Aktuelle Posts von Ulrich Welzel

Ältere Kunden bringen Banken viel, werden aber oft abgeschreckt – Teil 3/3

Ältere Kunden können die Kommunikationsmittel der Bank häufig ganz einfach nicht mehr lesen. Kleine Schriften, falsche Farben passen nicht mehr zu ihren Fähigkeiten. Einige Beispiele dafür habe ich in einem weiteren Blogpost geschildert. Banken könnten das einfach ändern. Viele Branchen zeigen wie es anders geht. Lebensmittelläden bieten Einkaufswagen mit integrierter Lupe an In Gemeinden liegen sehr gut lesbare Publikationen mit 12 Pixel in ser

Ältere Kunden bringen Banken viel, werden aber oft abgeschreckt – Teil 2/3

Ältere Kunden sind für Banken wertvoll. Sie lassen sich aber nicht einfach unter „50Plus“ subsummieren. Wie ich in meinem ersten Post zu diesem Thema gezeigt habe, ist eine sorgfältigere Herangehensweise an diese ertragreiche Kundengruppe angebracht. Im einzelnen können Banken schon bei ihrem Auftritt vieles wesentlich passender gestalten. Schriftliche Kommunikation sollte auch auf Lesbarkeit achten Sehr viele Banken verärgern ihre Bestandskunden schon beim

Ältere Kunden bringen Banken viel, werden aber oft abgeschreckt – Teil 1/3

Dass die Gesellschaft altert und der Jugendwahn Geschichte ist, ist hinlänglich bekannt. Das Bundesamt für Statistik (BFS) schreibt schon 2009 über die Zunahme der Lebenserwartung, die eine beschleunigte Alterung der Bevölkerung zur Folge hat. Somit wächst die Zahl der im Ruhestand befindlichen Personen rapide an. Diese Zielgruppe ist für Banken hoch interessant, weil sie bis zu 40 Prozent der Gesamtkundschaft ausmacht, sehr vermögend ist und mit ihr bis zu 80

Bankkundenberatung und Demenz – Wer wann worauf achten sollte - Teil 3/3

Wenn Bankkunden an Demenz erkrankt sind, folgen rechtliche Fragen oft auf dem Fusse. Im ersten und zweiten Teil meines Blogposts erfahren Sie mehr zu den Problemen die solche Kunden verursachen und woran man diese Krankheit erkennen kann. Im folgenden lesen Sie mehr über das richtige Verhalten den Betroffenen gegenüber. Verständnis des Kunden prüfen Berater sollten in Gesprächen für ausreichend Helligkeit sorgen und andere Störquellen wie Außengeräusche beseitigen. In der Beratung ist zu prüfen,

Bankkundenberatung und Demenz – Wer wann worauf achten sollte - Teil 2/3

Demenzkranke Bankkunden stellen Banken rasch vor eine Reihe von Fragen. Das fängt mit der Haftung an und reicht bis zum richtigen Umgang mit solchen Kunden oder deren Früherkennung. Genaueres dazu lesen Sie im ersten Teil dieses Beitrages, den Sie hier finden. Einfache Zeichen deuten auf mögliche Demenzerkrankung hin Erste Anzeichen für eine mögliche demenzielle Erkrankung können sich im Nachlassen der Gedächtnisleistung (Kurzzeitgedächtnis) bemerkbar machen. Termine werden vergessen, eben Gehör

Bankkundenberatung und Demenz – Wer wann worauf achten sollte - Teil 1/3

Schon der Erstbesuch bei der sehr vermögenden alten Dame (82) hätte Private Banking-Berater Urs M. warnen müssen: Die Wohnung war in einem sehr ungepflegten Zustand. Bei der immer gut gekleideten alten Dame veränderte sich in den nächsten Monaten das äussere Erscheinungsbild sehr zu ihrem Nachteil. Sie wurde immer nachlässiger bei ihrer Kleidung und Körperpflege. Dann bezichtigte sie ihre einzige Verwandte, 5.000 Franken gestohlen zu haben. Das Geld tauchte aber drei Wochen später in der Wohnung

Kundenbindung über den Tod hinaus

„Ich weiß oft nicht was ich sagen soll, wenn ich mit sterbenskranken oder trauerden Kunden zusammen komme.“ Dieser Satz ist für ansonsten sehr redegewandte Privatkundenbetreuer typisch. Die Konsequenzen sind es auch. „Gerade waren Angehörige bei mir, die sich bitterlich über die Bank beschwert haben, bei der sie seit 50 Jahren Kunden sind. Verkehrter Ton - kein Einfühlungsvermögen. Die Angehörigen werden die Bank wechseln.“ Das schreibt mir eine Bestatterin, 36 Stunden nach dem Tod des Erblasser