Aktuelle Posts von Heinz Schweizerhof

Steuerung der Wirtschaft durch Zinsen - eine Mär (3/4)

In Teil 1 wurde über die Fragwürdigkeit, sich Inflation zu wünschen, und in Teil 2 über den Preis für das Geld und die marktwirtschaftlichen Regeln von Angebot und Nachfrage gesprochen. Was versprechen sich die Akteure von einer höheren Inflation und höheren Zinsen? (Symbolbild) Motivation der Notenbanken Angenommen, die Inflation beträgt 5 %. Vereinfacht gesagt bedeutet dies, dass Löhne, Gewinne und Preise im Schnitt um 5 % steigen würden. Dies

Steuerung der Wirtschaft durch Zinsen - eine Mär (2/4)

Die aus Teil 1 suggerierte Sinnlosigkeit, sich Inflation zu wünschen, um dadurch ein höheres Zinsniveau anzustreben, soll nicht das Zinsinstrument als valables geldpolitisches Mittel der Notenbanken diskreditieren. Eine stabile Währung ist das Fundament einer stabilen Wirtschaft. (Symbolbild) Die eigentliche Aufgabe der Notenbank Besinnen wir uns kurz zurück auf die Aufgaben der Notenbanken. In Art. 99 Abs. 2 der Bundesverfassung ist die Aufgabe der Nationalbank verankert:

Steuerung der Wirtschaft durch Zinsen - eine Mär (1/4)

In dieser vierteiligen Serie legt unser Autor Heinz Schweizerhof dar, warum sich höhere Zinsen nicht zur Steuerung der Wirtschaft eignen –  im Gegenteil. Experten sprechen sich für eine aktive Geldpresse aus. (Symbolbild) Experten fordern Geldschwemme und mehr Staatsausgaben Es ist nichts Neues: Weltweit liegen die Zinsen auf sehr tiefem Niveau. Ausstehende Obligationen im Wert von weltweit über 20'000 Milliarden Dollar weisen eine negative Verzinsung auf –

Staatsverschuldung und Passivzinsen (2/2)

Im ersten Teil meines Beitrags ging es um die Schuldensituation der Schweiz und die Frage, ob das Instrument der Schuldenbremse diese Überschüsse bewirkt hat. Nachfolgend geht es in diesem Zusammenhang um den Einfluss der aktuellen Zinssituation auf den Bundeshaushalt und um das Fazit. Sind die Haushalts-Überschüsse der letzten Jahre nachhaltig (Symbolbild)? Sind die Überschüsse nachhaltig? Überschüsse dürfen nicht über die kommenden Herausforde

Staatsverschuldung und Passivzinsen (1/2)

Der Bundeshaushalt in der Schweiz steht im internationalen Vergleich sehr gut da. Gleichzeitig sind die Passivzinsen ein vieldiskutiertes Phänomen. Was sind die Ursachen für die tiefe Staatsverschuldung, wie stehen diese beiden Begriffe in Verbindung und welches sind Zukunftsszenarien für den Bundeshaushalt? Die Schuldensituation der Eidgenossenschaft Seit Jahren gibt die Schweiz weniger aus als sie einnimmt. Die Schulden des Bundes wurden von rund 124 Mrd. CHF auf 99 Mrd. CHF re

Magie der Zentralbanken: Länder entschulden, Sparer enteignen (Teil 2/2)

Anleihen werfen negative Renditen ab und die Zentralbanken sind die grössten Staatsanleihenbesitzer – dieses Szenario schildere ich im ersten Teil meines Blogposts. Im Folgenden geht es nun darum, was das für die Schweizer Pensionskassen heisst und welche Ziele EZB und Co trotzdem damit erreichen könnten. Pensionskassen mit dem Rücken zur Wand Schon in meinem Blogpost „Drei Zahlen zwingen die Finanzwelt zur Irrationalität“ bin ich detailliert auf die

Magie der Zentralbanken: Länder entschulden, Sparer enteignen (Teil 1/2)

Die Zentralbanken der grossen Industriestaaten kaufen derzeit massiv Staatsanleihen und drücken die Anleiherenditen allerorten ins Negative. Das ist schlecht für Sparer, aber auf lange Sicht gut für die Staatshaushalte. In meinem Blogpost frage ich nach der Enteignung der Sparer und der wundersamen Gewinnschöpfung der Notenbanken. Mit Riesensummen kaufen die Zentralbanken der USA, Europas und auch Japans derzeit Staatsanleihen auf. Manche glauben an den versprochenen Effekt

Vorsorge: Rund um die Pensionskasse sind Fehlentscheide nicht gerade selten [VIDEO]

Die zweite Säule der Schweizer Altersvorsorge steht im Zentrum des Interviews mit HFBF-Dozent Iwan Brot. Der Geldexperte erläutert Begriffe wie den Pensionskasseneinkauf oder Deckungsgrad. Iwan Brot zeigt auch, welche Alternativen hier bestehen und welche Faktoren beim Vorbezug von Pensionskassengeldern für den Kauf von Wohneigentum bedacht werden sollten. Wenn Sie das Video nicht sehen können, klicken Sie hier.

Vorsorge: WEF-Vorbezüge eher ein Risiko für Versicherte als für Pensionskassen Teil 6/6 [VIDEO]

In Zukunft dürften vor allem das aktuelle Tiefzinsniveau und die sich ändernde Altersstruktur der Mitglieder zu Schwierigkeiten für Pensionskassen führen. Aus dem derzeit häufigen Vorbezug von Geldern für den Wohneigentumskauf dagegen erwachsen eher Risiken für die Versicherten denn für die Kassen, meint Geldexperte und HFBF-Dozent Iwan Brot. Er spricht sich dafür aus, die Verantwortung nicht immer nur dem Kreditinstitut oder der Bank zu überlass

Vorsorge: PK-Vorbezug für Wohneigentum kein Patentrezept Teil 5/6 [VIDEO]

Die aktuelle Tiefzinsphase hat viele Menschen dazu bewegt, mit Vorbezügen aus der Pensionskasse einen Immobilienerwerb zu tätigen. Grundsätzlich ist Geldexperte und HFBF-Dozent Iwan Brot dieser Finanzierungsform gegenüber skeptisch. Der Vorbezug ist in einer Vollkostenrechnung nämlich teurer als gedacht. Das Geld fehlt in der Pensionskasse und trägt keine Zinsen mehr. Deshalb sollten Vorbezüge auch wieder ausgeglichen werden. Auch eine Scheidung macht den Vorbe