gesetzlichen Arbeitsbedingungen, insbesondere der Lohnbedingungen genommen werden.

Grundsätzlich war das schon immer so. Es ist aber mit verschärften Kontrollen/Überprüfungen der Ämter zu rechnen.

Inwiefern kann dies für Sie relevant sein?

Viele Unternehmen beschäftigen heute in der einen oder anderen Form externe Mitarbeiter aus dem Ausland. Entweder via ein kontraktiertes Unternehmen (Verleihbetrieb, Subunternehmer), oder die externen Mitarbeiter sind Selbständigerwerbende mit eigener Firma im Ausland.

Ihr Unternehmen kann relativ rasch als faktischer Arbeitgeber dieser externen Mitarbeiter definiert werden. Dann haften Sie bzw. Ihr Unternehmen für die Einhaltung der Lohn- und Arbeitsbedingungen dieser sogenannten „Subcontractor“. Wird der branchenübliche Lohn nicht eingehalten oder ist z.B. die Arbeitsbewilligung nicht korrekt abgewickelt worden, kann das zu hohen Nachzahlungen oder Bussen führen und auch zu hohem administrativen Aufwand.

Was können Sie unternehmen?

Prüfen Sie die Verleih-/Vertragsverhältnisse, die Ihr Unternehmen mit externen, ausländischen Partnern eingegangen ist, sehr genau - unabhängig davon, ob es sich beim eingesetzten Personal um EU-Bürger oder Drittstaatsangehörige handelt.

Sie können beispielsweise eine interne Fach- und Kontrollstelle bilden, die sich der Thematik annimmt und die bestehenden Rahmenverträge, Arbeitsbewilligungen und Status der externen Mitarbeiter prüft. Allenfalls kann eine externe Fachstelle Anfragen für Sie vornehmen und als erste Instanz für Auskünfte dienen sowie auch allfällige Kontrollen der Behörde für Sie abwickeln.

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