Aktuelle Posts von Dr. Beat M. Barthold

Vorteile von Earn out-Klauseln bei M&A-Transaktionen Teil 3/3

Oft stellt sich bei Earn out-Klausel die Frage, ob und falls ja, in welchem Umfang der Verkäufer bzw. der Käufer mit Steuerfolgen auf dem Kapitalgewinn zu rechnen hat. Das schweizerische Steuersystem basiert unter anderem auf dem Imparitätsprinzip. Dieses Prinzip wird vom Vorsichtsprinzip abgeleitet und sieht vor, dass Gewinne erst zum Zeitpunkt der effektiven Realisierung und Verluste bereits zum Zeitpunkt ihrer Erkennbarkeit zu deklarieren sind. Daher ergeben sich aufgrund der schweizerischen

Vorteile von Earn out-Klauseln bei M&A-Transaktionen Teil 2/3

Zu beachten gilt jedoch auch die internationale Rechnungslegung. Die Richtlinie betreffend Rechnungslegung der SWX Swiss Exchange schreibt im Main Standard kotierten Schweizer Unternehmen grundsätzlich die IFRS als Rechnungslegungsstandard vor. Der erste Teil des Beitrags zum Thema Earn-out-Klauseln beschrieb den Sachverhalt bei Transaktionen im Rahmen von Mergers & Acquisitions. Mit der Revision von IFRS 3 (2008) wurde die Bilanzierung von Earn-out-Klauseln in den internationalen Rechnungs

Vorteile von Earn out-Klauseln bei M&A-Transaktionen Teil 1/3

Der Earn-out-Ansatz kann zur Überwindung divergierender Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern bei Transaktionen im Rahmen von Mergers & Acquisitions (M&A) dienen. Dabei werden Ertragswertüberlegungen angestellt, die den künftigen Gewinn in die Kaufpreisermittlung mit einbeziehen. Earn-out-Klauseln definieren im Kaufvertrag einen Anteil des Kaufpreises, der zu einem späteren Zeitpunkt erfolgsabhängig bezahlt wird. Bei der Vertragsgestaltung ist der Formulierung dieser Klausel beso

Rechtliche und steuerliche Aspekte des Cash Pooling

Cash Pooling ist die Zusammenfassung von Barmitteln bei einer Konzernfinanzgesellschaft mit dem Zweck einer zentralen Steuerung der Liquidität im Konzern. Dabei werden die Soll- und Habensaldi aller teilnehmenden Gruppengesellschaften (sog. Pool Teilnehmer) automatisch zusammengeführt. Dies ermöglicht eine effizientere Liquiditätsbewirtschaftung für den gesamten Konzern und bessere Konditionen bei Investitionen und bei der Darlehensaufnahme bei externen Banken. Folgende Graphik zeigt eine Cash P

Missbräuchliche Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) gemäss revidiertem UWG

Unlautere Geschäftspraktiken wie die Verwendung missbräuchlicher AGB sollen hartnäckiger unterbunden werden. Die Revision des Bundesgesetzes über den unlauteren Wettbewerb (UWG) gebührt der Erreichung dieses Ziels. Der revidierte Art. 8 UWG über missbräuchliche Allgemeine Geschäftsbedingungen ist am 1. Juli 2012 in Kraft getreten, nachdem die übrigen Neuerungen bereits am 1. April 2012 Geltung erlangt haben. In Art. 8 UWG wird geregelt, unter welchen Voraussetzungen AGB als missbräuchlich quali

Einsatz mezzaniner Finanzierung für die Unternehmensnachfolge

Die Unternehmensnachfolge ist ein Dauerthema, das gemäss Studien in der Schweiz rund 8'000 Klein- und Mittelunternehmen in den nächsten 5 Jahren beschäftigt. Konkret verfügt ein potenzieller Nachfolger oder eine Nachfolgerin jedoch oft nicht über das nötige Kleingeld, um die Übernahme eines Unternehmens zu finanzieren. Aufgrund der ungenügenden Kreditfähigkeit ist eine vollumfängliche Finanzierung mittels Bankkrediten nicht realistisch. Und: Das Vermögen der Eignerfamilie ist oft im Unternehmen