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Vom 29. bis 30. November 2010 fand das zehnte Wirtschaftsforum der Kalaidos Fachhochschule statt. Über 500 Teilnehmende stellten sich aus einer Auswahl von 16 Referaten ihr persönliches Forumsprogramm zusammen. Veranstaltungsort war das Novotel Zürich City-West.
Experten aus den verschiedensten Tätigkeitsgebieten sprachen im Novotel Zürich City-West zum Thema «Fast & Slow». Dabei wurde ein grosser Bogen vom Hightech zum Hightouch geschlagen, vom schnellen Benchmarking zur nachhaltigen Organisationsentwicklung, vom Meistern grosser demografischer Herausforderungen bis hin zum Lösen zwischenmenschlicher Probleme am Arbeitsplatz.
Caroline Odermatt hat drei Persönlichkeiten der Kalaidos Fachhochschule zu ihren Eindrücken vom Wirtschaftsforum befragt:
Jürg Eggenberger, Rektor der Kalaidos Fachhochschule Wirtschaft, Prof. Dr. Christian Fichter, Leiter Forschung und Entwicklung der Kalaidos Fachhochschule, und Prof. Dr. Bernhard Koye, Leiter des Instituts Finance & Banking an der Kalaidos Fachhochschule Wirtschaft.
Das Wirtschaftsforum stand unter dem Motto «Fast & Slow». Herr Fichter, was wird in Zukunft tatsächlich schneller, und was wird eher langsamer werden?
Fichter: Information wird schneller − Wissen langsamer. In anderen Worten: Die Informationsflut wird noch zunehmen, und wir stehen vor der grossen Herausforderung, daraus das Relevante herauszufiltern und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Ein Prozess, der viel Zeit und auch Übung braucht. Insbesondere in unserer Wissensgesellschaft ist es eine Schlüsselkompetenz, Information zu verstehen, im Kontext zu sehen und die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Sogar Top-Führungskräften fällt dies nicht einfach, wie es einige von ihnen in ihren Referaten offen bekannt haben.
Herr Eggenberger, wie beurteilen Sie die Qualität dieses Forums im Vergleich zu früheren Veranstaltungen?
Eggenberger: Unsere Ansprüche an Vielfalt und Substanz der Foren-Beiträge sind hoch. Wir wollen zum Nachdenken anregen. Dazwischen braucht es sicher aber auch ein paar bekannte Namen, die anlocken. Wir sind mit dem aktuellen Wirtschaftsforum sehr zufrieden. Gleichzeitig ist eine kontinuierliche Verbesserung natürlich in unserem Sinne. Die Referate passten dieses Mal zum Teil nicht hundertprozentig zum übergeordneten Thema. Ich denke, da können wir noch zulegen.
Koye: Das sehe ich ähnlich. Durch die Neupositionierung haben wir aber inhaltlich und organisatorisch an Qualität gewonnen. So hat die Definition des übergeordneten Themas «Fast & Slow» einen Orientierungsrahmen geschaffen, der von den Studenten positiv aufgenommen wurde. Mit dem neuen Austragungsort wurde es auch möglich, die Vorträge eher wie eine Konferenz zu gestalten. Für diese weniger schulmässige Stimmung am Forum erhielten wir ein deutlich positives Feedback.
Das Wirtschaftsforum folgte einer eigenen Struktur nach dem Prinzip «vom Globalen ins Persönliche». Wie müssen wir uns diese Struktur vorstellen?
Koye: Die Studenten der Fachhochschule sollen nach ihrem Studium fähig sein, die entscheidenden Kompetenzen zu entwickeln, um relevante gesellschaftliche und wirtschaftliche Trends in ihrem Arbeitsumfeld erfolgreich zu meistern. Es geht dabei immer um die Orientierungsfähigkeit (global) wie auch um die Umsetzung. Umsetzung in dem Sinne, dass die Studenten die richtigen Entscheidungen treffen und so mit der Herausforderung fertig werden.
