Aktuelle Posts von Dr. Stefan Ryf

Effizient lernen: so geht’s

Ob in der Aus- und Weiterbildung oder bei der Übernahme eines neuen Projektes im Job – die meisten von uns müssen sich von Zeit zu Zeit mit einem neuen Thema auseinandersetzen und sich in ein Gebiet einarbeiten. Tipps zum effizienten Lernen gibt es viele, aber welche funktionieren auch wirklich? Putnam, Victor & Roediger (2016) haben in ihrem Artikel „Optimizing Learning in College: Tips From Cognitive Psychology“ basierend auf Erkenntnissen aus der kognitiven Psy

Wundermittel Net Promoter Score?

„Wie wahrscheinlich würden Sie die Marke / das Produkt / das Unternehmen / die Filiale XY einer Kollegin oder einem Kollegen empfehlen?“ Sicher sind Sie dieser Frage auch schon begegnet, entweder als Kunde und vielleicht auch in Ihrer Ausbildung. Die Antwort soll dann jeweils auf einer Skala von 0 = äusserst unwahrscheinlich bis 10 = äusserst wahrscheinlich abgegeben werden. Die Skala des Net Promoter Score (Bild).  In letzter Zeit wird mir diese Frage immer h&a

Die Psychologie der Preiswahrnehmung

Wann fällt Ihnen im Alltag eine Preisänderung auf? Oder anders gefragt: Um wieviel Prozent muss sich der Preis für eine Ware ändern, damit der Konsument die Anhebung oder Senkung eines Preises als wirklich relevant beurteilt? Haben schon kleine Veränderungen von wenigen Prozenten Einfluss auf das Kaufverhalten?   Abrams (1964) konnte nachweisen, dass Preisänderungen von weniger als 10% kaum Wirkung auf den Absatz zeigen, während Preisänderungen ab 15

Globetrotter: Mehr Mensch statt Travel 4.0

In der Reisebranche weht ein kalter Wind. Das Thema Digitalisierung brennt der Branche unter den Nägeln. Das zeigt sich zum Beispiel auch darin, dass der ITB Berlin Kongress, der weltweit grösste Fachkongress, sich dieses Jahr dem Schwerpunktthema „Travel 4.0 – Die Digitalisierung der Travel Industry“ widmete. Im Rahmen der Herbstgespräche 2016 an der Kalaidos Fachhochschule schilderte André Lüthi, CEO der Globetrotter Group und «Entrepreneur Of

Fingerabdrücke des Musikgeschmacks

Wir alle haben zum Teil sehr unterschiedliche Ansichten, was gute oder schlechte Musik ist. Wie in meinem früheren Beitrag zu Vorlieben für Musikinterpreten dargestellt, lassen sich diese individuellen Unterschiede in den Präferenzen nutzen, um mehr über die Struktur des Musikmarktes herauszufinden (dies funktioniert analog auch in anderen Märkten mit Angeboten, die unterschiedliche Personen ansprechen). Das Resultat des damals vorgestellten statistischen Verfahrens ist

Gamification: Kein Kinderspiel

Spielerische Anreize können Menschen zu Verhaltensweisen verleiten, die sie sonst kaum zeigen würden. Dies hat der jüngste Hype um Pokemon Go wieder mal gezeigt. Auf einmal spazieren auch Menschen, die vorher Bewegung möglichst vermieden haben, stundenlang durch Gassen und Parks herum, so dass sich untrainierte Pokemon Go Jäger über starken Muskelkater beklagen. Kann man diese spielerischen Anreize auch als Unternehmen einsetzen, das nicht in der Spiele-Branche t&au

Präferenzanalyse: Wer mag was?

Menschen mögen manche Dinge mehr als andere – sie haben also Präferenzen. Das Schöne aus Sicht der Marktforschung ist, dass sich Präferenzen leicht erfassen lassen. Denn im Vergleich zu vielen anderen typischen Fragen in der Marktforschung ist die Frage, ob man etwas mehr oder weniger mag, einfach zu beantworten, und man teilt sein Urteil auch gerne mit – was sich ja auch in der alltäglichen Kommunikation häufig zeigt. Bloss: Allein aufgrund der Prä

Psychologie der Ladengestaltung

Auch in Zeiten des zunehmenden Online-Shoppings bleibt ein geschickt konzipierter und gestalteter Laden eine wirksame Möglichkeit, Produkte an den Kunden zu bringen. Um dabei erfolgreich zu sein, sollten die unterschiedlichen Ziele, die mit einer optimierten Ladengestaltung verfolgt werden, bekannt sein und im Gesamtkonzept gebührend Berücksichtigung finden. Im folgenden Beitrag erfahren Sie, wie diese Ziele mit wirtschaftspsychologischen Wissen erreicht werden. Umsatzsteigerung