Aktuelle Posts von Dr. Claude Heini

Fragen zwischen den Jahren

Bald stehen wieder die Festtage an und das Ende des Jahres naht. Was haben Sie aus dem vergangenen Jahr zu feiern? Was ist Ihnen gelungen, was weniger? Was haben Sie daraus für sich und die Zukunft gelernt? Vor den Festtagen ist eine gute Gelegenheit nachzudenken, innezuhalten und in Stille nach tiefgründigen Erkenntnissen zu suchen. Zum Beispiel: Welche Parallelen bestehen zwischen den bevorstehenden Familienzusammenkünften und der „Familie“ im Unternehmen? Bestimmt auch die, dass es immer um

Gleichbehandlung aller Mitarbeiter, geht das?

In diesem Beitrag möchte ich ein Thema ansprechen, bei welchem mancher Chef sich etwas vormacht, nämlich die Gleichbehandlung aller Mitarbeitenden. Die meisten Mitarbeitenden haben ein hohes Bedürfnis nach Fairness und Gleichbehandlung. Das zeigen Studien immer wieder. Aber, ist diese Erwartung gerechtfertigt? Es ist in der Tat wichtig, dass Sie als Chef die Wahrnehmung erzeugen „fair“ zu sein. Das heisst vor allem, dass Sie die feste Absicht haben, in wichtigen Angelegenheiten gleiche Standards

Chef oder Chefin und deshalb für alles verantwortlich?

In diesem Beitrag möchte ich ein Thema ansprechen, das vielen Führungskräften immer wieder etwas Kopfzerbrechen macht. Nämlich das Thema Verantwortung. Wenn es gut läuft, ist alles bestens und Sie als Führungskraft erhalten auch entsprechend Anerkennung. Wenn es aber schlecht läuft, werden Sie ebenfalls für die Schieflage verantwortlich gemacht. Nun könnte man sagen, das sei doch in Ordnung, weil Sie ja eben Chef sind. Ganz so einfach ist das aber nicht. Tatsächlich übernehmen Sie als Führungsk

Der Chef muss es wissen – oder doch nicht?

In diesem Beitrag möchte ich eine Frage ansprechen, die immer noch mit überholten Annahmen aus der Vergangenheit behaftet ist, nämlich: Muss ein Chef mehr wissen oder/und können als seine Mitarbeitenden? Vor der Informationsrevolution konnte ein Chef in hierarchischen Organisationen durchaus einen substanziellen Wissensvorsprung haben. Je höher jemand positioniert war, desto höher konnte dieser Vorsprung sein. Denn die wichtigsten Informationen liefen oben zusammen und wurden dann selektiv nach

Unternehmenskultur – Mode oder Schlüsselfaktor?

In diesem Beitrag möchte ich ein Thema beleuchten, welches seit langer Zeit diskutiert und vermittelt wird und doch nie richtig greifbar zu werden scheint: Unternehmenskultur. Dazu könnte man in der Tat unzählige Seiten schreiben, Bücher dazu gibt es sehr viele, sowohl theoretische wie auch praktische. Hier geht es mir vor allem um drei zentrale Fragen, nämlich Was ist eine Unternehmenskultur überhaupt? Weshalb sollten Führungskräfte etwas davon verstehen? Wie kann eine Kultur verändert wer

Feedback geben – Fluch oder Segen?

Feedback begleitet die Führung und die Kommunikation ständig. Es gibt kaum jemand, der nicht davon spricht, und alle erachten es für wichtig und dennoch... in der Praxis tun sich viele schwer Feedback in geeigneter Weise zu geben vor allem dann, wenn es kritisch sein sollte. Schauen wir etwas genauer hin. Feedback ist eine Rückmeldung. In der Führung gibt es viele etablierte Rückmeldungssysteme und Methoden. Regelmässige Rückmeldungen mittels finanzieller Kennzahlen sind fest im Arbeitsalltag ve

Führen heisst Entscheiden – einfach?

In diesem Beitrag möchte ich einen Führungsaspekt bearbeiten, der zur Führung gehört wie kein anderer: Entscheiden. Doch so alltäglich es sein mag, so schwierig erweist es sich oft. Viele Führungskräfte tun sich schwer Entscheidungen zu treffen und wägen lange ab. Andere entscheiden aus dem Moment heraus und bereuen dann ihre Entscheidungen. Wieder andere brauchen viel Zeit im Entscheidungsprozess, um dann festzustellen, dass wenn sie bereit sind, es zu spät ist. Woran liegt es? Welches sind di

Führen heisst Erwartungen managen – einfach?

In diesem Beitrag möchte ich ein Thema beleuchten, welches sich hinter vielen Herausforderungen von Führungskräften verbirgt. Das Erwartungs-Management. Worum geht es da genau? Er-Wartungen Erwartungen sind Annahmen darüber, worauf andere „warten“. Man er–wartet ein Ergebnis, eine Handlung, eine Entscheidung oder ein bestimmtes Verhalten von jemand anderem. Zum Beispiel er–wartet mein Chef, dass ich die Ziele erreiche, dass ich ihm gegenüber loyal bin. Die Mitarbeitenden er–warten, dass ich sie

Führen mit Fragen – Zeichen der Unsicherheit oder Stärke?

In diesem Post möchte ich einen Führungsaspekt beleuchten, der immer wieder stark unterschätzt wird in seiner Wirkung. Überlegen Sie mal: Wie oft geben Sie Ihren Mitarbeitenden Antworten und Lösungen, wenn diese mit Fragen oder Problemen zu Ihnen kommen? Wie oft haben Sie den Mut stattdessen Fragen zu stellen, welche es der anderen Person ermöglichen, selber die passende Antwort zu finden? Zugegeben im ersten Fall haben Sie das Gefühl als Führungskraft nützlich zu sein, anderseits ist es sehr

Wirkungsvoller Umgang mit MA-Bedürfnissen

Im letzten Beitrag Was bedeutet Motivation in der Führung? habe ich Ihnen unter anderem verschiedene Aspekte genannt, welche für den Motivationsprozess in der Führung relevant sind. Diese beziehen sich auf grundlegende uns Menschen verbindende Bedürfnisse wie sinnhaftes Tun, Lernen und Weiterkommen wollen oder Wertschätzung. Vielleicht haben einige sich dann gefragt, wie man nun ganz konkret im Alltag diesen Bedürfnissen gerecht werden kann. Hier nun meine Vorschläge: Sinnhaftes Tun Fragen Si