Aktuelle Posts von Daniel Bugnon

Beispiel - Folgen falscher Buchführung (2/2)

In einem ersten Post "Folgen falscher Buchführung (1/2)" wurden allgemeine Abhandlungen zu den Steuerbussen und Strafnormen gemacht. Das folgende Beispiel eines mittelständischen Unternehmers soll nun die möglichen Folgen, die bei einer Verletzung des Steuerrechts, Obligationenrechts und Strafrechts resultieren, genauer aufzeigen. Sachverhalt Aktionär Muster ist mit einer Beteiligung von 80 % Hauptaktionär der Muster Handels AG. Seine Schwester verfü

Folgen falscher Buchführung (1/2)

Die steuerliche Doppelbelastung von Gewinnen bei der Aktiengesellschaft einerseits und als Dividende beim Aktionär anderseits verleitet immer wieder Inhaber von KMU eine Reduktion der Steuerlast mittels Verbuchung von privaten Auslagen in der Buchhaltung des Geschäftsbetriebes zu bewirken. Dabei geht oft vergessen - oder wird bewusst in Kauf genommen-, dass nicht nur das Steuerrecht (direkte Steuern und andere Steuerarten) aber auch das Obligationenrecht und das gemeine Strafrecht verl

Schwere Steuerhinterziehung als Vortat zur Geldwäscherei – Kriminalisierung der Bevölkerung?

Das Schweizerische Steuerrecht basiert grundsätzlich auf einem Vertrauensverhältnis zwischen Bürger und Verwaltung. Die Möglichkeit des Volkes im Rahmen der direkten Demokratie die Steuerbelastung mitzubestimmen, aber auch die Ausgaben zu beeinflussen, fördern das Verständnis für die Notwendigkeit von Steuern und Abgaben. Trotzdem muss das Steuersystem Bestimmungen zur Durchsetzung enthalten. Diese sind im Verwaltungsrecht in den Steuergesetzen bzw. im Verwaltungsstrafrecht geregelt. Nur in Ausn

Steuerliche Auswirkungen von FABI auf Berufskosten von Unselbständigerwerbenden

Mit der Annahme der Vorlage FABI (Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur) am 09. Februar 2014 hat das Schweizer Stimmvolk unter anderem einer Beschränkung der Fahrtkostenabzüge bei der direkten Bundessteuer zugestimmt. So werden ab 2016 maximal CHF 3.000 an Fahrtkosten zum Abzug zugelassen. Der Grund liegt in einer „Opfersymmetrie“ zwischen öffentlicher Hand (Mehrsubventionen) und den Pendlern (Erhöhung steuerbares Einkommen). Den Kantonen steht es frei, für die Staats- und Gemeindesteuer

Steueroptimierung bei Selbständigerwerbenden

Selbständigerwerbende haben jährlich Aufzeichnungen über ihre Einnahmen und Ausgaben und u. U. eine Jahresrechnung zu erstellen. Diese stellt, zusammen mit dem übrigen Einkommen, die Grundlage zur Besteuerung bei der Einkommens- und Vermögenssteuer dar. Im Unterschied zu Angestellten, diese können die Gewinnungskosten geltend machen, reduziert sich beim Unternehmer der steuerbare Reingewinn um den geschäftsmässig begründeten Aufwand. Nebst Ausgaben für Material und Dienstleistungen, Miete und Pe

Steuererklärung 2015 für natürliche Personen

Wie jeden Frühling steht auch dieses Jahr wieder die Steuererklärung ins Haus. Dabei sind die Bürger bestrebt, die steuerbaren Einkünfte und Vermögen möglichst tief zu halten. Die Deklaration ist aber lediglich ein Nachvollzug der wirtschaftlichen Tätigkeit des Vorjahres. Deshalb gilt: Einige einfache Massnahmen können dazu führen, die Steuerbelastung zu minimieren. Der Ansatzpunkt ist die Reduktion des steuerbaren Einkommens. Säule 3a Nehmen Sie Einzahlungen in die gebundene Selbstvorsorge (Sä

Steuerfallen – Indirekte Teilliquidation Teil 2/2

Der Sachverhalt der indirekten Teilliquidation kann in der Praxis unter Umständen zu massiven Steuerfolgen führen wie etwa bei einer Transponierung. Dabei muss nicht immer unlauterer Wille unterstellt werden, denn gerade bei Umstrukturierungen oder Verkäufen von Unternehmen können sich solche Konstellation ergeben. Um vor Überraschung gefeit zu sein, ist eine genaue Analyse der Sachverhalte unabdingbar. Die Steuerbehörde geht nämlich unter bestimmten Voraussetzungen von einer indirekten Teilliqu

Steuerfallen – Transponierung Teil 1/2

Steuerfallen liegen oft gut versteckt und manchmal auch kaum verständlich in völlig unverdächtigen Sachverhalten. Werden diese Tücken nicht rechtzeitig erkannt und gegebenenfalls umschifft, drohen massive Steuerfolgen. Dabei geht es keineswegs um unehrliches Verhalten wie Steuerhinterziehung oder Steuerbetrug. Vor allem Umstrukturierungen und Unternehmensverkäufe bergen nicht unerhebliche Risiken. Diese sollen an zwei fiktiven Beispielen erläutert werden. Namen und Handlungen sind frei erfunden,

Steuern 2013: Fristen, Tipps und Tricks – Steuerplanung für 2014 beginnt jetzt

Wie jedes Jahr sind im März die Steuererklärungen für das vergangene Jahr fällig. Wer es bis zum Ende der Abgabefrist (i.d.R. ist es der 31.03.) nicht schafft, die Steuererklärung auszufüllen, muss unbedingt vor dem Termin ein Gesuch um Fristverlängerung einreichen. Normalerweise liegen diese Gesuche den Steuererklärungsformularen bei. Allerdings lässt sich im Rahmen der Steuererklärung nur mehr sehr beschränkt eine Steueroptimierung vornehmen. So erschöpft sich der Erfolg üblicherweise in der

a+c breakfast: Unternehmenssteuerreform II – Die Konsequenzen

Mit der Unternehmenssteuerreform II sollten nach der ersten Reform (1997) die kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) steuerlich entlastet werden. Ein Kernstück bildete dabei die Teilbesteuerung von Dividenden beim Anteilseigner. Damit stellt sich die Frage, ob der in seiner Gesellschaft mitarbeitende Aktionär künftig Dividenden oder Lohn beziehen soll. Welches sind aber die Vor- und Nachteile und wie stellen sich Steuer- und Sozialversicherungsbehörden zu den einzelnen Modellen? Ermässigung b