Unsere Foren fassen daher in vier Themenblöcken jeweils vier Referate zusammen. Der erste Themenblock zeigt globale Trends auf, der zweite befasst sich mit dem Transfer dieser Trends in die Unternehmen, der dritte Block stellt Expertenmeinungen dazu in den Mittelpunkt. Der vierte und letzte Block schliesslich versucht, das zuvor Gelernte auf die persönliche Arbeitsebene zu bringen.
Das klingt nach einer sehr anspruchsvollen Aufgabe für die Programmverantwortlichen.
Das ist so, in der Tat. Allerdings ist diese Struktur eher als Leitlinie zu verstehen, für uns und die Referierenden. Sie soll aber keinesfalls ein einschränkendes Korsett sein.
Was war Ihr persönliches Highlight unter den Referaten?
Eggenberger: Spannend war sicher der Vortrag von Daniel Sigrist von der FINMA, der einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen der Bankenaufsicht während der Wirtschaftskrise gab.
Für mich war zudem Allan Guggenbühls Referat ein Höhepunkt. Er zeigte eindrücklich auf, wie wir am Arbeitsplatz perfide Tricks subtil anwenden, um hinter der Maske des Guten Aggressionen auszuleben.
Fichter: Auch mich hat Guggenbühl sehr überzeugt. Daneben hat mich besonders Tony Nüschelers Vortrag gepackt. Ich hätte nie erwartet, dass das Thema „Die Wiederentdeckung des Kunden: Innovationen in der Lebensversicherungsbranche“ informativ und spannend sein kann. Der positive Eindruck ist sicher darauf zurückzuführen, dass der Referent ein guter Erzähler ist. Besonders wertvoll fand ich auch das Referat von Markus Rege, der uns die Vielfalt des Zoos als Unternehmung humorvoll und anschaulich präsentierte.
Koye: Mich persönlich hat das Referat von Hanspeter Hess, dem Direktor des Verbands Schweizerischer Kantonalbanken, sehr beindruckt. Er reflektierte die Finanzkrise aus der Optik der Schweizer Wirtschaft und den Kantonalbanken − für die Studierenden eine einmalige Chance. Auch Charlotte Gätz hat mich überzeugt. Mit ihrem Referat zum Thema Nachhaltigkeit konnte sie klar aufzeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg und nachhaltig-partnerschaftlicher Umgang mit Ressourcen kein Widerspruch, sondern sich ergänzende Faktoren sind, die in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen werden.
Das Wirtschaftsforum ist Bestandteil der Studiengänge der Kalaidos Fachhochschule. Meines Wissens einzigartig an Schweizer Hochschulen. Was ist die Idee dahinter?
Eggenberger: Wir sind die Hochschule für Berufstätige. Die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen aus der Praxis der Wirtschaft und ihrem Umfeld ist für die Studierenden sehr wichtig. Es geht auch darum, andere Standpunkte zu erkunden und mit eigenen Meinungen zu vergleichen, die eigene Wahrnehmung zu schärfen und sich zu vernetzen.
Wird das Wirtschaftsforum der Kalaidos Fachhochschule in Zukunft auch gegenüber Aussenstehenden, die nicht an der Kalaidos studieren, geöffnet?
Eggenberger: Es ist schon heute möglich, das Forum zu besuchen, ohne an der Kalaidos Fachhochschule zu studieren. Aufgrund der beschränkten Kapazitäten haben wir aber das Problem, dass die einzelnen Referate schnell ausgebucht sind. Deshalb überlegen wir zurzeit, ob ein neuer Austragungsort Sinn machen würde.
Meine Herren, ich danke für das interessante Gespräch!
