Aktuelle Posts von Christian Feller

Rechnungslegungsrecht: Was ist unter der Annahme der Fortführung zu verstehen?

Verantwortlich für die korrekte Erstellung der Jahresrechnung ist jeweils die Oberleitung einer Gesellschaft. In diesem Kontext ist Artikel 958 des Obligationenrechts von zentraler Bedeutung. Nachfolgender Beitrag weist auf Tücken dieses Artikels hin und zeigt entsprechende Massnahmen auf. OR 958 – Grundlagen der Rechnungslegung Art. 958a 1) Die Rechnungslegung beruht auf der Annahme, dass das Unternehmen auf absehbare Zeit fortgeführt wird. 2) Ist die Einstellung der Tätigkeit oder von Teilen d

Rechnungslegungsrecht: Fragen rund um die Aufbewahrungspflicht

Aktuell steht eine Vernehmlassung zur Anpassung innerhalb des Aktienrechts zur Debatte. Der Verfasser dieses Beitrags nimmt eine kritische Würdigung der bisherigen gesetzlichen Neuerungen vor und widmet sich darüber hinaus den möglichen Änderungen, die einen wesentlichen Einfluss auf Klein- und Mittelunternehmen haben könnten. 1. Dürfen Geschäftsunterlagen im Ausland aufbewahrt werden? Generell ist es empfehlenswert die Geschäftsunterlagen in der Schweiz aufzubewahren. Es ist den Firmen jedoch

Rechnungslegungsrecht: Was ein beobachtbarer Marktpreis sein kann und was nicht

Das neue Rechnungslegungsrecht definiert den Grundgedanken der Buchhaltung neu und schliesst sich dem Gedankengut der anerkannten Standards, beispielsweise Swiss GAAP FER, an. Neu wird zwischen einer Erst- und einer Folgebewertung unterschieden. Dieses Konzept ist weiterführend dafür verantwortlich, dass Aktiven im Anlagevermögen zu einem beobachtbaren Marktpreis bilanziert werden dürfen. Als Höchstwert dieser Bilanzpositionen war bislang ausschliesslich der Anschaffungspreis zulässig. Grundlage

Rechnungslegungsrecht: Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und mögliche Auswirkungen für Revisoren

Aus den gesetzlichen Vorschriften zum Mindestinhalt des Anhangs gemäss Obligationenrecht (OR) 959c Abs. 2 geht hervor, dass wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag offen zu legen sind. Informationen darüber, was dabei genau verlangt wird, sind im Gesetz nur in beschränktem Umfang enthalten. Weiterführende Informationen zu dieser Thematik lassen sich dem Rahmenkonzept der Swiss GAAP FER entnehmen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind positive oder negative Ereignisse, die sich zwischen

Rechnungslegungsrecht: Umsetzung von Bewertung, Aktivierungspflicht , Mindestgliederung

Mit einer Übergangsfrist von zwei Jahren ist das neue Rechnungslegungsrecht per 1. Januar 2013 in Kraft getreten. Diese Übergangsfrist läuft nun ab und Jahresrechnungen, beginnend ab dem 1. Januar 2015, müssen die neuen Vorschriften erstmals zwingend einhalten. Die nachfolgenden Ausführungen thematisieren die erstmalige Anwendung und deren Auswirkungen auf die Jahresrechnung. Teilweise geht es um wesentliche Veränderungen zu den bisherigen Vorschriften, andere Bestimmungen sind dagegen nicht all

Rechnungslegungsrecht: Umsetzung von Bewertung und Darstellung bei nicht fakturierten Dienstleistungen

Die Auslegung neuer Gesetze ist immer mit Diskussionen verbunden. Dies ist auch beim Rechnungslegungsrecht der Fall. Die neuen Bilanzklassierungsfolgen sehen sowohl in der Reihenfolge als auch in der Bilanzbezeichnung eine zwingende Umsetzung vor. In der Praxis dürften diese Vorschriften indes diverse Fragen aufwerfen. Nachfolgend wird auf die praktische Umsetzung und die daraus resultierende Problematik im Bereich der „nicht fakturierten Dienstleistungen“ eingegangen. Auswirkungen auf die Bewer