Wirtschaft AG
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CH-8048 Zürich
Tel. +41 44 200 19 19
Ab August 2012:
Jungholzstrasse 43
CH-8050 Zürich
Externe Institute:
Institut Athemia
Jungholzstrasse 43
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Schweizerisches Treuhand-Institut
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Institut für Wirtschaftsinformatik
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HOCHKARÄTIG - VIELFÄLTIG - VERNETZEND
Rund 250 Studierende besuchten die Referate rund um das Thema „Wirtschaft steuern – Punkt oder Fragezeichen“. Nach dem Prinzip «vom Globalen ins Persönliche» wurden in 12 Referaten, gestaffelt in 3 Themenblöcken, weltweite Trends aufgezeigt, der Transfer und die Umsetzung auf der Unternehmensebene betrachtet, Expertenmeinungen vorgestellt und die Konsequenzen für die persönliche Arbeit diskutiert. Speziell gut angekommen bei den Teilnehmenden sind die Panels, welche die Referate mit angeregten Diskussionen abrundeten.
Besonders spannend war der Beitrag von Prof. Dr. Mathias Binswanger, Fachhochschule Nordwestschweiz, zum Thema künstlich inszenierter Märkte, welche vor allem im Bereich der Wissenschaft, Bildung und im Gesundheitswesen gang und gäbe sind. Diese Wettbewerbe führen aber nicht zwingend zu besseren Ergebnissen sondern – im Gegenteil – zu fatalen Folgen für die Wirtschaft und Gesellschaft. Denn Wettbewerb kann nur dort für Effizienz sorgen, wo es auch einen funktionierenden Markt gibt.
Frau Dr. Renate Schwob thematisierte den Spielraum der Schweiz bei der Regulierung des Finanzplatzes. Als stellvertretender CEO der Schweizerischen Bankiersvereinigung vertritt sie die Haltung, dass die Banken sich selbst regulieren müssen, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können. Sie ist überzeugt, dass die Schweiz sich ein Mitspracherecht bei der Regulierung der internationalen Finanzplätze sichern kann und die Argumente der Schweiz auch gehört werden.
„Sinn und Unsinn in der staatlichen Steuerung privater Bildung“ – dazu äusserte sich Dr. Jakob Limacher, Präsident des Fachhochschulrats der Kalaidos Fachhochschule. Am Beispiel des Bildungsmarktes hat er aufgezeigt, dass regulatorische Eingriffe an den richtigen Stellen und im richtigen Mass die Marktteilnehmer schützen und für Gleichgewicht unter ihnen sorgen können. Steuerung und Kontrolle aus ideologischen Gründen oder aus Mangel an Wissen hingegen verzerren auf unfaire Weise den Wettbewerb und werden für die Wissensgesellschaft zu einer belastenden Hypothek, so Limacher.
Auf den Leitsatz des Forums – „Wirtschaft steuern – Punkt oder Fragezeichen“ – kann zusammengefasst gesagt werden: Es braucht Steuerung. Vor allem aber braucht es einen breit abgestützten Dialog zu komplexen Fragestellungen, damit so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich gesteuert werden kann – für eine gesunde Entwicklung der Wirtschaft.
Das nächste Forum der Kalaidos Fachhochschule findet im Juni 2012 statt. Im November/Dezember 2011 stehen neu die sogenannten „Herbstgespräche“ für die Studierenden auf dem Programm.
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