15.6.2010, Novotel Zürich City-West
15:00 – 16:00 Global Trends
Urbanisierung und demografischer Wandel: eine Herausforderung an die Infrastruktur unserer Städte
Wie können tragfähige Infrastrukturen geschaffen, die medizinischen Leistungen gesichert, der Bedarf an Rohstoffen gedeckt und die Mobilitätsbedürfnisse befriedigt werden – ohne Umweltschädigungen und noch mehr Treibhausgase? Bis 2050 werden 9 Mia. Menschen die Erde bevölkern. Doch niedrige Geburtenraten und die weltweit steigende Lebenserwartung lassen die Gesellschaften altern. Besonders betroffen sind die Städte: Bis 2025 werden voraussichtlich 60% der Menschen in Grossagglomerationen wohnen. Die ökonomische Bedeutung der Städte wächst, und sie bieten Chancen für Entwicklung, Beschäftigung und Wohlstand. Doch das Wachstum und die besonderen Bedürfnisse der Städte führen die urbanen Infrastrukturen immer mehr an ihre Grenzen.
Gerlach, Siegfried trat 1979 nach seinem Mathematikstudium an der Universität Tübingen und der Oregon State University in die Computer Gesellschaft Konstanz (CGK) ein. Anfangs 1998 wechselte er zur Siemens Schweiz als Leiter des Softwarehauses und ab 1999 des Geschäftsbereichs Transportation Systems. 2004 und 2005 war er als Geschäftsbereichsleiter Mass Transit vor allem für das Projekt Combino bei Siemens in Erlangen aktiv. Dann kehrte er als COO zur Siemens Schweiz zurück. Seit 2008 ist er Generaldirektor und Vorsitzender der Geschäftsleitung von Siemens Schweiz.
29.11.2010, Novotel Zürich City-West
15:00 – 16:00 Global Trends
Die Finanzkrise aus der Sicht eines (Gross-)Bankaufsehers
Was ist passiert? Was sind die Ursachen und Gründe? Wer ist für die Finanzkrise verantwortlich?
Daniel Sigrist macht einen persönlichen Rückblick, zieht Lehren aus der Krise und erklärt das Reformprogramm.
Sigrist, Daniel ist dipl. Mathematiker ETH und lic.oec. HSG. Mehrere Jahre Lehrbeauftragter für Mathematik und Informatik, Dozent für Risikomanagement, für die Winterthur im Konzernbereich Finanzen tätig. Ab 1999 Leiter der Gruppe Risikomanagement der eidg. Bankenkommission (EBK) als Projektleiter für die Umsetzung von Basel II und Vorsitzender der Nationalen Arbeitsgruppe. Seit 2002 Mitglied verschiedener Arbeitsgruppen des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht. 2007 bis 2009 Leiter Abteilung Grossbanken der EBK bzw. der heutigen FINMA. Seit 2009 Leiter der Lebensversicherungsaufsicht.
29.11.2010, Novotel Zürich City-West
16:30 – 17:30 Global Trends
Schweizer Assekuranz – Die Wiederentdeckung des Kunden: Innovationen in der Lebensversicherungs-Branche
Glokal: Integration von Dienstleistungen über die Grenzen
Kundenkontakt: Vertriebspartner und Kundenerwartung unter einem Hut
Marketing: Produktentwicklung im Fokus der Kundenerwartung
Medien: Kundenvorteile wie Erreichbarkeit und InterKommunikation im Zusammenhang mit neuen Medien
Nüscheler, Tony ist Market Manager Switzerland und seit zehn Jahren bei Skandia Leben AG tätig. Skandia Leben AG entwickelt und vermarktet fondsgebundene Lebensversicherungen und weitere Vorsorge-Produkte für den Retail-Markt Schweiz. In dieser Rolle ist er für den Gesamterfolg der Skandia-Niederlassung Schweiz verantwortlich. Seine Marketing- und Vertriebserfahrung basiert auf verschiedenen leitenden Funktionen im Dienstleistungs-Bereich. Tony Nüscheler hat neben dem Handelsdiplom verschiedene Marketing-Ausbildungen absolviert und ein Nachdiplomstudium in Organisations-Entwicklung abgeschlossen.
