Wirtschaftspsychologie

Verlustaversion: Risiko vermeiden ist Trumpf

Würden Sie folgende Wette annehmen? Beim Münzwurf, also mit einer Fifty-Fifty-Chance zu gewinnen, wäre Ihr Wetteinsatz CHF 10. Wenn Sie gewinnen, bekämen Sie CHF 10, wenn nicht, wären CHF 10 futsch. Sie zögern? Dann geht es Ihnen wie den meisten Menschen: Der Verlust eines Betrages wird als unangenehmer empfunden als die Freude über einen Fund in gleicher Höhe. Der Grund dafür ist das Phänomen der Verlustaversion. Erstmals beschrieben wurde die

Personalentwicklung für 50Plus?

Der demographische Wandel ist in vollem Gange. Mit zunehmendem Alter der Bevölkerung ist mit einem starken Anstieg älterer Mitarbeitender in Unternehmen in den nächsten Jahren zu rechnen. Um die Qualität dieser Anspruchsgruppe möglichst hoch zu halten, sollten sich Unternehmen bereits jetzt darauf vorbereiten, ihre Personalentwicklungsstrategie für alle Altersgruppen attraktiv zu gestalten. Im Rahmen des Studienganges CAS FH in Personalentwicklung fand am Freitag,

Flugbranche: Welche Imagefaktoren zählen?

Was beeinflusst die Meinung zu einer Airline? Nach dem kürzlich erschienenen Post über die Bedeutung von Bekanntheit für das Image einer Airline gehe ich in diesem Beitrag darauf ein, welche Image-Attribute die Einstellung gegenüber einer Fluggesellschaft am stärksten beeinflussen. Vorgehen Um die einzelnen Image-Attribute, die mit Airlines in Verbindung gebracht werden, zu definieren, wurden Zeitungsartikel, Bewertungsportale, Homepages der Airlines und Airline-Allian

Haben bekannte Airlines ein stabileres Image?

Bekanntheit und Image eines Unternehmens spielen bei Kaufentscheidungen eine essenzielle Rolle. In einer gemeinsamen Bachelorarbeit haben meine Studienkollegin Nathalie Burkhard und ich untersucht, inwiefern sich bei Airlines die Bekanntheit auf das Image auswirkt: Hält man an seiner Meinung fest, obwohl man Negatives erfährt? Und ist dabei bedeutsam, ob einem die Airline bekannt ist? Hintergrund Wir sind beide in der Reisebranche tätig und hatten als Vertiefungsrichtung W

Gewohnheit macht Lügner

Unehrlichkeit, Täuschung und Betrug gehören zu unserem sozialen Leben – einerlei ob man in die Politik, die Finanzwelt oder auf persönliche Beziehungen blickt. Das zeigt auch die derzeitige Debatte zum Thema Fake-News. Die Angewohnheit zu lügen, wenn es dem eigenen Vorteil dient, wird mit der Zeit immer stärker. Im menschlichen Gehirn gibt es nämlich eine Tendenz, dass wiederholtes Lügen von immer weniger physiologischen Bremsen gehemmt wird. Dies zeigte

Die Psychologie der Preiswahrnehmung

Wann fällt Ihnen im Alltag eine Preisänderung auf? Oder anders gefragt: Um wieviel Prozent muss sich der Preis für eine Ware ändern, damit der Konsument die Anhebung oder Senkung eines Preises als wirklich relevant beurteilt? Haben schon kleine Veränderungen von wenigen Prozenten Einfluss auf das Kaufverhalten?   Abrams (1964) konnte nachweisen, dass Preisänderungen von weniger als 10% kaum Wirkung auf den Absatz zeigen, während Preisänderungen ab 15

Der kreative Prozess in 8 Schritten

Kreative Ideen sind eine wichtige Grundlage für Fortschritt und Innovation. Aber wie kommt man auf kreative Ideen? Und vor allem: Wie macht man daraus ein innovatives Produkt? Mit einer genialen Eingebung allein kommt jedenfalls noch keine Innovation zustande. Eine solche entwickelt sich im Laufe eines Prozesses. Dieser umfasst typischerweise die folgenden acht Schritte (Schuler & Görlich, 2007). 1. Problementdeckung. Bevor es ans Problemlösen geht, muss ein Problem üb

Mobilität: Der Preis des Pendelns

Gehören Sie auch zu den über 4 Millionen SchweizerInnen, die Tag für Tag mit Auto, Bus oder Zug zwischen ihrem Zuhause und dem Arbeits- oder Ausbildungsort hin- und herpendeln? Laut gängiger Meinung soll Pendeln krank, unglücklich und gestresst machen. Stimmt das wirklich? Dieser Frage war Wirtschaftspsychologe Christian Fichter mit seinem Team von Kalaidos Research zusammen mit dem SRF-Wissensmagazin Einstein nachgegangen. Was er dabei herausfand, finden Sie am Ende des

Was ist neu am Wandel?

Nichts. Denn Wandel gab`s schon immer! Natürlich ist es richtig und wichtig, dass Unternehmen wandlungsfähig, agil und adaptiv sein müssen. Aber diese Erkenntnis ist keineswegs neu (z. B. Kieser, 1996). Auch wenn stets neue Schlagwörter für vermeintlich «disruptive» Entwicklungen in der Wirtschaft gefunden werden (im Moment z. B. «agil» oder «lean»): Schon seit jeher beeinflussen technologische, wissenschaftliche, medizinische, demogra

Tipps: So erreichen Sie Ihre Vorsätze

In meinem letzten Beitrag habe ich Ihnen die AROMA-Formel mit ihren Dimensionen vorgestellt. Heute zeige ich an einem Beispiel eine Zielformulierung mit bzw. ohne AROMA und was Sie tun können, damit die Umsetzung Ihres neuen Vorsatzes klappt. Der neue Vorsatz ist nun formuliert. Was ist jetzt für die Umsetzung zu beachten, damit das neue Ziel auch tatsächlich zur Gewohnheit werden kann? 7 Tipps und Tricks, die Sie bei der Erreichung Ihrer Ziele für das neue Jahr unterst&uu