Aktuelle Posts von Prof. Dr. Reto Eberle

Besonderheiten in NPO-Jahresrechnungen (3/3)

Die Kapitalveränderungsrechnung ist ein besonderer Bestandteil der Jahresrechnungen von Nonprofit-Organisationen ("NPO") und wird u.a. im spezifischen NPO-Rechnungslegungsstandard Swiss GAAP FER 21 geregelt. Die inhaltliche Darstellung der Kapitalveränderungsrechnung und die Gliederung der Kapitalveränderungsrechnung wurden bereits erläutert. Wie Fondstransfers in der Rechnung über die Veränderung des Kapitals auszuweisen sind und welche Genehmigungen

Besonderheiten in NPO-Jahresrechnungen (2/3)

In der Schweiz gibt es einen spezifischen Rechnungslegungsstandard für Nonprofit-Organisationen ("NPO"), wodurch sich die Jahresrechnungen deutlich von denen der klassischen Unternehmen unterscheiden. Swiss GAAP FER 21 trägt diesen Besonderheiten Rechnung und formuliert Bestimmungen zur NPO-Jahresrechnung, insbesondere zur Rechnung über die Veränderung des Kapitals einer NPO-Jahresrechnung. In einem ersten Teil zur Darstellung der Kapitalveränderungsrechn

Besonderheiten in NPO-Jahresrechnungen (1/3)

Die Rechnung über die Veränderung des Kapitals ist ein besonderer Bestandteil der NPO-Jahresrechnung. Damit kann die Nonprofit-Organisation gegenüber der Öffentlichkeit dokumentieren, dass sie die ihr anvertrauten Spenden auch tatsächlich zweckentsprechend eingesetzt hat. Die Veränderung des Kapitals einer NPO ist ein besonderer Bestandteil der Jahresrechnung (Symbolbild) Die Jahresrechnung von Nonprofit-Organisationen unterscheidet sich deutlich von der Rechnungsl

Rechnungslegungsrecht: Auswirkungen des „beobachtbaren Marktpreises“ und der Einzelbewertung [VIDEO]

Das revidierte Rechnungslegungsrecht richtet die Bewertung völlig neu aus. Konkret geht es um Aktiven mit Börsenkurs oder einem „beobachtbaren Marktpreis“. Der Marktpreis findet Eingang in die Bilanz, wenn er über den Anschaffungskosten liegt. Deshalb spielen die Anschaffungskosten keine Rolle mehr. Im Gegenzug sind die Schwankungen des Marktpreises in der Erfolgsrechnung zu erfassen, wobei eine Wertschwankungsreserve als Ausgleich zu bilden ist. Reto Eberle, Titularprofessor, diplomierter Wirts

Verfehlte Modernisierung der Konzernrechnung im neuen Rechnungslegungsrecht [VIDEO]

Die Modernisierung der gesetzlichen Grundlagen zur Erstellung einer Konzernrechnung war das erklärte Ziel der Revision des Rechnungslegungsrechts. Vorgesehen war, dass Unternehmen die Konzernrechnung nach einem anerkannten Standards (z.B Swiss GAAP FER, IRFS) hätte erstellen müssen. Absicht war zudem der Einbezug einer grösseren Anzahl von Organisationen, für welche die Erstellung einer Konzernrechnung Pflicht gewesen wäre. Gemäss Reto Eberle, Titularprofessor, diplomierter Wirtschaftsprüfer und

Verbesserungen und kritische Punkte des neuen Rechnungslegungsrechts [VIDEO]

Das neue Rechnungslegungsrecht enthält eine ganze Reihe von Verbesserungen, aber auch einige kritische Punkte. Eine Stossrichtung der Revision war es, das Gesetz auf eine Weise auszugestalten, dass es unabhängig von der Rechtsform eines Unternehmens Geltung hat. Mit einher ging eine Differenzierung der Anforderungen nach Unternehmensgrösse. Demzufolge haben grössere Unternehmen beispielsweise eine Geldflussrechnung oder einen Lagebericht zu erstellen. Reto Eberle, Titularprofessor, diplomierter

Revision des Rechnungslegungsrechts – Alternativen zum „Ausnahmeartikel“ Teil 2/2

Lesen Sie Teil 1/2 hier. Auslagerungen aus Konsolidierungskreis im Widerspruch zu Prinzipien der Rechnungslegung Der Gesetzgeber erlag bisher glücklicherweise nicht der Versuchung, Rechnungslegungsvorschriften betreffend die Konzernrechnung zu erarbeiten. Im geltenden Gesetz ist nur geregelt, wann eine Konzernrechnung erstellt werden muss. Sinnvollerweise und in grösseren Verhältnissen verbreitet wird ein anerkannter Standard zur Rechnungslegung (z.B. Swiss GAAP FER oder IFRS) angewandt. Möglic

Revision des Rechnungslegungsrechts – Diskussionen zum Konsolidierungskreis Teil 1/2

Die Revision des Aktien- und Rechnungslegungsrechts beschäftigt National- und Ständerat schon seit einigen Sessionen. Von den Rechtskommissionen wurde nun ein sogenannter „Ausnahmeartikel“ ins Spiel gebracht. Artikel 963 Absatz 3 sah in der Version des Ständerates vor, dass die kontrollierende juristische Person die Pflicht zur Er­stellung einer Konzernrechnung unter gewissen Vorausset­zungen an ein kontrolliertes Unternehmen übertragen kann. Der Nationalrat folgte mit 96 zu 58 Stimmen dem Antr