29.11.2010, Novotel Zürich City-West
16:30 – 17:30 Global Trends
Vorausschauen heisst, den demografischen Wandel ernst nehmen
Welche Herausforderungen bringt der demografische Wandel den Unternehmen? Wie erkenne ich unternehmensspezifische Personalrisiken und wie wandle ich sie in Wettbewerbsvorteile um? Welche Handlungsoptionen bzw. Strategien sind für mein Unternehmen sinnvoll? Welche Erfahrungen haben andere Unternehmen bereits gesammelt und was kann ich daraus lernen? Der demografische Wandel findet statt: Fachkräftemangel, ältere Belegschaften, Wissensverlust durch Pensionierung und veränderte Wertvorstellungen sind nur einige Auswirkungen davon. Das Referat vermittelt wertvolles Fachwissen, um Ihre Personalstrategie «demografiefest» zu machen und die Herausforderungen der demografischen Veränderungen in Chancen für Ihr Unternehmen umzuwandeln.
Seiz Mak, Stefanie ist Senior Partner der Geko Consulting. Bevor sie das erste schweizweite interdisziplinäre Expertennetzwerk zum Thema Generationen-Kompetenz aufbaute, war sie viele Jahre in Fach und Führungsfunktionen in der chemisch/pharmazeutischen Industrie wie auch in der öffentlichen Verwaltung tätig. Zudem gründete sie nach ihrem Betriebswirtschaftsstudium ein Beratungsunternehmen für Personal- und Organisationsentwicklung. Stefanie Seiz Mak hat verschiedene Lehrtätigkeiten für Führung und Personalmanagement.
29.11.2010, Novotel Zürich City-West
18:15 – 19:15 Transfer
Der Dialog als Schmiermittel des Transfers – Betrachtungen und Erfahrungen aus der Praxis
Dialog ist mehr als Kommunikation. Dialog ist heute ein kritischer Erfolgsfaktor des wertorientierten Transfers. Dialogfähigkeit muss erlernt und geübt werden; der Wille zum Dialog ist kein Verhandlungspunkt.
Anhand von drei Bereichen, Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis, Dialog unter Praktikern und Dialog über hierarchische Stufen, wird das Thema ausgeleuchtet.
Sulzberger, Markus, Studien in Betriebswirtschaft an der Uni Zürich, Doktorat 1980. Erste praktische Erfahrungen
bei der Schweizerischen Volksbank. Nach Studium verschiedene Positionen bei der UBS: Organisation,
Controlling, Dienste und Kundenberatung in der Schweiz und USA. 1990 Beförderung zum Direktor. Mehrere
Jahre Dozent beim Swiss Finance Institute und Lehrauftrag an der Uni Zürich. Heute Präsident der SGO,
Schweizerische Gesellschaft für Organisation und Management sowie der SGO Stiftung. Seit mehreren Jahren
Vorsitzender des Herausgeberbeirates der zfo, Zeitschrift für Führung und Organisation. Zudem berät er
heute Firmen in Organisations- und Führungsfragen und betreut Mentees an verschiedenen Universitäten.
29.11.2010, Novotel Zürich City-West
18:15 – 19:15 Transfer
Informations-Tsunami – Der Mensch zwischen High-tech und High-touch
Die Technik macht es möglich: Immer mehr Informationen können immer schneller verbreitet werden. Aber, heisst das Mehr an Informationen auch ein Mehr an Wissen? Wie filtert der Mensch die für ihn relevanten Informationen aus der Informationsflut heraus? Gerade in der Marketingkommunikation sind die Antworten auf diese Fragen von zentraler Bedeutung. Für das wirtschaftliche Verbreiten von Informationen, die zum Handeln anregen, gelten neue Gesetze. Die Folge daraus ist nicht nur eine neue Allokation der Marketingbudgets, sondern auch eine Neukonzeption der Kommunikationsinhalte. Anhand neuer Erkenntnisse, verschiedener Überlegungen und diverser Beispiele werden die Grundlagen für eine wirkungsvolle Marketingkommunikation in Zeiten des Informationsoverkills erarbeitet.
