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Kreislaufschliessung und Öko-Effizienz

18. Juli 2012

Vergleicht man die Kosten und den Nutzen verschiedener Entsorgungswege so sind neben den direkten auch die indirekten Kosten bzw. die Nutzen zu berücksichtigen. Das Werkzeug Öko-Effizienz Recycling kann hier wichtige Entscheidungsgrundlagen für eine nachhaltige Verwertung liefern. Das Recycling spart die aufwändige Gewinnung von Primär-Rohstoffen. Im Zeitalter knapper werdender Rohstoffe steigt der Nutzen des Recyclings und damit der Wettbewerbsvorteil einer Kreislaufwirtschaft.

Swiss Recycling fördert als Dachorganisation die Interessen aller in der Separatsammlung tätigen Recycling-Organisationen in der Schweiz und sensibilisiert sowie informiert sämtliche Anspruchsgruppen.

In der Abfallhierarchie geht es um eine Priorisierung im Umgang mit Abfällen. Die grundsätzliche Reihenfolge ist: Vermeidung – Recycling – Beseitigung. Oft wird die Abfallhierarchie in 5 Stufen dargestellt:

  1. Vermeidung
  2. Wiederverwendung
  3. Recycling (stofflich)
  4. Verwertung (energetisch, thermisch)
  5. Beseitigung

Der Nutzen von Recycling ist unbestritten: Recycling reduziert die Abfallmenge und den CO2-Ausstoss, schont Ressourcen, spart Energie und trägt dazu bei, dass Rohstoffe in der Schweiz bleiben. Schlüssel für ein sinnvolles Recycling ist die Separatsammlung. Der Inputstrom in eine Recyclinganlage hat gewisse Kriterien z.B. hinsichtlich Verschmutzung und Mengen zu erfüllen.

Ein effizienterer Umgang mit natürlichen Ressourcen und Rohstoffen stellt den Schlüssel zu einer nachhaltigen und langfristig wettbewerbsfähigen Wirtschaft dar. Die Menschheit verbraucht heute deutlich mehr Ressourcen, als die Erde langfristig zur Verfügung stellen kann.

Abfälle sollen auf eine effiziente Art wieder in den Produktionsprozess eingeschleust werden (Kreislaufwirtschaft). Recycling und damit der Gebrauch von Sekundär-Rohstoffen ist ein wirksamer Weg, den Abbau von Primär-Rohstoffen zu drosseln. Zudem bleiben die Rohstoffe in der Schweiz, was wiederum unsere diesbezügliche Abhängigkeit gegenüber Drittstaaten reduziert.

Im Bereich Abfallwirtschaft und Recycling werden laufend neue, noch bessere Sortier- und Recycling-Technologien entwickelt. So können vermehrt Stoffkreisläufe geschlossen werden. Wird etwas weggeworfen oder abgerissen, soll es möglichst in seine Bestandteile zerlegt werden, damit wieder etwas Neues entstehen kann. Der Abbau von Primärrohstoffen wird so zunehmend durch das „Urban Mining“ ersetzt –die Gewinnung von Sekundär-Rohstoffen aus Siedlungsgebieten.

Die Öko-Effizienz im Recycling ist der Quotient aus dem ökologischen Nutzen und den ökonomischen Kosten. Das heisst, um einen Umweltnutzen zu erreichen wird nicht nur der ökologische Nutzen isoliert betrachtet, sondern auch die ökonomischen Kosten.

Durch die richtig gesetzte Systemgrenze, wird die Herstellung der Rohstoffe bzw. die Substitution von Neumaterial durch Recyclingmaterial miteinbezogen. Das heisst, wird ein Produkt nicht stoffliche rezykliert, müssen für ein neues Produkt wiederum Primär-Rohstoffe abgebaut werden.

Auch beim Recycling soll gelten: Nicht um jeden Preis, da auch Recycling mit Kosten verbunden ist. Den Nutzen ins Verhältnis zu den Kosten zu setzen, macht Sinn und liefert eine ganzheitliche Sicht.

Mit dem Werkzeug Öko-Effizienz können verschiedene Verwertungsoptionen ganzheitlich betrachtet und verglichen werden. Mehr Informationen zu diesem Thema gibt es unter Swissrecycling.ch.

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Nachhaltigkeit ist ein ganzheitlicher Ansatz. Möchten Sie mehr darüber erfahren? Dann informieren Sie sich über den Studiengang Expertin/Experte in nachhaltigem Management NDS HF.

Übrigens: Der Studiengang wurde von der Schweizerischen UNESCO-Kommission als Aktivität der UNO-Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung anerkannt.

Falls Sie die Broschüre nicht lesen können, klicken Sie hier.

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