Wirtschaft AG
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Forschungskolloquium Wirtschaft und Wissenschaft
Das Kolloquium Wirtschaft und Wissenschaft beleuchtet praxisnah Lösungen aus der Wissenschaft, die der Wirtschaft Mehrwert bringen. Das Kolloquium bietet eine thematisch vielseitige Plattform zum Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Zu Wort kommen beispielsweise Unternehmensleiterinnen und -leiter, die wissenschaftliche Methoden anwenden - aber auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die betriebswirtschaftliche Beratungsmandate übernehmen sowie weitere Persönlichkeiten an der Schnittstelle von Wirtschaft und Wissenschaft. Zudem dient das Kolloquium als Rahmen für die Präsentation herausragender Qualifikationsarbeiten von Studierenden, Dozierenden und Wissenschaftlichen Mitarbeitenden der Kalaidos Fachhochschule Wirtschaft.
Daten und Titel der nächsten Kolloquien werden jeweils an dieser Stelle angekündigt.
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Programm Forschungskolloquium |
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14. Dezember 2011 |
«Multipartner Alliance Strategy: Sucess Factors when Partnering Across Borders» |
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31. Januar 2012 |
«Methoden der Unternehmensbewertung und deren Anwendung bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)» |
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16. Februar 2012 |
«Die vergessenen Milliarden: Politische Entscheidungen als Grundlage für die ökonomische Analyse externer Effekte» Dr. Felix Schläpfer |
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22. Februar 2012 |
«Die Auswirkungen der Informatisierung auf das Bankgeschäft» |
Datum: 14. Dezember 2011
Zeit: 17.00 - 18.00 Uhr
Multipartner Alliance Strategy: Sucess Factors when Partnering Across Borders
In the last two decades, alliances have become a central part of most companies' growth strategy. Cross-border cooperation has become a necessity to compete in saturated markets. What type of alliance is chosen, is usually dictated by the market, project or political environment a company is operating in and what expectations it has towards the collaboration. In Sabine Graf's master thesis that will be presented, firstly a literature review was done in the theoretical section, secondly an ongoing project for a Joint Venture was studied in the empirical section. The focus was put on identifying success factors, because although organizations establish alliances usually for a good reason, they still tend to fail. Conclusions show some interesting facts about what really seems to matter to build a successful alliance.
Referentin: Sabine Graf
Sabine Graf (*1970), EMBA International Management at Kalaidos UAS 2010, HR Business Partner at Swiss Post International Management AG. After studying (lic.phil.I) and working in several countries in Europe and the middle East, she worked as HR manager for Ericsson and as Senior Consultant for Saville Holdsworth Ltd., where the design and delivery of HR solutions to international clients were her core business. At Swiss Post International, she is now responsible for the implementation of international HR projects, for HR support in M&A activities as well as for the HR functions in Swiss Post subsidiaries around the world.
Datum: 31. Januar 2012
Zeit: 17.00 - 18.00 Uhr
Methoden der Unternehmensbewertung und deren Anwendung bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)
Welche Methoden kommen bei der Bewertung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Praxis zur Anwendung und welche Besonderheiten sowie wichtigen Grundsätze sind dabei zu berücksichtigen?
Unternehmensbewertungen sind für verschiedene Anlässe im Leben eines Unternehmens unumgänglich. Sie werden meist in Situationen eingesetzt, wo eine einschneidende Veränderung eines Unternehmens und der mit ihr verbundenen Personen bevorsteht. Bislang war die Unternehmensbewertung vorwiegend bei Fusionen und Akquisitionen von Grossunternehmen das beherrschende Thema. Doch es sind vor allem KMU, die sich oft grossen Veränderungen gegenüber sehen, welche eine fundierte und transparente Unternehmensbewertung notwendig machen. Dies zeigt sich vor allem bei Nachfolgeregelungen bzw. Generationenwechseln, bei denen oftmals eine «familieninterne» Lösung nicht gefunden werden kann. Gerade im Bereich der KMU können bei der Unternehmensbewertung nicht immer die gleichen Bewertungsverfahren bzw. die gleiche Vorgehensweise wie bei Grossunternehmen angewendet werden. Die KMU weisen aufgrund ihrer Grösse und ihrer Strukturen einige Besonderheiten auf, die sich als eigener Unternehmenstyp von den Grossunternehmen unterscheiden.
Im Rahmen seiner Masterarbeit untersuchte Achilles Wellis mittels einer empirischen Untersuchung in Form von Experteninterviews die gängigsten Bewertungsmethoden auf eine praxisorientierte Anwendung bei KMU. Die Auswertungen sowie die Aussagen der einzelnen Experten regen zur weiteren Diskussion über den Einsatz von praktikablen Bewertungsmethoden bei KMU an.
Referent: Achilles Wellis
Achilles Wellis (*1970) hat sich nach der kaufmännischen Grundausbildung als Fachmann im Finanz- und Rechnungswesen mit eidg. Fachausweis weitergebildet und absolvierte im Jahr 2007 das Nachdiplomstudium Executive in Leadership and Management HF. Nach langjähriger Beratertätigkeit im Treuhand-Bereich (u.a. Mandatsleiter bei der BDO AG) sowie als Manager Finance bei einem internationalen Industriekonzern hat er im Jahr 2011 das eidg. Diplom als Treuhandexperte sowie den MAS in Treuhand und Unternehmensberatung der Kalaidos FH erworben. Seit 2008 ist er als Mandatsleiter bei der ECOVIS ws&p ag tätig und betreut nationale sowie internationale Kunden in den Bereichen Unternehmensberatung, Steuern und Finanz- und Rechnungswesen.