Bauer, Peter absolvierte das BWL-Studium an der Uni Zürich und Nachdiplomstudien in Chicago und London. Er hatte verschiedene Marketing- und Managementfunktionen bei 3M, Philips, BBDO, ZfU und bei der CS als Leiter Marketing Retailbanking, wo er wegweisende Kundenbindungsprogramme realisierte. Als Geschäftsführer der ATHEMIA AG war er zudem in der Kalaidos Gruppe tätig. Er ist heute Leiter Marketing und Verkaufssupport der Luzerner Kantonalbank. Sein Know-how gibt er als Dozent für Marketing in der Swiss Asia Banking School Singapore und der Kalaidos Gruppe weiter.
29.11.2010, Novotel Zürich City-West
19:45 – 20:45 Transfer
Intercultural Learning –Doing More With Less (in English)
The Initiative for Intercultural Learning (IFIL) is an independent non-profit organization run by
students and young professionals. IFIL is today a globally active NPO and is entirely run by
volunteers. Danny Bürkli, the co-chair of the executive board of IFIL, will present how IFIL acts
as a unique platform for intercultural learning and how «social entrepreneur» ventures like IFIL
can have a significant impact with minimal funding.
Bürkli, Danny is the Co-Chair of the Executive Committee of the Initiative for Intercultural Learning (IFIL).
With IFIL he organized an intercultural study trip to Yemen, several projects in Switzerland and a study trip to
London on radicalization and political violence. He studied Political Science at the Universities of Zurich and
Geneva. Danny Bürkli is a former Youth Representative of Switzerland to the United Nations.
29.11.2010, Novotel Zürich City-West
19:45 – 20:45 Transfer
Der Zoo Zürich – von der Tier- und Völkerschau zum Naturschutzzentrum
Der Zoo Zürich ist mit 1.8 Millionen Besuchern eines der meistbesuchten Kulturinstitute der Schweiz und hat sich in den letzten Jahren zu einem Naturschutzzentrum entwickelt. Ein moderner Zoo ist heute weit mehr als eine Ausstellung von exotischen Tieren. Welche Schwerpunkte im Naturschutz werden gesetzt, welche Inhalte werden kommuniziert und wie finanziert sich dieses Unternehmen im hart umkämpften Freizeitmarkt der Schweiz?
Rege, Markus ist diplomierter Geograf und Marketingleiter. Seit zwei Jahren ist er bei der Zoo Zürich AG in der Geschäftsleitung für Marketing, Verkauf und Edukation zuständig. 2006 bis 2008 leitete er das Marketing von Schweiz Tourismus und davor war er in verschiedenen leitenden Marketingfunktionen bei SSR Reisen, Swissair und SWISS tätig.
30.11.2010, Novotel Zürich City-West
15:00 - 16:00, Expert Topics
Benchmarking: Schnell wissen, wo man steht
Wie hole ich externes Knowhow in mein Unternehmen? Wie erhalte ich in kurzer Zeit eine Standortbestimmung des Unternehmens im Vergleich zur Konkurrenz? Benchmarking hat sich in den letzten zehn Jahren die Anerkennung als wichtiges Führungsinstrument gesichert. Die Swiss Benchmarking AG führt regelmässig Benchmarkinganalysen
für Schweizer Finanzdienstleister und Pharmaunternehmen durch. Welche Arten von Benchmarkinganalysen es gibt, welchen Nutzen Benchmarking erbringen kann und wo die Limitationen dieser Methodik liegen, wird an einem Praxisbeispiel demonstriert.
Ernst, Michaela absolvierte eine Banklehre bei der Deutschen Bank und studierte im Anschluss an der Universität Konstanz Volkswirtschaft mit dem Schwerpunkt «Empirische Wirtschaftsforschung». Bevor sie zur Swiss Benchmarking AG kam, arbeitete sie als Unternehmensberaterin bei einer amerikanischen Beratungsfirma und zehn Jahre bei der COMIT AG.
