BANI versus VUCA
BANI versus VUCA (Symbolbild)

Das VUCA-Konzept begleitet uns zuverlässig seit vielen Jahren. Es beschreibt die Welt als Volatile (volatil), Uncertain (unsicher), Complex (komplex) und Ambiguous (mehrdeutig). Auf diesem Akronym basieren alle agilen und selbstorganisierten Denk- und Handlungslogiken. Nun stehen wir an der Schwelle zu einer Welt, die von Chaos geprägt ist. VUCA liefert uns daher immer weniger nützliche Erkenntnisse. Im Gegensatz dazu ist BANI ein neues, auf die Situation angepasstes Modell. Dabei steht BANI für B:rittle (brüchig), A:nxious (ängstlich, besorgt), N:on-linear (nicht-linear) und I:ncomprehensible (unbegreiflich).

Chaos prägt unsere Welt

Wir befinden uns im Zeitalter des Chaos – einer Ära, die Strukturen intensiv ablehnt. Es ist nicht einfach nur Instabilität, es ist eine neue Realität, die sich aktiv dem Verständnis was vor sich geht, zu wiedersetzen scheint. Dieser gegenwärtige Moment des politischen Chaos, der Klimakatastrophen und der globalen Pandemie, veranschaulicht die Notwendigkeit einer neuen Methode respektive das Vorhandensein einer Werkbank, um die Formen dieses Zeitalters des Chaos zu erkennen. Die Methoden, die wir im Laufe der Jahre entwickelt haben, um alltägliche Störungen zu erkennen und auf sie zu reagieren, scheinen zunehmend verwirkt und lassen nur noch selten exakte Schlussfolgerungen und Analysen zu.

Es gab schon immer Unsicherheit und Komplexität in der Welt, und wir haben halbwegs wirksame Systeme entwickelt, um uns an diese alltägliche Unordnung anzupassen. Von kurzlebigen Geschäftsmodellen bis hin zu skalierender, politischer Strategien – vieles von dem, was wir als „alltäglich“ bezeichnen, ist letztlich eine Reihe kultureller Werkzeuge, die es uns ermöglichen, den Wandel zu domestizieren.

VUCA und die Dynamik des Wandels

VUCA ist ein Akronym, das volatil, unsicher, komplex und mehrdeutig bedeutet. Der Begriff hat sich in den letzten Jahrzehnten als nützliches, sinnstiftendes Rahmenwerk erwiesen. Es unterstreicht die Schwierigkeit, in einem Paradigma häufiger, oft ruckartiger und verwirrender Veränderungen in Technologie und Kultur gute Entscheidungen zu treffen.

Die neuen Instrumente, die wir geschaffen haben, um diesen Wandel zu bewältigen – Zukunftsdenken und Szenarien, Simulationen und Modelle, agile und selbstorganisierende Systeme – sind Mechanismen, die es uns ermöglichen, in einer VUCA-Umgebung zu denken und zu arbeiten. Diese Instrumente sagen uns nicht, was passieren wird, aber sie ermöglichen es uns, die Parameter zu verstehen, was in einer VUCA-Welt passieren könnte.

Fazit

Wie bereits gezeigt, benötigt die heutige Ökonomie ein neues Verständnismodell, welches die aktuellen Themen und Problematiken abbilden kann. Im nächsten Beitrag dieser Reihe werden die entsprechenden Begrifflichkeiten vertieft aufgeschlüsselt. Bleiben Sie dran.

Autor
Kevin Schneebeli

Kevin Schneebeli

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Autor
Bernhard Koye

Prof. Dr. Bernhard Koye

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