Aktuelle Posts von Stefan Schmid

Genussscheine als Entgelt für den Glauben an die Zukunft des Unternehmens

Genussscheine werden in der Schweiz vor allem von der Roche Holding AG im grösseren Massstab eingesetzt. Bei den Wertpapieren nehmen sie eine Sonderstellung ein, zumal sie laut Gesetz vor allem für Personen vorgesehen sind, die mit der Gesellschaft verbunden sind - sei dies durch eine frühere Kapitalbeteiligung oder als Gläubiger und Arbeitnehmer. Ob in guten oder schlechten Zeiten sind die Titel sozusagen ein Entgelt für den Glauben an die Zukunft eines Unternehmens. Ge

Mit Six Sigma Richtung Perfektion

Da hat sich der Kunde über das Design und die neuen Funktionalitäten eines Gadgets gefreut, doch nach einiger Zeit gibt das Gerät den Dienst auf. Mit der Nutzung war keine übermässige Beanspruchung verbunden, die Bedienung erfolgte wie in der Anleitung beschrieben. Vermutlich sind die Schäden auf mangelhafte Verarbeitung der Komponenten zurückzuführen. Wenn man Glück hat, ist der Schaden durch die Garantie gedeckt. Oft bleibt nur noch, auf Kulanz des

Phantomaktien als Mass für variable Vergütungen

Phantomaktien sind seit einigen Jahren auch in der Schweiz ein Thema. In den USA wird das Instrument vor allem für die Ausgestaltung von Anreizsystemen und die Anbindung von Mitarbeitenden eingesetzt. Weil hierzulande noch keine gesetzlichen Regelungen bestehen, hat sich die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) in einem Kreisschreiben mit dem fiktiven Beteiligungspapier befasst. Konkret nutzen Unternehmen Phantomaktien (Phantom Stocks) als Massstab für variable Vergütungen.

Schweiz top bei Patenten und Kooperation in der Forschung [STUDIE] Teil 2/2

In der Grundlagenforschung und der Entwicklung von innovativen Produkten ist die Schweiz gut aufgestellt, wie die international ausgerichtete Studie der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) zeigt. Mit der Fokussierung auf wichtige Zukunftstechnologien und dem Ausbau der Kooperationen auf internationaler Ebene will sich die Schweiz ihre gute Position erhalten. Profilierung bei Life Sciences, Bio- und Nanotech

Schweiz top bei Patenten und Kooperation in der Forschung [STUDIE] Teil 1/2

Der Forschungsstandort Schweiz ist im internationalen Vergleich gut positioniert. Allerdings holen andere Länder bei der Forschung mächtig auf, was den Wettbewerb verstärkt. In den letzten zwei Jahrzehnten hat die Schweiz bei der Forschung zudem die internationale Kooperation stark ausgebaut. Zu diesen Schlüssen kommt eine Studie der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich. Internationaler Vergleich von Ländern aus vier Regionen Die Studie zeigt die Entwicklung des Patentportfolios der S

USR III: Zinsabzug auf überschüssigem Eigenkapital

Der Nationalrat hat in der Frühjahrssession 2016 über die Unternehmenssteuerreform III beraten. Ein Geschäft betrifft den Zinsabzug bei der Gewinnsteuer. Neben dem heute bereits möglichen Zinsabzug auf Fremdkapital sind künftig neu auch kalkulatorische Zinsen auf überschüssigem Eigenkapital abzugsberechtigt. Das Geschäft geht nun zur Differenzbereinigung zurück an den Ständerat. In der Debatte war oft von überschüssigem Eigenkapital die Rede. Doch was ist darunter zu verstehen? Unternehmen dürf

Die Schokoladenseite der Partizipationsscheine

Die Kursentwicklung der Partizipationsscheine von Lindt & Sprüngli haben in den letzten Jahren das Leben vieler Investoren versüsst. Nahrhaft ist der Anteil des Partizipationsscheinkapitals am ordentlichen Kapital des Schokoladenherstellers, rund zwei Fünftel sind es gemäss Geschäftsbericht 2014. In ähnlicher Höhe bewegt sich der Anteil beim Aufzüge- und Fahrtreppenhersteller Schindler. Inhaber von Partizipationsscheinen haben zwar finanzielle Rechte, aber keine Mitgliedschaftsrechte. Das kö

Wie strategische Geschäftsfelder organisatorisch integriert werden Teil 2/2

Strategische Geschäftsfelder nehmen bei der Marktbearbeitung eine Sonderstellung ein. Das organisatorische Pendant ist die strategische Geschäftseinheit. Die Abgrenzung von strategischen Geschäftsfeldern bietet allerdings einige Herausforderungen. Etabliert haben sich in der Praxis zwei Vorgehensweisen. Beim ersten Ansatz werden die aktuell bearbeiteten Geschäftsbereiche mit dem Unternehmensumfeld verglichen (Inside-Out-Methode), während bei der zweiten Betrachtungsweise untersucht wird, wie da

Wie strategische Geschäftsfelder organisatorisch integriert werden Teil 1/2

Der Umstand, dass Unternehmen ihr Handeln auf die optimale Erfüllung der Kundenbedürfnisse aufrichten, hat Auswirkungen auf die Organisationsstruktur. Eine spezielle organisatorische Ausformung sind strategische Geschäftsfelder. Während Unternehmen auf neue Marktchancen reagieren, indem sie über die selbst definierten Grenzen des Geschäfts hinausdenken, sollte als Teil der strategischen Planung im gleichen Schritt auch die Organisation den neuen Erfordernisse angepasst werden. Ausgangspunkt der

Bedeutung des Residualwerts in der Unternehmensbewertung

Gründe, die eine Unternehmensbewertung erfordern, gibt es viele. Kauf oder Verkauf eines Unternehmens oder die Berechnung von Erbanteilen. Die Methode der Discounted Cashflows (DCF) hat sich als massgebend durchgesetzt, weil sie auf die künftige Entwicklung der Geldflüsse abstellt, andere Bewertungsverfahren sind dagegen vergangenheitsbezogen. Eine wichtige Grösse bei diesem Verfahren bildet der Residualwert. Bewertung zu Fortführungswerten Basis der Bewertung ist die systematische Erfassung d