30.11.2010, Novotel Zürich City-West
15:00 - 16:00, Expert Topics
Nachhaltigkeit in Organisationen
Was ist eine gesunde Nutzung von Zeit? Was ist eine angemessene Geschwindigkeit, die uns im Einklang unserer Werte voran bringt und zu nachhaltigem Wachstum und Entwicklung führt? Das Thema Nachhaltigkeit ist verknüpft mit einem Nachdenken über Wirkung von Führung oder Beratung, und es steht im Widerspruch zu den zunehmend auf Kurzfristigkeit und Flexibilität orientierten Organisationen. Nachhaltige Veränderungen sind eigentlich Entwicklungen, die mit einem Gemeinschaftserlebnis zu tun haben, dem Fortbestand der Organisation dienen und gleichzeitig die Beteiligten an dieses binden. Wer nach Nachhaltigkeit sucht, hat sich aus Angst vor der Unnützlichkeit auf die Suche nach Sinn gemacht, nach Wirkung durch Selbstachtung, innerer Verpflichtung und Engagement.
Götz-Pagni, Charlotte studierte Kommunikationswissenschaften in Berlin, war als Journalistin im Radio-, Fernseh- und Printbereich tätig und arbeitete in Medienagenturen in Berlin und Florenz als Beraterin für interne und externe Kommunikation. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die Begleitung von Veränderungsprozessen unter systemischem Gesichtspunkt, die Beratung von Familienunternehmen, Mediation und interkulturelle Kompetenz. Mit Federico Pagni gründete sie das Institut für systemisches Counselling und Beratung in Mailand. Charlotte Götz-Pagni ist Projektleiterin von Königswieser & Network.
30.11.2010, Novotel Zürich City-West
16:30 - 17:30, Expert Topics
Herausforderungen des Bankenplatzes Schweiz aus Sicht der Kantonalbanken
Die Finanzkrise hat eine neue Ära für die Positionierung der Schweizer Banken eingeläutet. Stand in den Jahren zuvor noch die Eigenkapitalrentabilität als omnipotente Zielgrösse im Vordergrund strategischer Überlegungen, so zeigt sich heute, dass sowohl der Risikogehalt einzelner Geschäftsfelder wie auch die Optimierung der Eigenkapitalbasis in neuem Licht zu betrachten sind. Auch wenn die Kantonalbanken grundsätzlich gestärkt aus der Krise hervorgehen, so fehlt es ihnen nicht an Herausforderungen. Stichworte wie: Bankkundengeheimnis, Staatsgarantie, Margenerosion und Risikomanagement bedingen intensive Diskussionen.
Hess, Hanspeter startete seine berufliche Laufbahn während seiner Studienzeit bei der Basler Kantonalbank, wo er in unterschiedlichen Positionen in den Bereichen Wirtschaft, Kapitalmarkt und in der Anlageberatung tätig war. Parallel dazu arbeitete Hanspeter Hess bei der Wirtschafts- und Innovationsberatung Basel Stadt, in deren Leitung er von 1993 bis 1995 war. Im selben Jahr stiess er zum VSKB und wurde vergangenen September zu dessen Direktor ernannt.
30.11.2010, Novotel Zürich City-West
16:30 - 17:30, Expert Topics
Canada's Role in Promotion Trade in Switzerland: steady as she goes (in English)
What's new in the Canada-EFTA free trade agreement? What's the perspective of the Canadian trade commissioner service in Switzerland? What's Canada's role in science and technology and how do we attract investment? An overview of the bilateral economic relations between Switzerland and Canada. Our approach to priority sectors. Summarizing progress and future priorities in the Canadian International Business and a development program from our embassy in Bern.
Nichols Nelson, Diana is currently Trade Commissioner at Embassy of Canada in Bern. For 32 years she has worked as a Canadian public servant. Diana Nichols Nelson began her career as P.Ag after the completition of her studies at University of Guelph.
30.11.2010, Novotel Zürich City-West
18:15 - 19:15, Personal Development
Leadership-Verhalten in der Armee, Erfahrungen aus Echteinsätzen
Anhand von verschiedenen militärischen Echteinsätzen in Katastrophensituationen im In- wie im Ausland zeigt Stefan Christen auf, wie moderne Führungsprozesse innerhalb der Armee angewendet werden. Dabei werden verschiedene Faktoren des Krisenmanagements angesprochen, wie Prozesse, Strukturen, Verantwortungsbereiche, Human Factors etc. Zusammengefasst wird das Referat mit den persönlichen Erfahrungen aus seinen Echteinsätzen.
