Accounting und Controlling

Was Sie sich zum Thema Cloud Computing vielleicht auch schon gefragt haben

29. Juli 2011

Cloud Computing ist zurzeit in vielen Firmen, welche über eine neue IT-Struktur nachdenken, Diskussionsthema Nummer eins. Auch für die Buchhaltung hat die neue Entwicklung in der IT-Branche Auswirkungen. So lassen sich beispielsweise Angebote via iPhone versenden, gescannte Dokumente und Belege von jedem Standort aus abgerufen oder externe Partner (z.B. ein Steuerberater)  zur Vorbereitung des Jahresabschlusses auf einfache Weise zuschalten.

Cloud Computing bietet viele Vorteile (In der Wolke muss die Freiheit wohl grenzenlos sein), dennoch sollte man prüfen, ob der Wechsel in die Wolke auch wirklich Kosten spart und den Nutzen erhöhen kann.

Unten aufgelistet finden Sie 6 Fragen und Antworten, welche man sich zu Beginn stellen kann.

1. Für wen lohnt sich Cloud Computing nicht?

Bei spezialisierten Firmen, die ein Rechenzentrum professionell betreiben oder im Hobbybereich, wo ein Ausfall keine grösseren Kosten verursacht, können weiterhin eigene Computer (Server) in Betrieb sein.

2. Muss ich wissen, ob mein Rechenzentrum für mich ein eigener Server, ein virtueller Computer oder Cloud Computing betreibt?

Technisch gesehen muss mich dies nicht interessieren. Von den Kosten her kann es jedoch grössere Unterschiede geben.

3. Die Lizenzkosten sind für mich zu hoch. Wie kann ich sparen?

Die günstigste Lösung ist die Nutzung von freier Software (keine Lizenzkosten). Dazu gehören z.B. das Betriebssystem Linux, die Office Programme wie Open Office und viele mehr. Viele Rechenzentren betreiben ihre Computer mit dem Betriebssystem Linux. Das Windows-Betriebssystem wird langsam auch auf der Benutzerseite (Client) durch Linux verdrängt.

4. Wie kann ich neben den Lizenzkosten weiter Kosten sparen im Betrieb/Support?

Sie können das kostengünstigste Angebot verwenden. In den Verträgen (Service Level Agreements = SLA) sind dann meist längere Ausfallzeiten erlaubt,. Der Support ist nur während der normalen Arbeitszeit gewährleistet und eingeschränkt benutzbar.

5. Der Lebensnerv unseres Unternehmens hängt von der Verfügbarkeit des Computers ab und muss 24 Stunden ohne Unterbruch laufen. Was gibt es für Möglichkeiten?

Im Gegensatz zu den kostengünstigsten Angeboten braucht man zusätzliche Ausfallsicherheiten. Dies wird mit redundanten Systemen erreicht, die bei einem Ausfall sofort weiterfahren. Dennoch sind sehr kurze Ausfallzeiten (noch) nicht zu umgehen z.B. für die Installation neuer Software und die Aufschaltung. In den Verträgen (SLA’s) werden die Ausfallzeiten definiert. Cloud Computing hilft ebenfalls mit, Ausfälle zu überbrücken.

6.  Darf ich als Schweizer Bank meine Daten im Cloud speichern, ohne zu wissen, wo sich diese befinden?

Die Gesetze schränken das Speichern von Bankdaten ausserhalb der Schweiz stark ein.

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