Hände und Puzzleteile
Lösungen gemeinsam erarbeiten (Symbolbild)

Die digitale Transformation im Bankensektor beschreibt die Herausforderung, sich mit dem schnellen Wandel der Rahmenbedingungen, wie Technologien, Regulatorik, Wettbewerb, Makroumfeld sowie den veränderten Kundenanforderungen auseinanderzusetzen und ganzheitliche Lösungen für das bestehende Geschäftsmodell zu entwickeln.

Sichtweise

Gerade die Veränderung im Kundenverhalten hinsichtlich Digitalisierung macht deutlich, dass mit einer eindimensionalen Sichtweise diese nicht begegnet werden kann. Neben den digitalen Anpassungen der Technologien müssen die Produkte, Geschäftsprozesse sowie Services mit der geforderten Qualität auf den Kunden ausgerichtet werden. Mit Ausrichtung auf den Kunden ist hier „vom Kunden her denken“ gemeint. Lösungen müssen aus der Kundenperspektive mit dem Ziel entwickelt werden, eine höchstmögliche Unterstützung im gesamten Kontext der Leistungserstellung im Sinne von Unbeschwertheit zu bieten.

Führung

Diese Entwicklung hat natürlich auch Einfluss auf die Führung und Führungskultur im Unternehmen. Eigenschaften wie zum Beispiel Transparenz, vernetztes Denken, Agilität, kontinuierliches Lernen und Unternehmertum sind für die zukünftige Gestaltung der Unternehmensleistung unabdingbar. Die Führungskräfte müssen hier die Grundlage für eine solche Kultur legen. Die zukünftige Führungskraft ist sodann nicht mehr im klassischen Sinne als Kapitän gefragt, sondern vielmehr ein Lotse, der den Rahmen definiert, in dem sich die Mitarbeiter bewegen. Die Eigenverantwortung jedes einzelnen wird viel stärker gefragt sein. Führung wird demnach kontextuell anders verstanden, muss jedoch zentraler denn je gelebt werden.

Lernen

Die digitale Transformation bringt wesentliche Veränderungen für das gesamte Unternehmen mit sich. Die technologischen Möglichkeiten und Anforderungen werden omnipräsent und fordern neben den Führungskräften auch die Mitarbeiter sich hinsichtlich ihrer Arbeitsweise und dem Aufbau relevanten Know-Hows anzupassen beziehungsweise weiterzuentwickeln. Die Mitarbeiter sind der zentrale Schlüsselfaktor, denn sie entwickeln im Wesentlichen die zukünftigen Lösungen. Auf der einen Seite sollte das Unternehmen Möglichkeiten für Kompetenzentwicklung anbieten. Dies könnte zum Beispiel ein Lerncampus sein, in dem moderne digitale Kommunikationsmethoden vermittelt werden. Auf der anderen Seite sollten die Mitarbeiter offen für Veränderungen sein und Lust haben, diese mitzugestalten. Ein wesentlicher Faktor für eine erfolgreiche digitale Umsetzung ist das gemeinsame Lernen in Teamstrukturen zwischen Führung und Mitarbeitern.

Fazit

Die heute noch vorwiegend starren Organisationsformen, wie zum Beispiel funktionale Organisationen, müssen den Anforderungen der digitalen Transformation ebenfalls Rechnung tragen. So wird es mehr denn je zentral sein, die eigenen Kunden mit in die Entwicklungsprozesse einzubinden. Die neuen dynamischen Anforderungen der Märkte verlangen nach hoch vernetzten Zusammenarbeitsmodellen. In Tat und Wahrheit ist es demnach nicht mehr ausreichen, die Anforderungen des Kunden zu erfassen und nach Fertigstellung der Lösung die Zufriedenheit abzufragen. Vielmehr wird die Zusammenarbeit mit dem Kunden kontinuierlich erfolgen, um die zu erstellende Lösung zielorientiert mit hoher Qualität bei geringem Ressourcenaufwand umzusetzen.

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