Christen, Stefan ist Eidg. Dipl. Berufsoffizier ETHZ und hat einen Master of Science in Global Security an der Defence Academy UK und Cranfield University UK absolviert. Stefan Christen war bei fünf Auslandeinsätzen in Erdbebenkatastrophengebieten und an zahlreichen Einsätzen in der Schweiz dabei.
30.11.2010, Novotel Zürich City-West
18:15 - 19:15, Personal Development
Aggressionen am Arbeitsplatz
Wo verstecken sich Aggressionen am Arbeitsplatz? Wieso tricksen wir uns gegenseitig aus oder bekämpfen eine Kollegin oder einen Kollegen? Teamarbeit, Respekt und gegenseitige Mithilfe: Theoretisch sind wir alle gegen Aggressionen am Arbeitsplatz. Wir verabscheuen Mobbing, Intrigen und feindselige Handlungen. Leider sieht die Realität oft anders aus. Im Vortrag werden die Erscheinungsbilder von Aggressionen und Teamkonflikten aufgezeigt, und es wird dargestellt, wie wir uns selber gegenüber kritisch bleiben müssen, wenn wir ein positives Arbeitsklima erhalten wollen. Es werden Leitsätze präsentiert, die für eine kooperative und respektvolle Zusammenarbeit wichtig sind.
Guggenbühl, Allan ist Psychologe FSP, dipl. analyt. Psychotherapeut SGAP, Leiter des Instituts für Konfliktmanagement und Mythodrama in Zürich/Bern, Leiter der Abteilung für Gruppenpsychotherapie für Kinder und Jugendliche an der kantonalen Erziehungsberatung der Stadt Bern und arbeitet unter anderem mit gewaltbereiten Jugendlichen. Prof. Dr. Guggenbühl ist zudem Autor von diversen Büchern: Kleine Machos in der Krise (3. Auflage, 2010), Pubertät echt ätzend (9. Auflage, 2009), Anleitung zum Mobbing 2008.
30.11.2010, Novotel Zürich City-West
19:45 - 20:45, Personal Development
Profil macht Karriere: mit Self Branding zum beruflichen Erfolg
Wie baut man starke persönliche Marken zukunftsgerichtet und nachhaltig auf? Wie bleibt das eigene Profil auch in einem dynamischen Umfeld unverwechselbar? Erfolgreiche Menschen sind erfolgreiche Marken: Sie vertreten klare Werte, strahlen Vertrauen aus, stehen für Integrität und Glaubwürdigkeit. In Zukunft wird dies jedoch nicht mehr reichen. Die Wirtschaftskrise verändert das Wertesystem, verlangt werden zusätzliche Qualitäten: Mehrwert, soziales Engagement und nicht zuletzt ein gewinnbringendes Netzwerk.
Wüst, Petra, Dr. oec. publ., studierte Volkswirtschaft und Psychologie an der Universität Zürich. Sie ist eine der profiliertesten Expertinnen in Sachen Self Branding. Sie leitet das Beratungsunternehmen Wüst Consulting in Basel und ist international als Referentin, Trainerin und Coach tätig und unterrichtet an mehreren Hochschulen. Ihre Bücher «Self Branding für Manager» und «Gezielt einmalig» waren auf den Bestsellerlisten des Wirtschaftsmagazins «Bilanz» und der «Financial Times Deutschland». Im März 2010 erschien ihr neues Buch «Profil macht Karriere».
30.11.2010, Novotel Zürich City-West
19:45 - 20:45, Personal Development
Burnout - Zeitdiagnose in der 24-Stunden-Gesellschaft?