Datum: 16. Februar 2012
Zeit: 17.00 - 18.00 Uhr
Die vergessenen Milliarden: Politische Entscheidungen als Grundlage für die ökonomische Analyse externer Effekte
Externe Effekte sind Auswirkungen wirtschaftlicher Aktivitäten auf Dritte, die in den Marktpreisen nicht enthalten sind. Beispiele sind Umweltverschmutzung oder Systemrisiken von Grossbanken. In modernen Marktwirtschaften spielen externe Effekte eine Schlüsselrolle. Erst deren Berücksichtigung in der Wirtschaftspolitik gewährleistet, dass Marktpreise die wahren Kosten widerspiegeln und die Entscheide der Akteure am Markt nicht nur das Bruttoinlandprodukt (BIP) steigern, sondern auch die gesellschaftliche Wohlfahrt erhöhen.
Im Fall des Verkehrs werden die externen Kosten durch Lärm und andere Umweltbelastungen in der Schweiz heute auf rund 9 Mrd. Franken pro Jahr geschätzt. Die Zahlen sind direkt relevant für die Festsetzung der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe. Die Erfassung ist aber noch lückenhaft, und für viele andere Bereiche liegen überhaupt keine Zahlen vor. In der Methodenstudie, die vorgestellt wird, wurde aufgezeigt, wie weitere externe Effekte durch ökonomische Analysen von politischen Entscheidungen über Kreditvorlagen erfasst werden können. Die Studie dokumentiert die theoretischen Grundlagen, gibt eine Übersicht über mögliche Anwendungen und illustriert die Analyse anhand von Beispielen.
Aufgrund des vorliegenden Datenmaterials bietet sich die Methode an, um im Bereich Verkehr, Siedlungsentwicklung und Infrastrukturentwicklung externe Effekte zu schätzen. In einem Fallbeispiel wurde für die externen Effekte der Überbauung von Grünflächen in Toplagen am Zürichsee ein Wert von rund 1000 Fr./m2 berechnet. Mögliche Anwendungen betreffen die Festsetzung von Lenkungsabgaben (sog. Internalisierung), Kosten-Nutzen-Analysen bei staatlichen Infrastrukturprojekten und die Erweiterungen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung.
Referent: Dr. Felix Schläpfer
Felix Schläpfer (*1969) hat an der Universität Zürich Biologie studiert, zu einem ressourcenökonomischen Thema promoviert und sich anschliessend in Volkswirtschaftslehre habilitiert. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Kalaidos Research und Privatdozent an der Universität Zürich. Die Studie, die er vorstellt, hat Kalaidos Research im Auftrag des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE) des UVEK verfasst.
Datum: 22. Februar 2012
Zeit: 17.00 - 18.00 Uhr
Die Auswirkungen der Informatisierung auf das Bankgeschäft
Die Informatisierung prägt unsere Gesellschaft und damit auch das Bankgeschäft. Wie wirkt sich die Informatisierung jedoch auf das Bankgeschäft aus? Wie können Veränderungen, die geschehen sind, erklärt werden und was führt dazu, dass Banken trotz anders lautender Prognosen noch immer existieren?
Erklärungen hierzu können nur gefunden werden, wenn man sich der Auswirkungen der Informatisierung und der Besonderheiten des Bankgeschäftes bewusst ist und diese Elemente in Verbindung bringen kann. Auf Basis der gängigen Definitionen von Bankleistungen kann dieser Zusammenhang nicht hergestellt werden.
Andreas Willimann hat dieses Phänomen untersucht und einen Erklärungsansatz entwickelt, der es ermöglicht, die wesentlichen Auswirkungen der Informatisierung auf das Bankgeschäft zu erklären. Dazu wurden die Bankleistungen neu strukturiert. Dies ermöglicht nicht nur eine Erklärung der Veränderungen, sondern bietet auch neue Erkenntnisse dazu, was die Leistungen einer Bank ausmacht.
Referent: Andreas Willimann
Andreas Willimann (*1972) schloss 1998 das Studium der Wirtschaftswissenschaften (lic.rer.pol.) an der Universität Basel ab. Seit dem Abschluss des Studiums war er in verschiedenen Positionen in der Finanzbranche tätig, seit Dezember 2008 bei der bank zweiplus. Dort ist er aktuell für das Business- und Produktmanagement verantwortlich. Im Rahmen eines Nachdiplomstudiums erwirbt er zurzeit einen MAS in Banking & Finance am Schweizerischen Institut für Finanzausbildung (SIF) der Kalaidos FH und ist dort auch Mitglied der Arbeitsgruppe «Service Design». Die vorgestellte Arbeit wurde als Diplomarbeit (DAS) verfasst.
Kalaidos Fachhochschule
Hohlstrasse 535
8048 Zürich
15.02.2012



