Unternehmensführung

Entrepreneurial Leadership - Studienreise Teil 3

01. März 2017

Der Kalaidos Blog begleitet 21 Teilnehmende unseres CAS FH in Innovative Management & Development auf einer Studienreise ins Silicon Valley. Das Leitthema lautet „Leadership“. Heute, Montag 20.02.2017 startet das offizielle Programm: Mit Dr. Barbara B. Lawton erleben wir den Workshop Entrepreneurial Leadership in Downtown San Francisco.

Eine spannende Referentin: Barbara studierte Wirtschaft, Leadership und Psychologie. Sie ist Professorin an der University of Colorada at Boulder und parallel dazu Business Consultant und Business Coach. Der Tag ähnelt einem Seminar an einer Hochschule. Barbara gibt theoretischen Input, welcher dann von den Studierenden in Übungen angewendet und diskutiert wird. Unterstützend für diesen intensiven Austausch wirkt der Seminarraum, welcher einer alten Bibliothek mit hohen Decken und vielen Büchern ähnelt.

Seminarraum in San Francisco

Bild: Der geräumige Seminarraum im historischen Stil

Thematisch stehen die Studierenden selbst im Zentrum des Unterrichts. Immer wieder treffen wir auf Menschen, die uns positiv beeinflussen und uns inspirieren. Aber was für Menschen sind das eigentlich? Für den einen ist es der Ehemann/die Ehefrau, für andere der beste Freund, ein Autor oder auch der eigene Chef.

Aber warum bringen uns diese Personen dazu, unsere alten Angewohnheiten abzulegen oder zu transferieren, stärken unser Selbstbewusstsein und treiben unsere persönliche Entwicklung voran? Weil sie in uns etwas sehen, was wir nicht sehen. Sie haben Visionen und fordern uns entsprechend heraus, damit wir unsere Komfortzone verlassen.

Wer in seine persönliche „High performance zone“ kommt, der bringt Höchstleistungen. Performance Management will die Mitarbeitenden zu Höchstleistungen motivieren. Barbara betont: Es geht darum, Qualitätsstandards zu erreichen und zu übertreffen, indem die Fähigkeiten jedes Einzelnen optimal eingesetzt werden.

Grafik High Performance Zone

Grafik: Der Idealzustand für „High Performance“ entsteht durch die richtige Balance.

Die einfache Grafik macht deutlich: Ist die Unterstützung vom Vorgesetzten zu gross, fühlen wir uns gelangweilt. Ist die Herausforderungen zu gross, fühlen wir uns verängstigt. Das Ziel ist die richtige Balance zwischen Unterstützung und Herausforderung

Wie in allen Bereichen des Lebens spielt die Kommunikation eine wesentlich Rolle. Die tägliche Herausforderung in der Leadership Conversation umfasst drei Punkte:

1. Task: bezogen auf den Zweck der Konversation

2. Relationship: Beziehung zwischen den Unterhaltenden

3. Self: Habe ich das Beste in die Konversation eingebracht?

Alle drei Punkte sollten erfüllt sein, um eine unter Leadership-Gesichtspunkten erfolgreiche Konversation zu führen, betont Barbara. Entrepreneurial Leadership wird ausserdem durch das Human Development, die persönliche Entwicklung, determiniert. Auch hier gibt uns Barbara drei zentrale Punkte mit auf den Weg:

1. self survival
= besteht bereits im Kleinkindalter

2. social (acceptance) = Spiegelt eher die Rolle des Opfers, des Victims wieder. Sie bezieht sich darauf, dass "Ich recht habe". Ziel ist „not to lose“, der Fokus wird hierbei auf externe Faktoren wie Umfeld oder Umwelt gerichtet.

3. self-awareness (I`m ok with myself) = Hierbei richtet sich das Ziel auf Resultate. My choice & actions (Generativität).

Jeder gute Leader sollte ihrer Ansicht nach der Selbsterkenntnis zustreben. Diese Fähigkeit ist nicht angeboren, sondern entwickelt sich in einem langen persönlichen Prozess. Der Weg dorthin ist keinesfalls immer leicht, denn Fehler dürfen gemacht werden. Gerade hieran werden wir gemessen und/oder verurteilt.

Die Teilnehmer der Studienreise stellen fest: Gute Leadership besteht aus den drei Punkten T, R und S. Ist der Zweck der Konversation klar (Task)? Welche Beziehung besteht zwischen den Kommunikationspartnern (Relationsship)? Habe ich mein Bestes in diese Konversation eingebracht (Self)?. Ein guter Leader hat einen persönlichen Entwicklungsprozess durchlaufen, an dessen Ende die eigne Selbsterkenntnis steht. Deshalb ist er mit sich im Reinen.

Weitere Teile dieser Serie:

Leadership im Silicon Valley - Studienreise Teil 1
Besuch in Alcatraz - Studienreise Teil 2
Entrepreneurial Leadership - Studienreise Teil 3
Leadership bei Google und Cisco - Studienreise Teil 4
Denken wie grosse Entrepreneure - Studienreise Teil 5
Wie Entrepreneure Firmen gründen - Studienreise Teil 6
Fail often, fail forward - Studienreise Teil 7

Themen: Unternehmensführung, HR und Leadership

Autor: Maika Lange

Datum: 01. März 2017

Schlagworte: Unternehmensführung

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