Ist Burnout tatsächlich im Zunehmen begriffen? Wie entstehen Zeitdruck und Beschleunigung, welche Optionen gibt es für ein zeitgemässes Zeit- und Selbstmanagement und welche Führungsstrategien braucht es, um auch unter hohem Arbeitsdruck gesund und leistungsfähig zu bleiben? Beschleunigung und Zeitdruck sind die prägenden Erfahrungen der Gegenwart. Moderne Kommunikationsmittel erlauben schnellen Zugang zu Informationen und instantanen Austausch. Diese neue Geschwindigkeit eröffnet attraktive neue Möglichkeiten – von Effizienzsteigerungen über flexible Arbeitsorte bis zum Gefühl, gefragt und sozial eingebunden zu sein. Kehrseite: die Erwartung, permanent «online» und verfügbar zu sein. Es gibt kaum mehr unterbrechungsfreie Erholungsphasen; hohes Tempo, Termin- und Ressourcendruck werden zur Regel. Gleichzeitig scheint das Risiko zu wachsen, im Job «auszubrennen».
Schulze, Beate M., Dr. des., M.A., BSocSci (Hons.), ist Vizepräsidentin des Schweizerischen Expertennetzwerks für Burnout (SEB) und verantwortlich für die Koordination von Forschung und Prävention bei Swiss Burnout. Sie leitet das Zürcher Empowerment Programm für Stressmanagement und Burnout Prävention an der Universität Zürich. Sie ist Lehrbeauftragte an der Uni Zürich und der Kalaidos Fachhochschule. Darüber hinaus berät sie als Inhaberin von Schulze Resource Consulting Unternehmen zu Strategien der Burnout Prävention und betrieblichem Gesundheitsmanagement.
Kosten für externe Besucher:
1 Referat CHF 150.-
2 Referate CHF 250.-
3 Referate CHF 400.-
4 Referate CHF 400.-
5 Referate CHF 550.-
6 Referate CHF 550.-
7 Referate CHF 650.-
8 Referate CHF 650.-
Studierende, Dozierende und Mitarbeitende der Kalaidos Bildungsgruppe, Alumni und Mitglieder STV erhalten 50%.
Studierende, Dozierende und Mitarbeitende der Kalaidos Fachhochschule (Departement Wirtschaft und Institut für Wirtschaftsinformatik) besuchen das Wirtschaftsforum kostenlos.
Novotel Zürich City-West
Schiffbaustrasse 13
8005 Zürich
+41 44
276 22 22
www.novotel-zurichcity.ch

Mit dem Auto:
Von Bern / Basel (N3 / E60)
Autobahn
N3 / E60 Richtung Zürich, Ausfahrt Zürich City, weiter der
Ausschilderung Autobahn Chur/Luzern folgen. Pfingstweidstrasse linke
Fahrbahn nehmen und vor dem Hotelkomplex an der Ampel links in die
Technoparkstrasse abbiegen. Dann hinter dem Hotel Etap rechts in die
Schiffbaustrasse einbiegen.
Vom Flughafen / St. Gallen /
Winterthur
Autobahn Richtung Zürich, Ausschilderung Autobahn
Chur/Luzern folgen, bis Escher Wyss Platz, dort abfahren und weiter Richtung
Hardbrücke und Technopark, rechts in die Schiffbaustrasse abbiegen.
Öffentliche
Verkehrsmittel:
Hauptbahnhof Zürich / Flughafen Zürich
Vom
Flughafen:
S-Bahn 16 zur Station «Hardbrücke», Ausgang Richtung
Technoparkstrasse, ca. 400 m geradeaus, links in die Schiffbaustrasse
abbiegen.
Vom Hauptbahnhof:
Tram Nummer 13 oder 4 zur
Station «Escher-Wyss-Platz», entlang der Hardstrasse, unter der
Hardbrücke ca. 300m geradeaus Richtung Technopark, dann links in die
Schiffbaustrasse abbiegen. Es fährt ausserdem ein kostenpflichtiger
Shuttle vom Flughafen zum Hotel, der mit SLS CITY SHUTTLE angeschrieben
ist. Abfahrt ist zwischen Ankunft 1 und 2
Bei Fragen und Unklarheiten schreiben Sie uns bitte eine E-Mail.




