HR und Leadership

Ist Karriere planbar oder doch alles nur Zufall? Teil 2/2

18. Februar 2013

Im ersten Teil wurde ein Modell vorgestellt, mit welchen Schritten sich eine Karriere planen lässt, um für den Zufall gerüstet zu sein. Im zweiten Teil liegt der Fokus auf dem richtigen Umgang mit diesen Zufällen.

Zufälle & Co.

Äussere Einflüsse, wirtschaftliche Entwicklungen, unternehmerische Anpassungen und persönliche Veränderungen tragen dazu bei; plötzlich ergeben sich Gelegenheiten, an die vorher gar nicht zu denken war. Diese sogenannten Zufälle begegnen uns in verschiedenen Formen:

  • der Vorgesetzte schlägt uns eine Weiterbildung vor, an die wir selber nicht gedacht haben.
  • ein Kollege, der von einer interessanten Stelle gehört hat, meldet sich bei uns.
  • wir werden angefragt, die Stelle eines austretenden Mitarbeitenden zu über-nehmen.
  •  in einem Weiterbildungskurs lernen wir jemanden kennen, der genau in dem Bereich tätig ist, der uns schon lange interessiert.

Diese Beispiele für Zufälle liessen sich unendlich lange fortsetzen.

Den Zufall „nutzen“

Doch aufgepasst: nicht alle diese Gelegenheiten und Angebote sind passende Chancen. Würden wir auf jedes dieser Angebote eingehen, käme unsere Karriere möglicherweise wie ein Slalom daher.
Damit Sie wissen, bei welchen dieser Gelegenheiten Sie zugreifen wollen, müssen Sie vorbereitet sein. Nur wenn Sie selber bereit sind und Ihre Planung gemacht haben, können Sie den Zufall für sich und Ihre Karriere „nutzen“. Sie gehen dem Zufall praktisch entgegen, weil Sie dank der Planung die ungefähre Richtung kennen, in die Sie gehen wollen. Die folgenden 5 Tipps helfen Ihnen dabei:

  1. Sie kennen die für Sie richtigen und passenden Aufgaben und Tätigkeiten.
  2. Sie verfolgen Ihre Ziele, handeln fokussiert und bleiben offen für Neues.
  3. Sie verhalten sich in den von Ihnen gewählten Bereichen flexibel.
  4. Sie erkennen die für sich passenden Gelegenheiten.
  5. Sie packen die sich Ihnen bietenden passenden Chancen.

Hinweis: Sie gehen übrigens das Risiko ein mit diesem Vorgehen Erfolg zu haben.
Steve Jobs hat seinen Umgang mit Karriere, Planung und Zufällen im Jahre 2005 in seinem berühmten Standford Commencement Speech wunderbar beschrieben. Im Speziellen hebt er hervor, dass mit der Rückschau auf die eigene Karriere, die wichtigen Aspekte zusammengefasst und erkannt werden können. Jobs nennt das „connecting the dots“. Mit dem Blick auf das Heute werden diejenigen Aufgaben festgehalten, die einem Freude bereiten, bei Jobs ist das „love what you do“. Um die passenden Gelegenheiten zu erkennen, die einen weiterbringen, schlägt Jobs folgendes vor: „keep looking and don’t settle“. Hören Sie sich Jobs‘ Rede an und lassen Sie sich überraschen, welche Verbindungen zu Ihrer Karriere Ihnen auffallen. Viel Spass und spannende Erkenntnisse!

Falls Sie das Video nicht sehen können, klicken Sie hier.

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