Wirtschaftspsychologie

Working Poors: Eine Form von Armut

Der Begriff Armut bezieht sich nicht nur auf finanzielle Aspekte. Unter nichtfinanzielle Aspekte fallen etwa mangelnde soziale Kompetenzen, soziale Ausgrenzung oder mangelnde Bildung. Bei der finanziellen Armut hingegen geht es um eine Unterschreitung des minimalen Lebensstandards. Die Bezeichnung Armut suggeriert uns schnell, dass es sich um arbeitslose Obdachlose handelt, welche auf der Strasse leben. Armut hat aber viele Gesichter. Working Poors Eine Form von Armut ist die Erwerbsarmut bzw

Mythos Graphologie – Was ist dran?

Was verrät die Handschrift eines Menschen über seine Persönlichkeit? Können aus der Handschrift Eigenschaften und Fähigkeiten des Schreibenden herausgelesen werden, etwa Intelligenz, Temperament, soziale Kompetenz oder Zuverlässigkeit? Um es vorwegzunehmen: Die Graphologie hält nicht, was sie verspricht. Wirtschaftspsychologe Prof. Dr. Uwe P. Kanning widmet sich zum Auftakt seines frisch gestarteten YouTube-Kanals «15 Minuten Wirtschaftspsychologie&ra

Buchempfehlung: Gegen Vorurteile

«Erkennt man eine Meinung als Vorurteil, empfindet man sie als zu kurz gedacht, als falsch, vielleicht sogar als dumm. So weit, so einfach, der Knackpunkt ist bloß: Wie lässt sich ein Vorurteil erkennen?» Mit diesen Worten fassen die Autoren Nina Horaczek und Sebastian Wiese im Vorwort zusammen, worum es in ihrem handlichen Buch geht. Die Journalistin und der Jurist untersuchen zahlreiche verbreitete Vorurteile, wie z. B. «Ausländer nehmen uns die Arbeitspl&au

Was den Studienerfolg wirklich steigert

Ein Studium kostet einiges an Zeit, Geld und Kraft. Wie Hochschulbildung aussehen muss, damit sich diese Investition auch lohnt und in Studienerfolg niederschlägt, ist ein zentrales Thema der empirischen Unterrichtsforschung. Die Psychologen Michael Schneider und Franzis Preckel von der Universität Trier haben in einer demnächst im Psychological Bulletin erscheinenden Metastudie die Fülle an internationalen Forschungsergebnissen in diesem Bereich systematisch gesichtet und au

Wie Unternehmen Smart Working einführen

Alles deutet darauf hin, dass der Arbeitsplatz der Zukunft kein fester Ort mehr ist, sondern flexibel wählbar sein wird. Video-Kollaborationen ermöglichen schon jetzt eine ortsunabhängige Zusammenarbeit, flexible Arbeitszeiten, ja sogar Arbeiten aus flexiblen Destinationen. Eine von Steelcase durchgeführte Studie vermutet, dass ein positiver Zusammenhang zwischen Engagement und Zufriedenheit mit der Arbeitsumgebung besteht. Ein Grund mehr für Unternehmen, über die E

Detailhandel: Der lange Weg zum täglich Brot

Kennen Sie das? Schnell noch zwei, drei Artikel fürs Abendessen zu besorgen, kann sich im Supermarkt aufgrund langer Laufwege erstaunlich hinziehen und auch noch zu einem grösseren Einkauf führen. Das ist kein Zufall. Bei der Ladengestaltung ist nämlich das Ladenlayout bzw. der Grundriss des Ladens und die damit verbundenen Laufwege ein wichtiger Faktor für den Erfolg. Kunden sollen sich sowohl gut im Laden verteilen als auch möglichst alle Bereiche besuchen –

Aus Erfahrung wird man klug?

So lautet jedenfalls ein bekanntes Sprichwort. Aber trifft das wirklich immer zu? Erfahrung sollte doch Irrtümer und Fehlentscheidungen reduzieren. Schliesslich können falsche Entscheidungen beispielsweise in der Unternehmensführung fatale Folgen nach sich ziehen. Und längst erwiesen ist auch, dass Unternehmen von älteren und erfahrenen Know-How-Trägern sehr profitieren können. Die Antwort lautet aber: Erfahrung macht nicht automatisch klug, sie kann auch

Warum sich junge Menschen verschulden

Eigentlich habe ich es schon geahnt. In Kanada vor 15 Jahren, als meine japanische Studienkollegin bei jedem Einkauf freudig ihre Kreditkarte zückte und auf meine Frage, ob ihre Eltern denn die Kreditkartenrechnungen von Japan aus beglichen, mit einem selbstsicheren «Was interessieren mich die Rechnungen von morgen, wenn mir diese Schuhe heute gefallen!» antwortete, eröffnete sie mir eine mir damals noch unbekannte Sichtweise auf den Umgang mit Geld. Wie Sie sich bestimmt d

Verlustaversion: Risiko vermeiden ist Trumpf

Würden Sie folgende Wette annehmen? Beim Münzwurf, also mit einer Fifty-Fifty-Chance zu gewinnen, wäre Ihr Wetteinsatz CHF 10. Wenn Sie gewinnen, bekämen Sie CHF 10, wenn nicht, wären CHF 10 futsch. Sie zögern? Dann geht es Ihnen wie den meisten Menschen: Der Verlust eines Betrages wird als unangenehmer empfunden als die Freude über einen Fund in gleicher Höhe. Der Grund dafür ist das Phänomen der Verlustaversion. Erstmals beschrieben wurde die

Personalentwicklung für 50Plus?

Der demographische Wandel ist in vollem Gange. Mit zunehmendem Alter der Bevölkerung ist mit einem starken Anstieg älterer Mitarbeitender in Unternehmen in den nächsten Jahren zu rechnen. Um die Qualität dieser Anspruchsgruppe möglichst hoch zu halten, sollten sich Unternehmen bereits jetzt darauf vorbereiten, ihre Personalentwicklungsstrategie für alle Altersgruppen attraktiv zu gestalten. Im Rahmen des Studienganges CAS FH in Personalentwicklung fand am Freitag,