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Kontakt zum Kunden schafft Vertrauen

Der persönliche Kundenkontakt spielt für die Vertrauensbildung bei Kunden von Schweizer Finanzdienstleistern gerade in Zeiten der Digitalisierung weiterhin eine zentrale Rolle. Das zeigt die Studie „Is trust powered by a heartbeat or a beep?“ der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) die in Zusammenarbeit mit der der Universität St. Gallen durchgeführt wurde. Ganz allgemein leidet die Branche immer noch unter dem starken Vertrauensverlust, den sie in der Fin

Lernende Maschinen und kreative Menschen

Das „zweite Maschinenzeitalter“ wird von lernfähigen Maschinen gestaltet. In vielen Bereichen werden sich die Menschen neue Rollen suchen müssen. Erik Brynjolfsson ist Direktor der Initiative „Digitale Wirtschaft“ am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und schilderte in seiner Rede am Swiss Economic Forum 2017 die grossen Veränderungen, welche die digitale Revolution bringen könnte.   Erik Brynjolfsson spricht am SEF.2017 über die Ko

NPOs als Unternehmer?

Mehrwertsteuerpflicht  Die Mehrwertsteuerpflicht setzt gemäss Art. 10 Abs. 1 MWSTG eine unternehmerische Tätigkeit voraus. Ein Unternehmen betreibt dabei, wer eine auf die nachhaltige Erzielung von Einnahmen aus Leistungen ausgerichtete berufliche oder gewerbliche Tätigkeit selbständig ausübt und unter eigenem Namen nach aussen auftritt. Dass eine solche unternehmerische Tätigkeit auch von einer gemeinnützigen Organisation, welche nicht gewinnstrebig agie

Aufruf zur Verteidigung der liberalen Ordnung

Am Swiss Economic Forum (SEF) 2017 zeichnete der britische Historiker und Oxford-Professor Timothy Garton Ash angesichts des wieder zunehmenden Populismus ein gesellschaftskritisches, düsteres Bild. Der Experte für europäische Geschichte nach 1945 forderte in seiner Rede die versammelten Wirtschafts-, Politik- und Medienvertreter dazu auf, fremdenfeindliche Kräfte in die Schranken zu weisen. Timothy Garton Ash (©SEF.20) Laut Ash kennzeichnen vier grosse Paradigmenwechs

Unterschiede zwischen Swiss GAAP und IFRS (2/2)

Kennen Sie die Vor- und Nachteile von Swiss GAAP FER im Vergleich zu den International Financial Reporting Standards (IFRS)? In einem ersten Post haben wir mittels einer Tabelle die Unterschiede zwischen Swiss GAAP FER und IFRS grob dargelegt. Die tabellarische Übersicht wird nun in diesem Post fortgeführt (1). Der Fokus dieser Übersicht liegt hauptsächlich in den Thematiken der Erfassung, Bewertung und Darstellung. Grundsätzlich kristallisieren sich folgen

Netzwerke als Risiko für Stabilität

Die Netzwerkfähigkeit wird derzeit als wichtige Voraussetzung für die Zukunft der Finanzdienstleistungsbranche angesehen. Allerdings gibt es dazu auch kritische Stimmen, die durchaus Gewicht haben. So publizierte die Zeitschrift „Nature Communications“ im Februar 2017 unter dem Titel „Pathways towards instability in financial networks“ einen Beitrag von Marco Bardoscia, Stefano Battiston, Fabio Caccioli, und Guido Caldarelli. Darin zeigen die Autoren, warum die

Im Fokus: Top-Sharing und Portfolio-Working

Rasche Veränderungen im organisationalen Kontext verlangen agile Arbeitsformen. Beispiele dafür sind das Modell der geteilten Führung (Top-Sharing) und Portfolio-Arbeit. Welche Herausforderungen sich den Arbeitgebenden wie Arbeitnehmenden stellen und was es braucht, damit Top-Sharing und Portfolio-Working in der Praxis erfolgreich angewendet werden kann - dazu hat die Kalaidos Fachhochschule im Auftrag der SKO (Schweizerische Kaderorganisation) einen Ratgeber verfasst. Die zentral

Eckwerte der Steuervorlage 17

Nach der Abstimmung zur Unternehmenssteuerreform III (UStR III), welche am 12. Februar 2017 mit gut 59 Prozent Nein-Stimmen an der Urne abgelehnt wurde, hat der Bundesrat das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) beauftragt, die inhaltlichen Eckwerte für eine neue Steuervorlage17 auszuarbeiten. Die Eckwerte zur neuen Steuervorlage 17 (SV 17) wurden vom Steuerungsorgan, bestehend aus Vertretern des Bundes und der Kantone, ausgearbeitet. Hitzige Debatten unter der Bundeshausku

Agile Methoden und Innovation - Teil 1/3

Agile Entwicklungsmethoden sind heute schon längst keine Domäne schnell wachsender Jungunternehmen mehr. Mittlerweile wollen auch Grosskonzerne damit auf immer kürzere Produktlebenszyklen reagieren.   Mit vier Steuerungsparamentern werden Innovationsprozesse gelenkt (Grafik: eigene Darstellung) Welche Rollen können agile Prozesse in einem Maschinenbauunternehmen bei der Entwicklung von Prüfrobotern spielen? Dieser Frage bin ich in meiner Masterarbeit für den E

Behavioral Economics Guide 2017

Nicht jeder Merger zwischen zwei Unternehmen ist ein Erfolg. Gleiches gilt auch für die Wissenschaft: Nicht jeder Transfer von Theorien der einen Disziplin in die andere ist sinnvoll (z. B. ist die Verbindung von Quantenphysik und Psychologie gründlich missraten, wie man weiss). Ein Beispiel für ein fruchtbares Zusammenspiel ist dagegen die Verhaltensökonomie (oder Behavioral Economics) – also der Einsatz von psychologischem Wissen im Rahmen ökonomischer Fragegeste